adidas KENTRO im Test: Sportbrille für Gravel & Running

Im Test: Eine Sportbrille für Gravel, Running und den Alltag

Eine Sportbrille muss für uns vor allem eines können: unkompliziert sein und ihr Ding machen. Niemand möchte vor einer längeren Runde, egal ob auf dem Rad oder den Alpen, überlegen, ob die Sonne später noch scheint, ob es durch den Wald geht oder ob sich das Wetter unterwegs komplett verändert. Genau an diesem Punkt setzt die adidas KENTRO SP0123 02Z an. Ihre selbsttönenden Gläser sollen sich automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpassen und damit möglichst viele Situationen mit einer einzigen Brille abdecken. Und das macht sie sehr gut.

adidas KENTRO Sportbrille Test

Wir haben die KENTRO deshalb nicht nur für eine kurze Runde aufgesetzt, sondern sie in ganz unterschiedlichen Situationen ausprobiert: auf dem Gravel Bike, beim Laufen und ganz recht normal beim Spazierengehen mit dem Hund. Sowohl bei 25+ Grad in der Sonne, aber auch in den letzten Tagen, an denen das Wetter nicht mehr so spektakulär war. Gerade diese Mischung zeigt ziemlich schnell, ob eine Sportbrille wirklich vielseitig ist oder eigentlich nur in einer ganz bestimmten Situation funktioniert.

Sehr angenehmer Sitz

Was bereits nach kurzer Zeit auffällt: Die KENTRO sitzt wirklich angenehm. Der Rahmen ist leicht und drückt bei uns weder an der Nase noch hinter den Ohren. Gerade auf dem Gravel Bike ist das – unserer Meinung nach – wichtig, denn eine Brille, die nach 20 Minuten anfängt zu nerven, wird nach einer längeren Tour sicher nicht zur ersten Wahl für das nächste Mal. adidas setzt beim Rahmen auf flexibles TR90-Material sowie gummierte und anpassbare Kontaktpunkte an Nase und auf den Bügeln. Dazu kommen Belüftungsöffnungen, die helfen sollen, das Beschlagen der Gläser zu reduzieren.

In der Praxis gefällt uns vor allem, dass die Brille sicher sitzt, ohne sich dabei besonders fest anzufühlen. Auch auf schlechteren Wegen mit etwas mehr Bewegung bleibt sie da, wo sie hingehört. Beim Laufen ergibt sich ein ähnliches Bild. Kein ständiges Nachschieben, kein unangenehmes Wackeln. Mit diesem Eindruck sind wir übrigens nicht allein. Ein Tester von OUTSIDEstories trug die KENTRO über sechs Wochen beim Trailrunning und Laufen und hebt ebenfalls den stabilen Sitz, das große Sichtfeld und den Komfort auf längeren Strecken hervor. Selbst bei intensiveren Bewegungen musste die Brille dort kaum nachjustiert werden.

Noch etwas extremer fiel der Test bei Engearment aus: Dort wurde die KENTRO bei einem Trailrun im Hochgebirge ausprobiert. Trotz Schweiß, steinigen Passagen und viel Bewegung blieb sie nach Aussage des Testers zuverlässig an ihrem Platz. Besonders die Kombination aus Nasenpad und gummierten Bügelenden wurde positiv hervorgehoben. Auch beim Radfahren gibt es ähnliche Erfahrungen. SportLife beschreibt nach mehreren Trainingseinheiten einen sehr angenehmen Sitz und sicheren Halt. Dort wird allerdings empfohlen, sich vor der ersten längeren Tour ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um die Bügel passend zum eigenen Kopf und zum Helm einzustellen. Das passt ziemlich genau zu unserem Eindruck.

adidas KENTRO Sportbrille Test

Interessanterweise funktioniert sie aber auch beim normalen Spaziergang überraschend gut. Natürlich sieht man ihr an, dass sie aus dem Sportbereich kommt. Sie wirkt aber nicht so extrem, dass man damit ausschließlich auf dem Fahrrad oder im Lauf-Outfit unterwegs sein möchte. „Schnelle Brillen“ sind schon immer ein Fashion- oder Style-Piece gewesen. Egal, ob in den 80ern, 90ern oder auch jetzt in 2026. Ernstgemeinte Brillenmarken wie z.B. Carrera oder Cazal haben nicht umsonst versucht, den sportlichen Style in ihre Kollektionen zu bringen.

Die selbsttönenden Gläser machen den Unterschied

Das eigentliche Highlight unserer Variante sind allerdings die photochromen POWERVIZN™ Gläser. Sie verändern ihre Tönung abhängig von der Umgebungshelligkeit. Laut adidas deckt die Brille die Filterkategorien 1 bis 3 ab und erreicht eine Lichtdurchlässigkeit von 50 bis 10 Prozent. Dieses macht auf dem Gravel Bike besonders viel Sinn. Wer regelmäßig fährt, kennt das Problem: Auf einer freien Straße scheint noch die Sonne, wenige Minuten später geht es durch einen schattigen Waldabschnitt. Mit einer normalen stark getönten Sonnenbrille kann es dort schnell ziemlich dunkel werden. Bei der KENTRO funktioniert der Wechsel erstaunlich unauffällig. Man merkt nicht ständig bewusst, dass sich gerade etwas verändert. Und wahrscheinlich ist genau das das beste Kompliment, das man dem guten Stück machen kann.

Solange die Sonne nicht direkt vor der eigenen Nase steht, funktionieren die selbsttönenden Gläser nach unserem Eindruck sehr gut. Gerade bei wechselnden Bedingungen, leicht bewölktem Himmel oder dem Wechsel zwischen offenen Flächen und Schatten spielt die Brille ihre Stärke aus.

adidas KENTRO Sportbrille Test
Besonders gut auf dem Gravel Bike

Unser liebster Einsatzbereich bleibt deshalb das Fahrrad, egal ob Mountain- oder Gravel Bike. Beim Fahren längerer Strecken ändern sich die Bedingungen teilweise innerhalb weniger Sekunden. Asphalt, Feldwege, Wald, offene Flächen und unterschiedliche Sonnenstände wechseln ständig. Hier hilft die violette Kontrastbasis der Gläser. Sie soll besonders auf grünen und braunen Untergründen für eine bessere Wahrnehmung von Details sorgen. Die gute Erkennbarkeit von Steinen, Spurrillen und wechselnden Untergründen wird nicht nur von uns, sondern auch von professionellen Testern hervorgehoben.

Eine Brille statt drei

Nach unseren ersten Einsätzen liegt genau darin der größte Vorteil der adidas KENTRO. Sie versucht nicht, die extremste Sportbrille für eine ganz bestimmte Disziplin zu sein. Stattdessen ist sie ein ziemlich guter Allrounder. Morgens eine Runde laufen, später mit dem Bike raus und zwischendurch mit derselben Brille eine Runde spazieren gehen? Funktioniert problemlos.

Fairerweise sollte man aber auch sagen, dass die große Form nicht jedem Gesicht gleich gut stehen oder passen wird. Wir hier hatten immer wieder das Problem, dass (auch normale) Brillen viel zu klein wirkten. Wir haben speziell nach einer Brille gesucht, die nicht im Gesicht verschwindet. Dennoch: Ausprobieren schadet hier also nicht.

Die Fotos zu diesem Artikel sind übrigens krankheitsbedingt noch vor einer richtigen Tour mit unserem neuen CUBE Gravel Bike entstanden. Ganz so, wie wir es eigentlich geplant hatten, konnten wir die erste größere gemeinsame Runde also noch nicht umsetzen. Das holen wir aber nach. In den kommenden Tagen und Wochen wird die KENTRO definitiv mit auf weitere Touren und Ausflüge kommen. Denn schon nach den ersten Einsätzen ist klar: Die Brille gehört für uns inzwischen zu den Essentials, die beim Rausgehen einfach mit müssen.

Mit einer UVP von 195 Euro gehört die KENTRO nicht unbedingt zu den günstigen Sportbrillen. Nur fair. Immerhin bekommt ihr hier auch etwas fürs Geld. Nämlich eine angenehm leichte Brille, einen sehr guten Sitz und in der von uns getesteten 02Z vor allem photochrome Gläser, deren Vorteil wir bereits oben mehrfach in den Fokus gerückt haben.

Die KENTRO macht im Alltag letztlich genau das, was eine gute Sportbrille machen sollte: Man setzt sie auf und muss sich danach möglichst wenig mit ihr beschäftigen.

Link: adidas Eyewear

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Transparenzhinweis: Die adidas KENTRO wurde uns von adidas Eyewear für einen Dauertest kostenfrei zur Verfügung gestellt. adidas hatte zu keinem Zeitpunkt Einfluss auf den Inhalt oder die Bewertung in diesem Artikel. Für den Beitrag wurde weder Geld gezahlt noch haben wir eine andere Form der finanziellen oder sonstigen Unterstützung erhalten.

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