Sicher unterwegs im Internet – Eure Sicherheitsmaßnahmen für 2018

Für das neue Jahr fassen viele Leute gute Vorsätze, wie mehr Sport, gesündere Ernährung, weniger Stress. Meist aber sind die guten Absichten schon nach wenigen Wochen wieder dahin. Eine Sache aber, die ihr jetzt in die Wege leiten könnt und die das ganze Jahr über hinweg zum Tragen kommt ist, die Sicherheit eurer internetfähigen Geräte zu erhöhen!

2017 haben uns insbesondere Crypto-Trojaner wie Petya oder WannaCry zu schaffen gemacht. Diese Schadprogramme haben ganze Firmennetze angegriffen, wie auch Privat-Rechner. Dabei sperrten sie die Daten aus, bis ein entsprechendes „Lösegeld“ berappt wurde. In der Fachsprache spricht man bei einem solchen Vorgang von DDoS Attacke oder Angriff: ein Distributed-Denial-of-Service. „2017 hat uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich im Internet zu schützen und gewisse Maßnahmen dafür zu ergreifen“, betonte auch Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V. Er fügte hinzu: „Auch für das kommende Jahr gibt es leider keine Entwarnung.“

Abhilfe kann bereits die Installation eines Anti-Virenprogramms schaffen, aber auch Sicherheitskopien gehören zu einer guten Vorsorge. Schließlich können euch etwaige Erpressungsversuche relativ egal sein, wenn ihr eure Daten problemlos wiederherstellen könnt. Die meisten Betriebssysteme bieten bereits ein entsprechende Backup-Programme. Allerdings gibt es weitaus effektivere und benutzerfreundlichere Lösungen, sei es durch eine Festplatte oder ein SSD-Laufwerk oder eine Cloud-basierte Anwendung.

Eine alleinige Datensicherung reicht allerdings nicht für einen umfassenden Schutz aus. Erfreute sich doch auch 2017 das Klauen von Passwörtern unter Cyber-Kriminellen großer Beliebtheit. Dabei werden die Passwörter mittels Schadprogrammen direkt von befallenen Computern und Smartphones kopiert. So erhalten diese Verbrecher Zugang zu eurem Bankaccount oder beispielsweise dem Facebook-Account, wo Sie sich von euren Freunden Geld erschwindeln können. Immer mehr Online-Dienste bieten daher eine besonders sichere Art des Zugangs an, wie es auch beim Email-Dienst Gmail der Fall ist. Wann immer sich hier ein Nutzer von einem neuen Gerät oder einer unbekannten IP-Adresse mit Nutzername und Passwort anmelden möchte, muss er zusätzlich einen Zugangscode eingeben. Dazu ist in der Regel ein Smartphone notwendig. Bei Gmail bekommt man den Code per SMS zugesandt, bei anderen Diensten muss eine spezielle App installiert werden.

Ein ganzer wichtiger Tipp aber ist, verschiedene Passwörter zu benutzen. Prüft eure Online-Konten, löscht die Accounts die ihr nicht mehr benötigt. Bei allen aktiven Logins solltet ihr von Zeit zu Zeit die Passwörter austauschen. Um ein sicherer Passwort herauszufinden, gibt es entsprechende Anwendungen. Dabei wird das Passwort vom Anbieter nicht gespeichert und auch die Anwendung findet auf dem Rechner statt.

Obwohl ein sicheres Passwort der einfachste Schutz vor Cyber-Attacken ist, waren auch 2017 wieder nutzlose Passwörter wie „123456“ besonders beliebt. Einer Untersuchung des Hasso-Plattner-Instituts zufolge, war „123456“ das meist gebrauchte Passwort, gefolgt von „123456789“ und „1234“ auf Rang drei. Besonders oft wurde auch „hallo“ oder auch „passwort“ selbst verwendet. Dem Institut zufolge können die Passwörter von leistungsstarken Rechnern innerhalb kürzester Zeit erraten werden. Experten raten daher zu Kennwörtern mit mehr als 15 Zeichen. Diese sollten Groß- und Kleinbuchstaben ebenso wie Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

Insgesamt ist es wichtig, dass ihr euer Bewusstsein im Hinblick auf Cyber-Security im Internet schärft, sprich die Risiken erkennt und entsprechende Gegenmaßnahmen trefft. Das heißt auch, lieber in Sicherheitslösungen zu investieren, um einem größeren Schaden zu entgehen.

Foto: Unsplash.com