Apple stellt Musik-Streaming-Angebot „Apple Music“ vor

Apple hat gestern Abend – auf der WWDC Keynote – mit Apple Music einen neuen Musik-Streaming-Dienst vorgestellt, der mit 30 Millionen Songs, redaktionell gepflegtem Content und einem eigenen Radiosender daher kommt.

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Apple hat auf der Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC 2015 nicht nur MacOS X El Capitan, iOS 9 und WatchOS 2 gezeigt, sondern auch Apple Music offiziell vorgestellt.

Apple Music wird uns viele Millionen – die Rede ist von 30 Millionen – Songs und Musikvideos aus der iTunes-Musikbibliothek per Streaming zum Anhören anbieten.  Außerdem soll Apple Music auch die Nutzer mit weiteren Infos zu Künstler, Band und Album versorgen. Der neue Dienst sei „revolutionär“, munkeln Brancen-Insider. Dieser werde beispielsweise als erster Service die User stetigt mit genau den Songs versorgen, die sie in diesem Moment brauchen. Sport, Autofahrt, Party … etc.

Die eigene Musik-Bibliothek ist der Startpunkt: „For You“ empfiehlt Playlisten anhand der zuletzt geladenen Songs und Alben, die Paylisten werden redaktionelle gepflegt – tweilweise auch von Künstlern – und basieren nicht nur auf bloßen Algorithmen. Tidal macht es ähnlich. Die Playlist von Angie Martinez dort, ist ein Leckerbissen für alle New York Rap Fans.

Dazu wird Apple über Apple Music auch den rund um die Uhr verfügbaren Internet-Radio-Sender Beats 1 (B1) anbieten, dessen Musik-Angebot nicht von Maschinen mit Songs gefüttert wird, sondern von Musik-Kennern für Musik-Liebhaber. Die DJs gestalten das Programm von B1 von New York, Los Angeles und London aus. Zu den DJs bei B1 gehört der Neuseeländer DJ Zane Low. Das Angebot von B1 wird in mehr als 100 Ländern zu hören sein.

Hinzu kommen empfohlene Wiedergabelisten und die Möglichkeit, die zuvor in Apple Music heruntergeladenen Songs auch unterwegs offline anzuhören.

Über Siri wird es auch einen schnellen Zugriff auf die aktuell gewünschten Songs geben. So wird beispielsweise z.B. nach dem Befehl „Spiel mir die besten Rap Songs“ automatisch eine Wiedergabeliste mit den entsprechenden Songs generiert und abgespielt. Ganz Apple halt!

Apple Music wird am 30. Juni in mehr als 100 Ländern starten. Dazu wird Apple das iOS-Update iOS 8.4 ausliefern. Hinzu kommt eine neue Version von iTunes. Apple Music für Android folgt bereits im Herbst.

9,99 US-Dollar pro Monat wird Apple Music kosten. Wir erwarten einen Europa-Preis von 8,99 Euro oder 9,99 Euro In den ersten drei Monaten ist Apple Music übrigens gratis. Der Dienst kann also bis Ende September zunächst gratis genutzt werden. Das sollte ausreichen, um anderen Mitbewerbern die Kündigung auszusprechen oder sich gegen den neuen Apple Music Service zu entscheiden.

Apropos: Für 14,99 US-Dollar pro Monat dürfen bis zu sechs Familienmitglieder Apple Music gemeinsam nutzen. Käme bei uns wie gerufen, da wir aktuell 30 Euro monatlich für drei Spotify-Konten zahlen. Kosten, die wir dann halbieren könnten.

Wir sind gespannt auf Apple Music.

Nachdem wir seit Jahren Spotify nutzen, zuvor auch Deezer und andere Systeme ausprobiert haben und mit der Qualität der Songs bei Tidal mehr als zufrieden waren, kommt nun ein Spieler ins Rennen, der all das zu kombinieren scheint.