HUF x Seiko 5 Sports SRPM09 – Retro-Vibes mit Street-Attitude
Seiko 5 Sports SRPM09 – Seiko trifft auf Keith Hufnagels Brand, huf.
Manchmal bringt eine Uhr genau das mit, was man sich von einem täglichen Begleiter wünscht: Charakter, Geschichte und genug Eigenständigkeit, um nicht im Einheitsbrei unterzugehen. Die Seiko 5 Sports SRPM09 ist genau so ein Modell. Sie ist Teil der beliebten 5-Sports-Reihe von Seiko und entstand in Zusammenarbeit mit HUF – einer Marke, die tief in der Skate- und Street-Kultur verwurzelt ist. Und genau diesen Vibe spürt man auch am Handgelenk.

Design: 70er-Jahre neu gedacht
Die SRPM09 greift ein klassisches Seiko-Design aus den 1970er-Jahren auf und interpretiert es modern. Das Gehäuse misst 39,4 mm – eine Größe, die heute extrem angenehm tragbar ist. Nicht zu groß, nicht zu klein. Einfach stimmig.Das Zifferblatt sticht sofort ins Auge: kräftige Farbgebung, klare Indizes und das HUF-Branding als dezentes, aber selbstbewusstes Detail. Dazu kommt die typische Day-Date-Anzeige bei 3 Uhr – ein Markenzeichen der 5-Sports-Linie. Mit 100 Metern Wasserdichtigkeit ist sie absolut alltagstauglich. Duschen, Schwimmen, Sommerurlaub – alles kein Problem.
Technik: Solide, ehrlich, mechanisch
Im Inneren arbeitet das bewährte Seiko-Kaliber 4R36. Ein Automatikwerk mit:
* ca. 41 Stunden Gangreserve
* Handaufzugsmöglichkeit
* Sekundenstopp zum präzisen Einstellen
* Tag- und Datumsanzeige
Das Werk ist durch den verschraubten Glasboden sichtbar. Kein High-End-Manufakturwerk, sondern ehrliche, robuste Technik, die seit Jahren zuverlässig ihren Dienst tut. Genau das macht den Charme dieser Uhr aus.

Tragegefühl & Alltag
Mit rund 11,6 mm Höhe bleibt die Uhr angenehm flach. Das Edelstahlband wirkt sportlich und solide, lässt sich aber problemlos gegen ein NATO- oder Lederband tauschen, wenn man Lust auf einen anderen Look hat. Gerade durch die Limitierung auf 7.000 Stück weltweit bekommt das Modell zusätzlich einen gewissen Sammler-Charakter, ohne abgehoben zu wirken. Sie bleibt eine Uhr zum Tragen – nicht zum Wegsperren.
Fazit
Die SRPM09 ist keine protzige Statusuhr. Sie ist eine ehrliche, mechanische Sportuhr mit kulturellem Hintergrund. Retro-Design trifft Street-Ästhetik, kombiniert mit solider Seiko-Technik. Wer mechanische Uhren mag, aber keine Lust auf sterile Perfektion hat, findet hier ein Modell mit Seele. Und genau das macht sie interessant.
Die Marke HUF wurde Anfang der 2000er-Jahre von Keith Hufnagel ins Leben gerufen – einem amerikanischen Profi-Skater aus New York, der in den 1980er- und 90er-Jahren zur prägenden Figur in der Skate-Szene wurde. Er war bekannt für seinen urbanen Stil und seine Verbindung aus Skate-Kultur, Hip-Hop und Streetwear, lange bevor diese Mischung weltweite Mode-Trends setzte.

2002 eröffnete Hufnagel in San Francisco den ersten HUF Boutique-Store, in dem er schwer zu findende Sneaker, Skate-Labels und schließlich seine eigenen Produkte anbot. Schnell entwickelte sich daraus eine internationale Marke, die heute als feste Größe im Streetwear-Bereich gilt – mit klaren Designs, urbanem Look und engen Verbindungen zur Skate-Community. HUF steht für Authentizität, Kreativität und einen Lifestyle, der Skate-Culture und Mode verbindet.
Auch wenn Keith Hufnagel 2020 im Alter von 46 Jahren verstarb, lebt sein Einfluss in der Marke weiter: HUF bleibt ein Symbol für echten Street-Style, kreative Kollaborationen und die Verbindung von Subkultur und Fashion, die Hufnagel immer vorgelebt hat.
Weitere informationen:
Seiko
Stone Island „Denim Research“ – die Zukunft des Jeansstoffs
Kaum eine Marke verbindet Tradition und Experimentierfreude so gut wie Stone Island. Mit dem neuen Projekt "Denim Research" geht das Label neue Wege.
Es wagt sich an ein Material, das wie kaum ein anderes für Alltag und Authentizität steht – und interpretiert es komplett neu. Statt nostalgischer Blue Jeans hat Stone Island eine Hightech-Version von Denim entwickelt. Die beweist, dass Forschung und Mode längst keine Gegensätze mehr sind.

Schon als ich mir die ersten Bilder ansah, war mir klar: Mit "Denim Research" will Stone Island kein Comeback alter Jeansklassiker feiern, sondern einen neuen Weg gehen. Es ist eine Mischung aus Materialforschung, Design und Bezug zur Tradition. Die Kollektion für Herbst/Winter 2025 wirkt weniger wie bloße Bekleidung, sondern eher wie ein Experiment in tragbarer Form.
Mir fällt sofort auf, dass Stone Island Stoffe verwendet, die man nicht typischerweise mit Denim in Verbindung bringt. Hier haben wir Polypropylene Denim, David Light Indigo-TC und Micro Corduroy. Die kombinieren wir mit klassischem japanischem Raw Selvedge. Das ist quasi eine Brücke zwischen Avantgarde und Jeansgeschichte. Jedes Teil hat so seine Besonderheiten: Da ist die Robustheit von Selvedge, da ist technische Leichtigkeit und experimentelle Textilbehandlung.
Was den Schnitt angeht, geht man hier sogar über die Hose hinaus. Die Kollektion hat Outerwear, Overshirts und Utility Vests am Start. Hier ist Denim nicht nur Basisstoff, sondern wird auch aktiv für die Gestaltung eingesetzt. Besonders interessant: Neben den klassischen Jeans setzt Stone Island auf "Penta Jeans". Das wirft Fragen auf: Fünf Nähte, fünfte Dimension, modulare Elemente? Es ist noch nicht klar, wie es genau aussehen wird, aber es sieht so aus, als ob man mit dem Standard bald brechen will. Auch die Details zeigen das: Statt des klassischen grünen Badges gibt es ein schwarzes Abzeichen mit blauem Kompasslogo, und als Knöpfe sind Nickel-Stift-Badges dran – subtile Referenzen an Denim-Ikonen.

Der Kontext ist echt spannend, historisch betrachtet: Stone Island hat schon 1984 mit Denim gearbeitet, später kam die eigenständige "Stone Island Denims"-Linie, die ab Herbst/Winter 2001 auf den Markt kam und dann eingestellt wurde. Mit "Denim Research" schließt sich jetzt sozusagen der Kreis – aber nicht, um in der Vergangenheit zu schwelgen, sondern um ganz neu zu denken.
Auch die Preisgestaltung zeigt, worauf hier gesetzt wird: Mit 64.900 bis 154.000 Yen (etwa 440 bis 1.040 US-Dollar) liegt das Ganze klar im Premiumsegment. Über Vorbestellungen im Stone Island Store in Tokio (Aoyama) und einem Pop-Up im Isetan Shinjuku läuft der Einstieg – bis zum 7. Oktober. Ab dem 16. Oktober gibt's die Kollektion dann auch in weiteren Flagship-Stores und im offiziellen Online-Shop. Für Deutschland ist noch kein genauer Termin bekannt, aber bei Drops ist das nicht überraschend. Man kennt es.
Was macht "Denim Research" so interessant?
Es ist ein echter Balanceakt: Stone Island zeigt seine DNA – Materialinnovation, technische Finesse – und übersetzt diese in ein Gewebe, das lange für Tradition stand. Das Spiel zwischen Vertrautem und Unerwartetem, zwischen Ursprung und Zukunft, macht das Projekt echt spannend. Klar, man zahlt nicht nur für Stoff, sondern auch für Idee, Exklusivität und Markenvision. Deshalb ist es interessant zu sehen, wie der Markt reagiert. Werden Sammler zugreifen, Fashion-Kenner oder auch jene, die einfach nur guten, ungewöhnlichen Denim wollen? Wir werden es erleben.


