DJ Khaled’s Major Key erscheint heute auch physisch

Das neunte Studioalbum von DJ Khaled ist ab heute auch als physischer Tonträger erschienen. Wir haben reingehört.

Wer oder was ist DJ Khaled eigentlich? Den einen ist er bekannt als erster Schreihals vom Dienst, der es schafft Songs und Alben mit All-Star Lineups zu bestücken und zuverlässig Clubhits zu liefern. Anderen als der Typ der auch noch den limitiertesten Jordan irgendwo in seiner Crib rumliegen hat und wiederum andere kennen ihn als Social Media Phänomen, vor allem seit Snapchat.

Auf jeden Fall ist nun „Major Key“ am Start und nun ja: Es ist ein typisches DJ Khaled Album. Auf der einen Seite monströse Hits, Featuregäste in Höchstform (später mehr dazu) und auf der anderen Seite halt irgendwie zu viel Guten. Um gleich beim letztgenannten zu bleiben: Ja Future ist ein sehr interessanter Künstler aber auf 14 Tracks insgesamt mit 4 Features gefühlt auf jedem zweiten Song drauf. Das ist auch ein wenig stellvertretend für die mangelnde Abwechslung des Albums: sechs Tunes sind mehr oder weniger ähnliche Trapgeschosse mit wechselnden Lineups.

Bleiben noch 8 Tacks, leider sind „Do you mind“ und ganz besonders „Forgive me Father“ (Achtung: subjektiv!) im besten Fall langweilig und uninspiriert. Aber, und das ist ein sehr großes „Aber“: dafür hat Major Key einige der größten Hits des Jahres zu bieten: For Free ist Drakes bester Sommer Tune des Jahres, auf Holy Key läuft King Kendrick zur Höchstform auf und sollte sich Mr. Jones auf seinem kommenden Album so in Form präsentieren wie auf „Nas Album done“ (und die richtigen Beats gepickt haben), dann steht ein unfassbares Release bevor, denn so hungrig hat man Nas schon lange nicht mehr gehört. Sehr lange.

Am Ende bleibt Major Key eben ein typisches DJ Khaled Album: Aktuelle Trends, Pathos, Größenwahn und signature Shouts und am Ende eine Handvoll unbestrittener Monsterhits.