Die Welt von morgen? „Hyper-Reality“ von Keiichi Matsuda (Video)

Man hört viel von Big Data, Gamification, dem Internet der Dinge und weiteren Dingen, von denen die wenigsten Ahnung haben aber die meisten mitreden. Ohne Anspruch auf Wahrheitsgehalt hat sich der Japaner Keiichi Matsuda filmisch mit einer möglichen Zukunftsvision auseinander gesetzt – ganz ohne Schlagworte und hysterischer Diskussion, sondern mit einem eindrucksvollen Video.

„HYPER-REALITY“ zeigt die Welt der (gar nicht so fernen) Zukunft aus der Sicht von Juliana Restrepo aus Medellin, einer ausgebildeten Lehrerin, die beruflich Einkäufe für andere Menschen erledigt, weil „die App“ das für geeignet hielt.

Gezeigt wird eine Welt in der alles „augmented“, Werbung allgegenwärtig und sogar der Straßenverkehr virtuell/digital geregelt ist. Auf durchaus persönliche und intime Frage nach Leistungen im Leben, das Wesen der eigenen Persönlichkeit oder den Lebensweg wird nur noch mit quantifizierbaren Daten geantwortet. Wem die Identität nicht gefällt, der kann jederzeit den Reset einläuten, man muss sich nur von allen bisherigen „Achievements“ verabschieden.

So bunt und auch unterhaltsam die im Video gezeigte Welt daherkommt und so sinnvoll so manche dieser Augmentierungen auch scheinen (Verkehr“!) so wirft sie auch Fragen auf, was bei allem Fortschritt und aller Entwicklung am Ende mit dem Menschen selbst passiert. Und das ganz ohne (oft genug hochnotpeinliche) Debatten ohne wirkliche Substanz.