Maxwell – blackSUMMERS’night (Review)

Wenn ein Artist sich sage und schreibe 7 (sieben!) Jahre Zeit lässt für ein neues Album sind die Erwartungen groß. Heute erscheint Maxwells blackSUMMERS’night.

Die Vorabsingle „Lake by the Ocean“ gab schon einmal einen Ausblick auf das was nun auf Albumlänge vorliegt: RnB/Soul der feinsten Güteklasse. Die 11 (der 12te ist ein 23 sekündiges Outro) Anspielpunkte sind bis ins kleinste Detail ausproduziert und gehen keine Kompromisse zugunsten schnelllebiger Radiohits ein, sondern stellen Maxwell und seine Stimme in den Vordergrund.

Und auch wenn das in der heutigen Zeit von Shufflefunktion, Playlists und eben Singles für den ein oder anderen sperrig oder antiquiert klingen mag: blackSUMMERS’night ist ein Album im besten Sinne und sollte auch als solches gehört und verstanden werden. Dabei wirkt es aber keinesfalls altbacken oder aus der Zeit gefallen, denn nur weil man hier keine Trapbeats, EDM oder Tropical House Einflüsse zu hören bekommt, heißt es nicht dass es nicht state of the Art ist. Geschmackssicher halt, wie man es von einem der Begründer des Neo-Soul erwartet.

Wer wirklich nach einem Manko sucht, der findet es vielleicht wirklich in der Abwesenheit dieses einen Songs/Hits, der stellvertretend für die Platte steht, bei den bisherigen Hördurchläufen konnte sich bei uns aber auch keiner herauskristallisieren, wir drücken beim ersten Song auf Play und gut ist.

Die sieben Jahre haben sich gelohnt! Der zweite Teil von Maxwells geplanter Trilogie (der Vorgänger hieß BLACKsummers’night) ist ein Spitzenalbum, das man uneingeschränkt jedem empfehlen kann, der sich für RnB und Soul begeistern kann