Englischer Dark-Pop in der Neuzeit: The Cure so aktiv wie eh und je.

KonzertDark Wave, Gothic Rock, Alternative Rock, Post-Punk: Es ist kaum möglich, The Cure auf ein bestimmtes Genre festzulegen. Seit beinahe 40 Jahren sind die Engländer im internationalen Musik-Business vertreten und haben ihr Gesicht dabei oft verändert, ohne jedoch ihre Seele aufzugeben.

Turbulente Anfangszeiten und große Erfolge

Manchmal ist aller Anfang schwer. Bei The Cure galt das lediglich für den Namen: 1976 gegründet unter dem Namen Malice, folgte nur ein Jahr später die Umbenennung in Easy Cure. Ebenfalls nur ein Jahr darauf, nämlich 1978, wurde dieser Name vereinfacht – The Cure war geboren. Nach dieser kurzen Phase der Unschlüssigkeit ging es steil bergauf und wie Fans wissen, veränderte die Band ihren musikalischen Fokus auch in den Folgejahren mehrere Male. Musik-Liebhaber der jüngeren Generationen lernen The Cure am besten über deren Greatest Hits-Album kennen; dies erschien bereits 2001 und beinhaltet Hits wie „Boys Don´t Cry“, „Just Like Heaven“, „The Walk“ und „High“.

Trotz beinahe 40-Jähriger Existenz ist The Cure immer noch sehr aktiv. Wie es sich für Rocker der alten Schule gehört, sind Live-Auftritte dabei besonders wichtig. Zuletzt tourte die Band 2014 durch Nordamerika und stattete auch der britischen Heimat einen Besuch ab, für 2016 ist die nächste Tournee geplant. Fans können sich auf Eventim über die Tourdaten informieren und bei Interesse direkt Tickets kaufen; früh zu buchen ist in diesem Fall empfehlenswert, denn The Cure nennt auf der ganzen Welt eine breite Anhängerschaft ihr Eigen – dementsprechend begehrt sind die Karten.

Seit 2000 weht ein neuer Wind

Tatsächlich zeigen die Engländer um Leadsänger Robert Smith noch keine Ermüdungserscheinungen. Besonders deutlich wurde das im vergangenen Jahr, als nicht nur ein, sondern direkt drei neue Studioalben angekündigt wurden. Neben neuen Inspirationen wurden dabei auch die Hits der Vergangenheit bedacht; Retro und Moderne fließen zusammen, der langen Geschichte der Band wird auf gewohnte Weise Tribut gezollt. Ganz klar: The Cure ist so puristisch und altbewährt wie Reebok Classics und ein weiterer Beweis dafür, wie gut sich Vergangenheit und Neuzeit vereinen lassen.

Schließlich blickt The Cure auf eine bewegte Historie voller Veränderungen zurück: Nachdem es in den 80ern immer mehr in Richtung Pop ging, stellten die 90er den absoluten Höhepunkt der Karriere dar. Endlich war die Band gefestigt und hatte einen Stil gefunden, über den sie sich in den Folgejahren definierte. Seitdem lässt sich das Motto der Engländer gut unter Zurück in die Zukunft zusammenfassen: Von „Disintegration“ (1989) über „Wish“ (1991) bis hin zur zusammenfassenden „Compilation Galore“ (1997) sorgten die Alben für weltweite Erfolge; dennoch wurde das Jahr 2000 beinahe symbolisch dazu genutzt, erneut einen neuen Start heraufzubeschwören. Akustische Gitarren spielten plötzlich eine größere Rolle, das Plattenlabel wurde gewechselt und mit dem Engagement für Amnesty International sorgte die Band auch fernab der Bühne für positive Schlagzeilen.

Bild: ©istock.com/Dirk Freder