Dark Matter ist zurück: Staffel 2 startet bei Apple TV und macht direkt wieder Lust auf Multiversum-Chaos
Falls ihr Dark Matter auf Apple TV gesehen habt, kennt ihr wahrscheinlich dieses Gefühl: Eigentlich ist die Serie ziemlich simpel gestartet und plötzlich sitzt man da und diskutiert darüber, welche Version eines Menschen überhaupt noch die „echte“ ist. Genau dieses Spiel geht jetzt weiter. Staffel 2 ist gestartet und Apple veröffentlicht die neuen Folgen wieder Woche für Woche.

Die erste Staffel basierte auf dem Roman von Blake Crouch und hat die Geschichte rund um Jason Dessen ziemlich konsequent eskalieren lassen. Aus einer klassischen Was-wäre-wenn-Idee wurde irgendwann ein ziemlich emotionales Multiversum-Drama. Staffel 2 setzt genau dort an und versucht gar nicht erst, wieder kleiner zu werden.
Die Serie lebt nicht von Science-Fiction allein
Was Dark Matter für mich besser macht als viele andere Multiversum-Geschichten, ist eigentlich gar nicht die Technik dahinter. Natürlich ist die Box, mit der verschiedene Realitäten betreten werden können, das zentrale Science-Fiction-Element. Aber interessant wird die Serie erst durch die Frage, was passiert, wenn unterschiedliche Versionen derselben Person plötzlich dieselben Menschen lieben, dieselben Erinnerungen haben und trotzdem nicht mehr dieselbe Person sind. Das klingt kompliziert, funktioniert aber erstaunlich gut, weil die Serie das Ganze nicht wie eine Physikvorlesung behandelt. Am Ende geht es um Familie, Entscheidungen und die Frage, ob ein anderes Leben automatisch ein besseres wäre. Staffel 2 hat jetzt die schwierige Aufgabe, diese Idee weiterzuspinnen, ohne einfach nur noch mehr Parallelwelten auf den Bildschirm zu werfen.
Apple bleibt beim Wochenrhythmus
Die neue Staffel umfasst zehn Episoden. Nach dem Auftakt erscheint jeden Freitag eine weitere Folge, das Finale ist für Ende Oktober geplant. Ich mag diesen Rhythmus bei Serien ehrlich gesagt inzwischen wieder ziemlich gern. Netflix hat uns jahrelang darauf trainiert, eine komplette Staffel in zwei Nächten durchzuziehen. Das macht Spaß, aber nach drei Tagen redet oft niemand mehr darüber. Bei Serien wie Dark Matter hilft eine Woche Pause sogar. Man kann Theorien bauen, Details noch einmal durchdenken und sich fragen, welche Version von wem eigentlich gerade wo herumläuft. Gerade bei einer Serie mit so vielen Varianten und Entscheidungen ist das fast angenehmer, als zehn Folgen direkt hintereinander zu verschlingen.
Die Erwartungen sind jetzt deutlich höher
Die erste Staffel hatte den Vorteil, dass viele Zuschauer gar nicht genau wussten, worauf sie sich einlassen. Staffel 2 hat diesen Bonus nicht mehr. Jetzt kennt man das Konzept, man kennt die Figuren und man erwartet, dass die Geschichte wirklich einen Schritt weitergeht. Das ist bei Multiversum-Stoffen immer gefährlich. Irgendwann wird jede Entscheidung beliebig, wenn theoretisch unendlich viele Versionen existieren. Wenn alles möglich ist, verliert manches automatisch an Gewicht. Genau deshalb hoffe ich, dass Staffel 2 den Fokus weiter auf die Figuren legt. Die Serie war immer dann stark, wenn sie nicht mit ihrer eigenen Idee angegeben hat, sondern gezeigt hat, was diese Idee mit Menschen macht.
Apple TV hat sich bei Science-Fiction ziemlich gut aufgestellt
Man kann Apple TV vieles vorwerfen, aber bei hochwertiger Science-Fiction hat der Dienst inzwischen wirklich eine gute Hand. Severance, Silo, Foundation und eben Dark Matter bedienen komplett unterschiedliche Ecken des Genres, wirken aber alle deutlich ambitionierter als typische Streaming-Massenware. Dark Matter ist dabei wahrscheinlich die zugänglichste Variante. Man braucht keine zehn Folgen, um die Welt zu verstehen, und muss auch kein Hardcore-Sci-Fi-Fan sein. Die Grundidee ist sofort nachvollziehbar: Was wäre, wenn du irgendwo falsch abgebogen bist und plötzlich sehen könntest, wie dein Leben mit einer anderen Entscheidung ausgesehen hätte? Das ist so ein Gedanke, den vermutlich jeder schon einmal hatte.
Lohnt sich der Einstieg noch?
Wenn ihr Staffel 1 nicht gesehen habt, würde ich auf keinen Fall direkt mit Staffel 2 anfangen. Das hier ist keine Serie, bei der man sich schnell eine Zusammenfassung durchliest und dann einfach einsteigt. Zu viele Beziehungen und Entscheidungen hängen direkt an den Ereignissen der ersten Staffel. Wer Staffel 1 mochte, dürfte dagegen ziemlich schnell wieder drin sein. Die Serie setzt auf genau die Mischung, die schon vorher funktioniert hat: Thriller, Drama und Science-Fiction, ohne in irgendeiner Ecke komplett zu verschwinden. Ich bin vor allem gespannt, ob Dark Matter es schafft, das Multiversum diesmal noch größer wirken zu lassen und gleichzeitig persönlicher zu bleiben. Genau das wäre eigentlich die perfekte zweite Staffel.
Offizielle Serien- und Bildquelle: https://tv.apple.com/
Erzählt es rum:
- Einen Link per E-Mail an einen Freund senden (Wird in neuem Fenster geöffnet) E-Mail
- Auf LinkedIn teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) LinkedIn
- Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
- Auf Pinterest teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Pinterest
- Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
- Auf Threads teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Threads
- Auf Telegram teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Telegram
- Auf Reddit teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Reddit
- Auf Tumblr teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Tumblr
- Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
