Oscars 2016: Chris Rock spricht offene Worte und Leonardo DiCaprio gewinnt!

Chris Rock ist der Hammer. Er hat die Oscars 2016 zu einem großartigen und so ehrlichen Event werden lassen.

chris-rock-oscars-2016-gewinner-dicaprioSeine offene Art mit dem Thema Rassismus umzugehen hat sicher einige der Anwesenden erschreckt – und einige von denen, die der Veranstaltung fern blieben, erfreut:

„Verdammt noch mal, natürlich ist Hollywood rassistisch!“

Oder: Das war in den Fünfziger- und Sechzigerjahren auch schon so – doch die Schwarzen haben nicht protestiert. Warum? Weil es noch wichtigere Dinge gab. Wir waren zu beschäftigt damit, vergewaltigt oder abgemurkst zu werden, als dass wir uns darum hätten kümmern können, wer den Oscar für die beste Kameraführung gewonnen hat!

Und später kam dann noch das hier. „Dieses Jahr werden im In-Memoriam-Teil die Leute gezeigt, die auf dem Weg zum Kino von Polizisten erschossen worden sind.

Wie auch immer. Irgendwie ist es schon Recht so, dass die Nicht-Nominierung von irgendwem Schwarzen in einem Land wie Amerika so offen zur Schau gestellt wird. Denn wäre es unter den Teppich gekehrt worden, hätte es noch mehr Streit und Gezanke gegeben. Aber zurück zur Veranstaltung.

Chris Rock brachte keinen Elefanten oder irgendwas anderes Plakatives mit auf die Bühne, was dann bis zum Ende als Symbol für die #OscarsSoWhite-Debatte im Saal verbleiben durfte. Rock kam stilecht und megacool zu „Fight the Power“ von Public Enemy auf die Bühne – und er sparte eben nicht mit offenen und klaren Worten.

Der Oscar 2016 ging an …. Leonardo DiCaprio! Endlich! Für The Revenant. Bester Film!

Des weiteren gab es Auszeichnungen für:

Bester Film
Spotlight

Beste Hauptdarstellerin
Brie Larson

Bester Hauptdarsteller
Leonardo DiCaprio

Beste Regie
Alejandro G. Inarritu (The Revenant)

Beste Nebendarstellerin
Alicia Vikander („The Danish Girl“)

Bester Nebendarsteller
Mark Rylance („Bridge of Spies“)

Beste Filmmusik
The Hateful Eight – Ennio Morricone

Bester Song
„Writing’s On The Wall“ – (James Bond: Spectre) – Sam Smith

Beste Kamera
The Revenant (Emmanuel Lubezki)

Bestes Originaldrehbuch
Spotlight (Josh Singer und Tom McCarthy)

Bestes adaptiertes Drehbuch
The Big Short (Charles Randolph, Adam McKay)

Bester Schnitt
Mad Max: Fury Road (Margaret Sixel)

Bestes Kostümdesign
Mad Max: Fury Road (Jenny Beavan)

Bestes Szenenbild
Max Max: Fury Road (Colin Gibson, Lisa Thompson)

Bestes Make-up und beste Frisuren
Mad Max: Fury Road (Lesley Vanderwalt, Elka Wardega, Damian Martin)

Bester Tonschnitt
Mad Max: Fury Road

Bester Ton
Mad Max: Fury Road

Beste visuelle Effekte
Ex Machina

Bester animierter Spielfilm
Inside Out (Pete Docter und Jonas Rivera)

Bester animierter Kurzfilm
Bear Story (Gabriel Osorio und Pato Escala)

Bester Dokumentar-Kurzfilm
A Girl in the River

Bester Dokumentarfilm
Amy

Bester Kurzfilm
Stutterer (Benjamin Cleary und Serena Armitage)

Bester fremdsprachiger Film
Son of Saul (Ungarn)

Also für uns jetzt nicht spektakulär, das wir Mad Max nicht gesehen und die anderen Filme auch nicht so gefeiert haben.

Aber vielleicht verstehen wir das The Oscars 2016 – Ding einfach nur nicht richtig. Was auch immer es ist. Leonardo DiCaprio hat es verdient. Punkt.

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