BLOOOM Award by Warsteiner – Gewinner-Interview und Aftermovie 2016

Achtung, Kunst! Wie schon in den letzten sechs Jahren wurde auch 2016 der BLOOOM Award by Warsteiner verliehen.

BLOOOM Award by Warsteiner 2016 Interview, VideoDie fachkundige und prominente Jury um Catharina Cramer (Schirmherrin und Geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe), zu der auch Yasha Young (Direktorin und Kuratorin von Urban Nation), Walter Gehlen (Direktor und künstlerischer Leiter der ART.FAIR), Joko G. Winterscheidt und Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant des Kunstmuseum in Bonn, renommierter Kunstkenner und Ausstellungsorganisator in ganz Europa) gehören, hatte wieder eine Menge zu tun, um die Einsendungen der unzähligen Künstlern aus aller Herren Ländern zu sichten und zu bewerten.

Zugelassen waren auch in diesem Jahr wieder nahezu alle künstlerischen Ausdrucksformen. Egal, ob bildende Kunst, Urban Art, Fotografie oder Film.

Der BLOOOM Award ist ein wichtiges Sprungbrett für die teilnehmenden Künstler, das bestätigt sich immer wieder. So sieht man viele der Gewinner heute auf großen internationalen Messen und Biennalen“, so Cramer über die nachhaltige Förderung junger Künstler, welche sich Warsteiner seit Jahren zur Aufgabe gemacht hat.

Am Ende gewann der Düsseldorfer Videokünstler Matthias Danberg Deutschlands größten, offenen Kunstpreis für aufstrebende Künstler aus aller Welt und setzte sich somit gegen 2000 Bewerbungen aus 84 Ländern durch. Glückwunsch!

Das hier ist das offizielle Aftermovie 2016:

Neben der Aufnahme in das exklusive Mentorenprogramm erwarten Matthias auch hochwertige Kunstreisen in die ganze Welt. Außerdem war sein Video, genau wie die Arbeiten des zweiten und dritten Gewinner, sowie die der anderen sieben Finalisten, bis November in einer Sonderausstellung auf der BLOOOM – the converging art show in Köln zu sehen.

Wir hatten das Glück, ein Interview mit Matthias angeboten zu bekommen. Dieses wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Bitte schön:

Kurz und knapp: Worum geht es in Deiner Arbeit „Sculptures“ ?
Die 3D-Animation „Sculptures“ (2015-2016) gibt den Blick in eine menschenleere, vielleicht transhumanistische Welt frei. Die Akteure –jeweils Kombinationen aus Technik und Fragmenten kultureller Errungenschaften- begeben sich dabei in eine Interaktion, von der nicht ganz klar ist, ob es sich dabei um einen Konflikt oder einen Informationsaustausch handelt.

Was hat Dich zur Arbeit inspiriert?
Ich habe immer irgendetwas gezeichnet, gemalt und irgendwann habe ich angefangen, Animationen zu machen. Inspiration als Funke des Beginnens hat da keine Rolle gespielt. Meine Arbeit erwächst eher aus einem Modus Operandi, der immer läuft und manchmal etwas Brauchbares abwirft.

Was bedeutet es für Dich, den BLOOOM Award by WARSTEINER gewonnen zu haben?
Zunächst war es ein schöner Abend als der Award verliehen wurde. Ich habe mit den anderen Nominierten und der Jury einige sehr interessante und spannende Menschen kennenlernen dürfen. Der erfolgte Zuspruch hat meiner Seele gut getan und das Geld meiner Finanzplanung.

Welche neuen Möglichkeiten und Chancen wird der Award Dir eröffnen?
Das wird man wohl erst in einiger Zeit sagen können. Nicht selten kann man in der Nachsicht zwar evaluieren, welche Wege man gelaufen ist und welche Wegmarken wichtig waren. Vorher weiß man nie, was läuft.

An Deiner Gewinnerarbeit „Sculptures“ hast Du mehr als ein Jahr gearbeitet. Ist es normal, dass Du so lange an deinen Kunstwerken arbeitest? Wie sieht der Anfang aus? Ist das Endergebnis oftmals vollkommen anders, als die Idee mit der Du vor 17 Monaten gestartet ist?
Die künstlerische Arbeit ist stetiger Begleiter. Es gibt nicht den einen Punkt, von dem aus die Arbeit an einem neuen Film beginnt oder aufhört. Eine Zeichnung, ein Artikel, ein Bild kann zum Anlass werden, sich gewissen Dingen zu widmen. Dann muss etwas Altes beendet und etwas Neues angefangen werden. Es ergibt sich dabei schnell ein grober Plan, der aus Zeichnungen und Animationsschnipseln besteht, und der nach und nach in eine Form gebracht werden will. Die Filme entwickeln dabei eine innere Logik, der ich einfach folge.

Hat die Arbeit auch eine ganz persönliche Bedeutung für Dich?
Meine Arbeit ist meine Arbeit und damit nicht von mir zu trennen. Dabei geht es vielleicht eher darum, verloren gegangene Schichten meines Weltzugriffes freizulegen. Oder darum, eine gewisse Haltung einzunehmen, die so nur durch Kunst möglich ist. „Persönlich“ im Sinne der direkten Beschäftigung mit biografischen Anekdoten ist meine Arbeit nicht. Das denke ich zumindest…

Wie bist Du Künstler geworden? Was war für Dich der Moment, in dem Du Dich das erste Mal als Künstler identifiziert hast?
Die Selbstidentifikation als Künstler hat mich nie interessiert. Es ist mir sogar ein wenig unangenehm von mir als Künstler zu sprechen. Bei Anlässen spreche ich daher eher davon „Filme zu machen“ oder mich mit „Animationen zu beschäftigen“. Der Begriff des Künstlers ist ambivalent. Er hat etwas Anmaßendes an sich, wenn man sich mit jenen misst, die mit Sicherheit diesen Titel verdient haben, und auf der anderen Seite erscheint er angesichts der unendlich vielen Menschen, die sich Künstler nennen, gegenwärtig etwas leer. Interessanterweise mag ich es aber, wenn ich als Künstler wahrgenommen oder bezeichnet werde.

Was würdest Du machen, wenn Du mit Deiner Kunst nicht erfolgreich wärst?
Was könnte ich noch alles mit meiner Kunst machen, wenn ich noch etwas erfolgreicher wäre?

Mehr über Matthias Danberg, seine Arbeit und über den BLOOOM Award by Warsteiner erfahrt ihr hier  und seine Arbeit erfahrt ihr hier.

Wir sind gespannt, welche tollen Künstler im nächsten Jahr ein Projekt einreichen, wer dann in der Jury sitzen und am Ende gewinnen wird. Ein tolles Event, wie wir finden. Zu selten wird aufstrebenden Künstler eine Bühne geboten. Die Tatsache, dass sich hier Kunstschaffende aus der ganzen Welt beteiligen können, macht den BLOOOM Award by Warsteiner für uns noch ein bisschen interessanter.

Die drei Gewinner:

BLOOOM Award by Warsteiner 2016 Interview, Video

 


Chef hier. Kind der 70er. Blogs und Content seit Ende der 90er. Viele eigene Projekte und Dienstleister für andere. Immer schon "irgendwas mit Medien". #digitalnative #blogger