Die Fantastischen Vier: Captain Fantastic in der Warsteiner Music Hall!

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Wir waren in Dortmund. Da sind wir eigentlich nicht so oft. Doch am letzten Wochenende hat sich der Trip in den Ruhpott gleich doppelt gelohnt.

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Dort wurde am Freitag nämlich die Warsteiner Music Hall eröffnet bzw. der Presse erstmalig gezeigt. Eher so durch Zufall wurde ich durch meinen Kollegen Jens darauf aufmerksam. Eine Mail später standen auch wir auf der Liste, da wir eine gemeinsame Bekannte im Umfeld der Band haben. Danke, Nash! Das neue Fanta 4 Album hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gehört, außer halt den sehr gelungenen Track „Zusammen“, den die vier Jungs mit ihrem Kumpel Clueso aufgenommen haben. Perfect Match! Denn Cluesos Stimme passt auf den Song wie keine andere. Wahrscheinlich ist er darum auch so eingängig und gefällt sowohl unserer sechsjährigen Tochter, ihrem 12 Jahre alten Bruder und auch mir, dem Vater der beiden. Und da ich Fanta 4 echt mag, als Konsument und auch als Blogger, hab ich mich gefreut dabei sein können.

Ich bin nur ein paar Jahre jünger als die Vier, war aber schon vor vielen Jahren auf Events wo sie mit anderen Rap-Artists der „Alten Schule“-Zeiten auftgetreten sind. Ich bin „von Kiel nach Biel auf jede Jam gefahren“. Wie das damals so war. Mit 20 Leuten Backstage in irgendeinem Treppenhaus. Mich verbindet mit den Jungs also mehr als nur die Musik, die mich dann quasi meine halbe Jungend und mein komplettes Erwachsensein begleitet hat. Bin ich deshalb Fan? Im klassischen Sinn? Ich denke nicht, weil ich eben all diese Erinnerungen an früher habe und mich eben auch an die Zeit vor ihrer Karriere erinnern kann. Klar, es sind 25+ Jahre vergangen, die Fantas haben in meinen Augen alles richtig gemacht, wurden über den Rap-Tellerrand Stuttgarts hinaus bekannt, mit Alben wie „Vier gewinnt“ oder „Lauschgift“ kommerziell erfolgreich, haben ihrer Community und Musikdeutschland mit Four Music ein Label gegeben, welches seit Jahrzehnten immer überall da involviert ist, wo es gute Musik von spannenden Künstlern zu hören gibt. Klar, dass am Anfang erst einmal „Sellout“ gerufen wurde und es damals viele Kids gab, die den „Spaß-Rap“ der Vier nicht feiern konnten – passte er doch irgendwie so gar nicht auf das Mixtape, zusammen mit Mobb Deep, Kid Frost, Eazy-E, Notorious B.I.G. oder N.W.A.  Mit der Zeit verstummten die Hater aber schnell wieder, in Hamburg wurde irgendwann aus dem Rapper Eißfeldt der großartige Jan Delay und einige Jahre später nahm auch „Gangster-Rapper“ Sido seine Maske ab und wurde Familienvater. Das ist der Lauf der Dinge. Aus Kritik wird irgendwann unweigerlich Anerkennung und oftmals sogar Respekt. Man muss nur lange genug dran bleiben und sich nicht verbiegen.

Die Phoenixhalle wird zur Warsteiner Music Hall und bietet Musikfans zukünftig über 80 Veranstaltungen im Jahr. Gleich das allererste Konzert sollte die Messlatte darum recht weit oben ansetzen. Captain Fantastic kam. Mit den Fantastischen Vier im Gepäck!

Dass Smudo, Michi Beck, Thomas D und And Ypsilon nicht nur gute Musik können – das neue Album Captain Fantastic kam ebenfalls am Freitag in den Handel und schoss direkt auf die Eins – sondern eben auch Labelarbeit und Musikproduktion, Motorsport, TV-Hosting etc. – das ist bekannt. Was mir aber nicht bekannt war, ist die Tatsache, dass die Band und ihr Label beim Umbau der Phoenixhalle, der neuen Warsteiner Music Hall, in Dortmund involviert sind. Fast vier Jahre wurde die wunderschöne und zudem denkmalgeschützte Halle umgebaut, mit neuester Veranstaltungstechnik und einer gelungenen Infrastruktur versehen. 3600 Personen finden dort nun Platz und Warsteiner ist als Partner mit dabei. Mit einem Siebenjahresvertrag u.a. als Namenspartner mit an Bord. Wer jetzt wieder „Sellout“ brüllt, dem sei gesagt, dass die Brauerei in Sachen Musik- Konzert- und Festival-Support ganz weit vorne mitspielt und man in Warstein, unter der Führung der ziemlich coolen Catharina Cramer, echtes und zudem ehrliches Interesse hat, an solch spannenden Kooperationen. Nebeneffekt hier: Die traditionsreiche Brauerei erscheint so auch für jüngere Menschen in einem ganz anderem Licht.

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Zurück zu Captain Fanatastic, dem ganz neuen und mittlerweile 10. Album der Vier. Die Blogrebellen haben den Longplayer bereits als Review online und ihre Meinung ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Besser als ich es könnte. Lest es euch durch. Unterschreibe ich so. Das Album ist neu und frisch, hier und da etwas politischer, etwas kritischer aber eben auch ein langer Blick zurück. Auf 29 Jahre Karriere. Der dicke Pulli, „Sie ist weg“ und auch „Die da“ sind hier ebenso Thema wie „Endzeitstimmung“. Wenn ihr Spotify oder Apple Music Kunden seid, hört es euch an. Oder kauft es direkt bei Amazon z.B.

Das Release-Konzert zur Eröffnung der Warsteiner Music Hall war übrigens eine richtige Freude. Wer dachte, die Herren mittleren Alters haben es nicht mehr drauf, der sollte sich mal unsere Fotos weiter unten anschauen. Vollgas. Zwei Stunden lang. Lange schon war ich auf keinem Konzert mehr, doch der Weg nach Dortmund hat sich mehr als gelohnt. Wer also Tickets für die Captain Fantastic – Tour der Fanatstischen Vier gekauft hat oder noch kaufen möchte – Go for it! Es lohnt sich. Ich hatte dort das erste mal die Chance mit der neuen Kamera zu fotografieren. Aus dem Graben heraus, mit den neuen Objektiven. Spannend war das. Knapp 1400 Fotos kamen so zusammen. Alleine das Sichten dieser Bilder hat zwei Tage gedauert. Das Bearbeiten der letzten 50 noch einmal ein paar Stunden. Darum bin ich mit dem Text hier auch etwas später dran.

Hier nun einige Konzertfotos von letzten Freitag.

 

Ich weiß gerade gar nicht, ob dieser Artikel als Werbung gekennzeichnet werden sollte, da er eigentlich keine bezahlte Kooperation zum Thema hat. Wir wurden eingeladen, nach Dortmund zu kommen. Auf eigene Kosten. Dort haben wir einer erfrischend lustigen Pressekonferenz beigewohnt, lecker Schnittchen gegessen, nette Menschen kennengelernt, Bekannte getroffen, Spaß mit den Fantas gehabt, das erste Mal mit der neuen Kamera fotografiert und ein sehr gutes Konzert erleben dürfen. Ist das jetzt also Werbung? Kein Plan!