Sonos läuft auf dem Mac jetzt nativ auf Apple Silicon
Sonos hat seiner Mac-App ein Update spendiert, das auf dem Papier ziemlich unspektakulär klingt, für Nutzer moderner Macs aber längst überfällig war: Die Sonos-App für macOS unterstützt Apple Silicon jetzt nativ und ist nicht mehr auf Rosetta angewiesen. Das bestätigt Sonos in den aktuellen Release Notes vom 25. August 2026.
Wer einen Mac mit M1, M2, M3, M4, M5 oder inzwischen M6 nutzt, kennt Rosetta wahrscheinlich eher als unsichtbaren Übersetzer im Hintergrund. Genau dafür ist Apples Kompatibilitätsschicht gedacht: ältere Intel-Programme laufen damit auch auf den neuen ARM-basierten Macs. In vielen Fällen merkt man davon kaum etwas. Trotzdem ist native Software auf Dauer immer die sauberere Lösung.
Sonos zieht bei Apple Silicon endlich nach
Apple hat den ersten M1-Mac bereits Ende 2020 vorgestellt. Seitdem hatten Entwickler ziemlich viel Zeit, ihre Programme auf Apple Silicon umzustellen. Viele große Apps waren entsprechend früh angepasst, andere brauchten länger. Sonos gehörte bei der Desktop-Anwendung eindeutig zur zweiten Gruppe.
Mit dem aktuellen Update ist das Thema nun erledigt. Die Sonos-App läuft direkt auf Apples eigener Prozessorarchitektur. Rosetta muss die Intel-Version also nicht mehr übersetzen. Das spart theoretisch etwas Overhead, reduziert Abhängigkeiten und macht die App zukunftssicherer.
Im Alltag sollte man allerdings keine Wunder erwarten. Wer gehofft hat, dass seine Sonos-Lautsprecher plötzlich doppelt so schnell reagieren, wird vermutlich enttäuscht. Der eigentliche Vorteil liegt eher darin, dass die Software technisch endlich dort angekommen ist, wo aktuelle Macs seit Jahren stehen.

Warum native Apps trotzdem wichtig sind
Rosetta 2 ist beeindruckend gut. Viele Intel-Programme laufen auf Apple-Silicon-Macs so unauffällig, dass Nutzer überhaupt nicht wissen, dass eine Übersetzungsschicht aktiv ist. Genau das ist gleichzeitig der Grund, warum manche Entwickler den Umstieg offenbar nicht besonders dringend fanden.
Langfristig möchte man sich auf so eine Zwischenlösung aber nicht verlassen. Apple hat das ursprüngliche Rosetta nach dem PowerPC-zu-Intel-Wechsel irgendwann ebenfalls eingestellt. Wann dasselbe mit Rosetta 2 passiert, wissen wir nicht. Klar ist nur: Apple wird die Kompatibilitätsschicht nicht für immer pflegen wollen.
Für Sonos ist die native Version deshalb weniger ein spektakuläres neues Feature als notwendige Wartungsarbeit. Und ehrlich gesagt finde ich genau solche Updates ziemlich sympathisch. Nicht jedes Software-Update braucht fünf neue KI-Funktionen, eine komplett neue Oberfläche und drei animierte Menüs. Manchmal reicht es vollkommen, wenn eine App technisch sauberer wird.
Sonos arbeitet weiter an seiner App
Die Sonos-App hat in den vergangenen Jahren bekanntlich eine etwas turbulente Geschichte hinter sich. Der große App-Neustart 2024 sorgte bei vielen Nutzern für Frust, weil Funktionen fehlten oder Systeme nicht zuverlässig reagierten. Seitdem arbeitet Sonos Schritt für Schritt daran, die Software wieder zu stabilisieren und Funktionen zurückzubringen.
Auch 2026 folgen regelmäßig kleinere und größere Verbesserungen. Im August hatte Sonos unter anderem die Live Activity auf iOS wieder stärker integriert, sodass sich die Wiedergabe vom Sperrbildschirm und über die Dynamic Island steuern lässt. Auf dem iPad wurde die Bedienung für größere Displays angepasst.
Dass nun auch die Mac-App modernisiert wird, passt in dieses Bild. Es ist kein Feature, das Sonos auf einer großen Bühne präsentieren muss, aber eines, das zeigt, dass die Desktop-Anwendung nicht einfach vergessen wurde.
Für Nutzer moderner Macs ändert sich vor allem unter der Haube etwas
Wer die Sonos-App regelmäßig am Mac nutzt, muss nichts Besonderes tun. Das Update wird wie gewohnt verteilt. Sonos weist darauf hin, dass neue Versionen und Funktionen über mehrere Tage ausgerollt werden können. Es kann also sein, dass die aktuelle Fassung nicht auf jedem System exakt gleichzeitig auftaucht.
Spannend dürfte das Update vor allem für Nutzer sein, die möglichst wenig Intel-Altlasten auf ihrem Mac haben möchten. Über die Aktivitätsanzeige beziehungsweise Systeminformationen lässt sich bei vielen Apps schnell erkennen, ob sie nativ oder über Rosetta laufen. Sonos sollte dort künftig als Apple-Silicon-Anwendung auftauchen.
Für mich ist das so ein typisches „endlich“-Update. Kein Grund, deswegen einen neuen Sonos-Lautsprecher zu kaufen und auch kein revolutionäres Feature. Aber wenn man heute mehrere Tausend Euro für einen modernen Mac ausgibt, ist es einfach gut, wenn die Programme darauf auch wirklich nativ laufen.
Und vielleicht ist das die angenehmste Art von Update: installieren, nichts neu lernen müssen und wissen, dass im Hintergrund ein Stück alte Technik verschwunden ist.
Offizielle Quelle und Bildquelle: https://support.sonos.com/en/article/release-notes-sonos-app-updates
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