Letztes Jahr – also 2025 – habe ich hier schon ausführlich über unser Anker Solix Setup geschrieben, welches wir damals installiert hatten.

An Black Friday  2024 gekauft, kam es im darauffolgenden Frühjahr auf unser Dach.

Damals schon sind wir vom klassischen Balkonkraftwerk-Gedanken ein gutes Stück weiter gegangen und haben uns ein System aufgebaut, das schon eher Richtung kleiner Heimspeicher ging. Vier 500-Watt-Paneele auf dem Dach, dazu die Solarbank 2 E1600 Pro mit zusätzlichem 1,6 kWh Speicher. 3,2 kWh: Für unseren Alltag war das schon ein echter Gamechanger. Viel Eigenverbrauch, saubere App-Übersicht, ein gutes Gefühl, wenn Waschmaschine und Trockner tagsüber einfach mit Sonne laufen. Klar, im Frühjahr und im späten Herbst sinkt die Sonne und es gibt nicht mehr so viel abzugreifen – auch weil das Wetter dann auch nicht immer mitspielt. Aber gut. Die Ersparnisse waren zu sehen und wenn man einmal Blut geleckt hat, bleibt es nicht dabei.

Wir haben das System Anfang 2026 noch einmal deutlich erweitert und im Grunde neu gedacht. Auf einer zweiten Dachfläche sind vier weitere 500-Watt-Module dazugekommen. Dieselben, die wir bereits zuvor installiert hatte. Damit stehen jetzt insgesamt acht Solarmodule auf dem Dach – bestmöglich in Richtung Sonne ausgerichtet. Die zusätzliche Fläche bringt nicht nur mehr Leistung, sondern verteilt die Erträge auch besser über den Tag, weil die Ausrichtung etwas anders ist. Gerade morgens und am späten Nachmittag merkt man das.

Der größere Schritt war aber der Tausch der Speicherlösung. Die Solarbank 2 E1600 Pro konnte maximal vier Panels direkt verwalten. Für den Ausbau auf acht Module war das schlicht nicht mehr ideal. Also haben wir sie gegen die neue Anker Solix Solarbank 3 getauscht. Dazu kam ein zusätzlicher 2,7-kWh-Akku, während die vorhandenen 1,6 kWh aus dem bisherigen Setup weiterhin genutzt werden.

 

Anker Solix PV Solaranlage Mini-PV Balkonkraftwerk

 

Unterm Strich stehen wir jetzt bei rund 7 kWh Speicherkapazität und acht 500-Watt-Modulen auf dem Dach. Das ist eine ganz andere Liga als das ursprüngliche Balkonkraftwerk-Setup. An guten Tagen ist der Speicher schnell voll, und wir ziehen abends deutlich länger aus dem eigenen Strom. Selbst an durchwachsenen Tagen merkt man, dass mehr Puffer da ist. Während ich das hier schreibe, am 15.02.2026, scheint bereits seit Stunden die Sonne. Einer der ersten schönen Tage in diesem Jahr. Sie scheint flach, aber sie scheint. Das bedeutet, dass gerade eine Waschmaschine laufen und ein Gaming-PC ihre Arbeit verrichten können – zusätzlich zu den normalen Verbräuchen wie Standby-Betriebe, Kühlschränke und andere Geräte, die immer „am Netz“ sind. Aktuell benötigen wir keinen Strom aus dem Netz, um all diese Geräte mit Strom zu versorgen. Gutes Gefühl.

Da ich mir damals auf diesem Haus keine „echte“ Photovoltaik-Anlage vorstellen konnte – da wir nur ein recht kleines Dach haben – ich aber gerne mehr über all dieses „Solarstrom“-Ding erfahren wollte, startete ich mit meinem ersten Solix-Setup, welches an Black Friday ziemlich günstig war. Dasselbe passierte genau ein Jahr später mit dem Upgrade-System. Die Komponenten, die nach der Installation übrig blieben, konnte ich gut an Privat bei Kleinanzeigen abgeben. So kam noch etwas Geld auf diesem Wege zurück.  Für mich fühlt sich das Alles inzwischen nicht mehr nach Spielerei oder Tech-Experiment an, sondern nach einer durchdachten Energie-Strategie für das eigene Zuhause. Spätestens wenn mein Sohn und sein Gaming-PC ausgezogen sind, werden wir mit dem Strom im Speicher und der Sonne im Team sehr gut zurecht kommen und ordentlich was sparen. Klar, es ist ein Investment. Gut 4000 Euro sind es bisher. Aber der Mix aus Unabhängigkeit, Transparenz in der App und dem Wissen, dass ein großer Teil unseres Stroms vom eigenen Dach kommt, ist schon ziemlich überzeugend. Außerdem ist dieser Betrag, verteilt auf zwei Jahre, sehr viel weniger als uns eine große Photovoltaik-Anlage gekostet hätte.

Ich gebe es zu: Es macht auch einfach Spaß, in der App zu sehen, wie acht Panels gleichzeitig liefern und der Speicher sich füllt. Das wird noch spannend im Laufe des Jahres, wenn das Wetter besser und die Sonne länger und höher stehen wird.

Ich werde an dieser Stelle weiter berichten.

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