Das ferngesteuerte Haus – Die Zukunft im Smart Home

Wenn man sich so manchen alten Film ansieht, der ein Szenario in der Zukunft beschreibt, dann spielen Roboter und ferngesteuerte Mechanismen gerne eine wichtige Rolle.

Was noch vor ein paar Jahrzehnten als utopisch angesehen wurde, ist heute allerdings in vielen Fällen tatsächlich zur Realität geworden.

Wir brauchen keine Kabel und Anschlüsse mehr, um uns miteinander zu vernetzen oder Dinge in Bewegung zu bringen. Während noch in den 80ern die Fernbedienung für das TV Gerät eine absolute Revolution war, so kann man ohne ganz andere Dinge heute nicht mehr leben. Dazu zählt mit Sicherheit auch das Smartphone, das wir ja so gut wie immer bei uns haben. Doch lange schon wird damit nicht mehr nur telefoniert, denn wir können damit inzwischen sogar schon die elektronischen Geräte in unserem Haushalt aus der Ferne steuern.

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Keiner wundert sich mehr, wenn er heute in einer Wohnung einem Roboter Staubsauger oder anderen futuristischen Gegenständen begegnet. Das Konzept des intelligenten Hauses, Smart Home genannt, ist für viele allerdings immer noch etwas, das man sich lieber skeptisch aus der Ferne ansieht und das noch nicht alle für sich selbst realisieren wollen. Es hat natürlich seine Vorteile, wenn das Eigenheim oder die Wohnung so steuerbar ist, dass man sich nie wieder Gedanken darüber machen muss, ob man den Ofen tatsächlich ausgemacht hat oder dass man vergessen hat, die Waschmaschine anzustellen, während man sich schon ganz woanders befindet, doch einen leicht gruseligen Charakter hat die Vorstellung schon, dass alles aus der Ferne zu kontrollieren ist, wenn man es möchte.

Miteinander vernetzen kann man mit einem solchen Smart Home inzwischen eigentlich fast alle Geräte, die man sich nur vorstellen kann. Klingelt der Wecker, springt automatisch die Kaffeemaschine an und noch bevor man nach Hause kommt, wird die Heizung angemacht, damit man nicht in der Kälte sitzen muss. Es gibt da diesen aktuellen Werbespot eines großen Mobilfunkanbieters, bei dem eine geheime Party der Tochter aus dem Restaurant, in dem die Eltern gerade essen, per Smartphone damit gestoppt wird, dass diese einfach den Strom abdrehen und so dafür sorgen, dass die Gäste freiwillig wieder abhauen. Es ist natürlich ein humoristischer Ansatz, doch kann man sich vorstellen, dass das ein Szenario ist, das sich in vielen Haushalten mit pubertierenden Kindern abspielen könnte.

Viele Menschen, die schon in einem Smart Home leben, sind der Meinung, dass vor allem die gesteigerte Sicherheit von Vorteil ist, denn mit Hilfe von Überwachungskameras kann man per Handy immer ein Auge auf die Lage am Haus haben. Andererseits ist es doch aber auch schade, dass somit ein ganzes Stück Privatsphäre verloren geht, oder? Es ist ja so eine dauerhafte Beobachtung, die stattfindet und die beispielsweise verhindert, dass in Zukunft noch spontane Überraschungspartys oder andere Dinge werden stattfinden können.

Doch noch ist es ja nicht soweit, dass alle Häuser entsprechend vernetzt sind. Es bleibt spannend, was die Technologie der Zukunft da noch so alles in petto haben wird. Das smarte Haus ist aber vielleicht auch einfach eine Geschmackssache, die nicht in jedem Fall gut ankommt.


Chef hier. Kind der 70er. Blogs und Content seit Ende der 90er. Viele eigene Projekte und Dienstleister für andere. Immer schon "irgendwas mit Medien". #digitalnative #blogger