NBA 2K17 Review

Letzte Woche erschien NBA 2K17 und wir waren schon gespannt auf den neuen Teil der Basketball Simulation – und es hat sich gelohnt.

Warum es sich lohnt hat eine ganze Menge bester Gründe, die wir hier grob in drei Teile splitten wollen: Gameplay, Modi, Customizing. Wir könnten natürlich auch Grafik und Präsentation anführen, aber bei einem Spiel, das seit über 15 Jahren jedes Jahr immer und immer wieder in Sachen Optik und Präsentation überzeugt reicht der Verweis, dass es auch dieses Jahr wieder extrem gut aussieht. Wobei die Präsentation sei dennoch erwähnt: ein breites Kommentatoren und Reporter Team inkl. On Field Reporter, individualisierte Sirenen und Netzgeräusche (in jeder Arena eigens aufgenommen!), Fans (die vor allem im Prelude am College und in den Playoffs richtig Turn-Up machen) und und und…

Kommen wir nun zum wesentlichen: Das Gameplay der NBA 2K Spiele ist das wohl beste aller Sportspiele und keine andere Sportart wird digital derart facettenreich und wahrheitsgetreu abgebildet. Dieses Jahr stechen neben einem komplett neuen Postgame vor allem die Crossover, Hesitation, Behind the Back und sonstige Dribble Moves hervor. Diese kann man nun unbegrenzt in- und miteinander kombinieren für spektakuläre Aktionen und Abschlüsse. Wurf-Finte, Drehung um den Gegner und dann per krachendem Dunk punkten? Kein Problem. Ein kleines tänzchen mit dem Verteidiger und dann nach dem die Knöchel durch sind frech einen Schritt daneben per Jumper abschließen? Sieht nicht nur gut aus sondern fühlt sich auch gut an. Dazu wurde in NBA 2K17 noch das Playcalling System weiter überarbeitet und ausgebaut, so dass dem Floor General in euch noch mehr Optionen zur Verfügung stehen.

Und Optionen bieten alle Modi: Online Spieler freuen sich auf das Kartenspiel My Team und die Möglichkeiten den eigenen Spieler online zu benutzen mit ProAm und MyPark. Die Online Modes laufen dieses Jahr auch recht stabil und sind weit vom Launch-Fiasko vergangener Jahre entfernt. Ansonsten gibt es für erklärte Freunde des Offlinespiels (wie der Autor dieser Zeilen einer ist) neben normalen schnellen spielen den MyCareer Modus und ein Franchise System. Der myCareer Modus hat wieder eine cheesy Geschichte, dieses Mal aber nicht linear von Spike Lee erzählt sondern nicht Linear und weniger über längere Cutscenes als über viele kleine Interaktionen erzählt. Cutscenes gibt es natürlich auch, aber man interagiert mit Mitspielern, Freunden, Agenten auch viel über ein Message System. Ausserdem neu dieses Jahr: Erstmals sind zwei Spieler im MyCareer Modus spielbar! Justice Young heißt euer Sidekick und mit dieser neuen Gameplay Mechanik bekommt der MyCareer Modus ein interessantes Upgrade.

Der dritte große Punkt, die Customize Optionen, geht ein wenig Hand in Hand mit dem letzten Modus: MyGM bzw. MyLeague. Ein tiefes Franchise System, dass dem Spieler die Möglichkeit bietet die NBA auf 36 Teams auszuweiten und bei denen von der Halle bis zum Boden alles selbst zu gestalten. Rotationen müssen aufgebaut und angepasst werden, Spieler getradet und gedrafted und Ziele der Besitzer erfüllt werden. Wir sind gespannt ob uns die Franchise Modi von NBA 2K17 so fesseln wie der neue von Madden, aber bislang sah das schon sehr gut aus und fühlte sich nicht an, als würde es bald langweilig werden.

Ein letzter Punkt, der uns böse einfährt: Man kann seine eigenen Schuhe gestalten: vom Low bis zum High Top, von adidas bis Under Armour kann man bestehende Silhouetten überarbeiten, editieren, manipulieren und und und. Abgesehen davon, dass das Schuh Game von NBA 2K17 wirklich sehr sehr stark ist. Von der gesamten Kobe Collection bis zu Yeezys ist alles dabei und wurde eigens für das Spiel via 3D Scan übertragen – ein Traum für Freunde des gepflegten Schuhs.

NBA 2K17

NBA 2K17 ist erneut das Maß aller Dinge – für Basketball Spiele ohnehin aber auch für Sportspiele insgesamt. Ein glatter Swishhhh. Erhältlich unter anderem hier für PS4, Xbox One und PC.