Marvel: Ant-Man and The Wasp! Ab Donnerstag im Kino!

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Nach „Infinity Wars“ ist das zweite Abenteuer des Ant-Man eine willkommene Abwechslung vom üblichen Marvel-Universum.

Ant-Man and The Wasp! Ab morgen im Kino!

Erst im Frühjahr 2019 wird offenbart, wie es mit den zu Staub zerfallenen und noch lebenden Superhelden weitergeht. Bis dahin gibt es aber trotzdem Nachschub aus dem Marvel-Kosmos. Am 26. Juli kommt „Ant-Man and the Wasp“ in die deutschen Kinos. Der Streifen spielt in seiner eigenen Zeitschiene und liefert dennoch einen entscheidenden Hinweis auf den vierten Teil der „Avengers“-Reihe. Wenn’s für die Avengers brenzlig wird, muss der Hulk ran, der es mit fast allen aufnehmen kann. Doch schiere Körpermasse ist nicht immer von Vorteil – zumal, wenn sie, wie beim Hulk, mit gewissen Nebenwirkungen behaftet ist. Manchmal ist klein eben besser.Ant-Man ist einer der Außenseiter in diesem Film-Universum, das vorwiegend von der plakativen Zurschaustellung überlegener Technik und Größe lebt. Der Ant-Man lebt von anderen Qualitäten, das hat er mit der Chaos-Truppe der Guardians oder Deadpool gemeinsam. Man kann ihn schon mal übersehen, was ihn aber nicht davon abhält, eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen. In dem eher unauffälligen Anzug steckt der gutmütige Meisterdieb Scott Lang (Paul Rudd), der eher zufällig zu Superhelden-Ehren kommt.

 

Mangelnde Kinotauglichkeit war auch lange ein Hemmnis, mit Ant-Man eine randständige Figur aus dem Marvel-Universums in den „Avengers“-Zyklus zu integrieren. Weder der Superheld selbst noch sein ziviles Alter Ego Scott Lang, im Kino gespielt von Paul Rudd, verfügen über das nötige Charisma, um mit den überlebensgroßen Vorzeigehelden, jeder für sich längst eine eigene Marke, mitzuhalten. Ant-Man kann sich mit Hilfe eines Hightech-Anzugs auf Ameisen- und sogar subatomare Größe schrumpfen und mit Insekten kommunizieren. Lang wiederum, ein Elektroingenieur und Meisterdieb, kämpft in erster Linie um das Sorgerecht für seine Tochter. Bis er vom Ex-Avenger Hank Pym (Michael Douglas) und dessen Tochter Hope (Evangeline Lilly), der „Wespe“, rekrutiert wird.

Wie schon der Vorgänger bezieht auch „Ant-Man and the Wasp“ den Großteil seines Witzes aus dem Spiel mit den wechselnden Größenverhältnissen. Paul Rudds idiotische Eskapaden wecken bei Evangeline Lilly vor allem mütterliche Gefühle. Wenn es ernst wird, muss sie ohnehin für ihn in die Bresche springen. Die Chemie stimmt in „Ant-Man and the Wasp“ deutlich besser als im holprigen ersten Film, der noch sichtlich unter einigen Umbesetzungen auf dem Regiestuhl litt. Man muss Peyton Reed und seinen Autoren Respekt zollen, dass es ihnen gelungen ist, aus dem letztlich limitierten Repertoire an visuellen Gags noch einige wirklich eindrucksvolle und originelle Action-Sequenzen herzuleiten.