#WeekendWatchlist – Haindling-„und überhaupts…“

Eine weitere Woche geht zu Ende, endlich wieder Freizeit. Wie jede Woche auch heute ein Beitrag zur #WeekendWatchlist.

Haindling? Bajuwarische Ufftata Musik? Ernsthaft? Absolut! Denn Dialekt hin oder her, Künstler wie Haindling oder auch Hubert von Goisern werden völlig zu Unrecht in diese Ecke gedrängt. Gerade im Falle Haindling passiert dies nur allzuschnell, sein mittlerweile Bundesweit bekanntes „Bayern (Des samma mia)“ dürfte die süddeutsche Variante von „Born in the USA“ vom Boss sein.

Warum aber jetzt irgendwie trotzdem? Nun da wären zum einen seine musikalische Bandbreite: Von klassisch Alpinen Instrumenten über Saxophone bis zum Synthie ist alles dabei und wird alles verwurstet und zu einem recht eigenständigen Amalgam vermengt – man bedenke: das alles vor der Shuffle Funktion und den ganzen Genrefusionstrends der letzten Jahre.

Und zum zweiten ist er sowohl von seiner Haltung aber auch vom Stil seiner Texte gar nicht mal so weit entfernt von kommentierendem Cloud-Rap der Marke Juicy Gay oder Yung Hurn. Und mit seinen Pyjama Hosen, rosa Bandanas und hier und dort nem Janker würde er auch optisch durchaus reinpassen. Darüber hinaus ist Haindling auch ein Spätzünder und hat vor seiner Musik bereits erfolgreich als Töpfer gearbeitet – ein ungewöhnliches Kapitel in Musiker Biografien.

Die gut gemachte, lockere Doku „Haindling – un überhaupts“  kann hier vollständig geschaut werden. Prost!