MTV Europe Music Awards 2015

Nachdem Justin Bieber am Samstag bei Stefan Raabs „Schlag Den Raab“ ziemlich mickrig auf der Bühne wirkte und man ihm den Superstar-Status so gar nicht abkaufen wollte, reiste er am gestrigen Sonntag weiter nach Mailand.

mtv-europe-music-awards-ema-2015-milan-ed-sheeran-ruby-roseDort fanden die MTV Europe Music Awards 2015 statt und – oh Wunder – Justin Bieber räumte auf ganzer Linie ab. Ganze fünf Auszeichnungen konnte der Kleine abräumen. Wir sind nicht sicher, aber glauben, für „beste Performance in einer Live-Show“ war keiner dabei.

Sondern für: Bester männlicher Künstler, „Best Collaboration Award“ für „What do you mean“ mit Skrillex und Diplo, bester Look, größte Fangemeinde und bester Künstler Nordamerikas. Noch Fragen? wer zum Teufel denkt sich eigentlich diese Kategorien alle aus? War es früher nicht so, dass bester Künstler, bestes Album, beste Single und beste Performance ausgezeichnet wurden? Ok, dann wäre die Show nach 45 Minuten vorbei – aber mal ernsthaft: „Bester Look“ – Award? Echt?

Taylor Swift, die auch nicht anwesend war, der man aber all diese Preise – zu Recht – zugeschrieben hatte, ging mit einem Award für den Song „Bad Blood“ nahezu leer aus. Ob das wohl daran lag, dass Bieber vor Ort war und sie nicht? Man weiß es nicht. Award-Shows bei denen die Preisträger nicht anwesend sind – das wirkt immer so traurig. Und vielleicht wollte MTV dieses Gefühl nicht vermitteln.

Moderiert wurde das Ganze von Sänger Ed Sheeran und Model Ruby Rose, die man aus der großartigen Netflix-Serie „Orange is the new black“ kennt und die ziemlich cool ist – direkt nach sexy.

Ed Sheeran, der ja jobtechnisch anwesend war, gewann dann direkt auch – ebenfalls gerechtfertigt – Live-Performance und „Best World Stage“. Bester Newcomer und „Best Push“ wurde Shawn Mendes.

Die Auszeichnung „Best Pop“ erhielt die Gruppe One Direction, das beste Video kam von Macklemore und Ryan Lewis. Beste Künstlerin wurde Rihanna. Duran Duran bekam den erstmals verliehenen „Video Visionary Award“. „Weil sie seit 1978 mit ihren Musikvideos so viele Künstler inspiriert haben“, sagte Moderatorin Ruby Rose.

Live auf der Bühne: Andrea Bocelli. Zusammen mit Tori Kelly sang er „Give me a reason“. Außerdem traten Jason Derulo, Pharell Williams, James Bay und Jess Glynne auf. Nicht das schlechteste Line-Up.