Nike Mind 001 Triple Black: Endlich kann ich ihn ausprobieren.
Nike Mind 001: Ich habe monatelang auf diesen Schuh gewartet
Es gibt Schuhe, die kauft man spontan. Und dann gibt es Schuhe, auf die man gefühlt ewig wartet. Der Nike Mind 001 gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Nicht, weil ich irgendwie unsicher war oder kein Geld hatte. Nein. Das Teil war, seit dem Nike Event im Frühjahr in Berlin, bei dem die üblichen Verdächtigen bei einer coolen Party mit der roten Version des Schuhs beschenkt wurden, immer ausverkauft. Mindestens einen Drop zwischendurch habe ich auch verpasst. Seit Monaten habe ich jede neue Information zum Mind 001 verfolgt. Als großer Fan der adidas Yeezy Slides war für mich klar: Wenn Nike mit einem komplett neuen Ansatz in dieses Segment einsteigt, muss ich den Schuh unbedingt ausprobieren. Jetzt halte ich endlich den Nike Mind 001 in Triple Black in den Händen und schon nach den ersten Stunden war klar, dass Nike hier nicht einfach nur einen weiteren Slip-on auf den Markt gebracht hat.

Der wohl ungewöhnlichste Nike der letzten Jahre
Nike selbst beschreibt den Mind 001 nicht als klassischen Recovery-Schuh oder Hausschuh. Stattdessen spricht das Unternehmen von einem völlig neuen Konzept, das aus der hauseigenen Nike Mind Science Department entstanden ist. Dort wurde über viele Jahre erforscht, wie sich die Verbindung zwischen Gehirn und Körper durch sensorische Reize verbessern lässt. Das Ergebnis ist eine komplett neue Produktplattform namens Nike Mind. Klingt zunächst ziemlich futuristisch. Tatsächlich steckt hinter dem Mind 001 aber deutlich mehr Entwicklungsarbeit, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
22 bewegliche Elemente unter dem Fuß
Das auffälligste Merkmal des Schuhs sind die 22 beweglichen Schaumstoffelemente in der Sohle. Während man läuft, bewegen sich diese kleinen Elemente unabhängig voneinander und erzeugen einen permanenten Druck auf unterschiedliche Bereiche der Fußsohle. Laut Nike sollen dadurch sensorische Bereiche des Gehirns aktiviert werden, wodurch sich der Träger ruhiger, fokussierter und präsenter fühlen soll. Das Unternehmen spricht dabei von einer wissenschaftlich entwickelten Technologie, die über viele Jahre mit Athleten getestet wurde. Ob man diese Versprechen tatsächlich im Alltag spürt, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Unabhängige wissenschaftliche Nachweise für alle Marketingaussagen hat Nike bislang nur teilweise veröffentlicht, weshalb einige Experten die Aussagen auch kritisch betrachten.
Meine ersten Eindrücke
Ich gebe ehrlich zu: Ich habe den Schuh nicht gekauft, weil ich glaube, dass er mein Gehirn neu programmiert. Ich wollte ihn, weil ich das Konzept spannend finde und weil ich schon seit Jahren ein riesiger Fan der Yeezy Slides bin. Für mich gehören sie bis heute zu den bequemsten Schuhen überhaupt. Genau deshalb war ich unglaublich gespannt, wie sich Nikes Antwort darauf anfühlt. Der erste Eindruck ist überraschend. Der Mind 001 fühlt sich komplett anders an als eine Yeezy Slide. Während die adidas Slides den Fuß einfach extrem weich betten, passiert beim Nike ständig etwas unter der Fußsohle. Man merkt tatsächlich, wie sich die einzelnen Elemente bewegen. Anfangs fühlt sich das ungewohnt an, nach kurzer Zeit aber erstaunlich natürlich. Dazu kommt das leichte Obermaterial mit den vielen kleinen Perforationen, wodurch der Schuh angenehm luftig wirkt. Gerade im Sommer ein echter Pluspunkt.
Triple Black passt einfach zu allem
Ich habe mich bewusst für den Triple Black entschieden. Für mich ist das die mit Abstand schönste Farbvariante. Komplett schwarz, unauffällig und trotzdem futuristisch. Genau so mag ich Sneaker. Der Schuh wirkt fast wie ein Konzeptfahrzeug auf vier Rädern: futuristisch, aber nicht übertrieben. Vor allem aus der Seitenansicht erkennt man sofort, dass der Mind 001 eben kein gewöhnlicher Mule ist. Eher ein Cybertruck-artiger Sneaker.
Nicht nur Hype
Natürlich lebt ein Modell wie dieses auch vom Hype. Die ersten Releases waren schnell vergriffen und entsprechend hoch war das Interesse in der Sneaker-Community. In Foren und auf Reddit wurde intensiv darüber diskutiert, ob der Schuh tatsächlich einen Mehrwert bietet oder ob die Technologie eher Marketing als Revolution ist. Wie so oft liegen die Meinungen weit auseinander. Für mich ist das allerdings gar nicht der entscheidende Punkt.
Mein Fazit
Der Nike Mind 001 ersetzt für mich die Yeezy Slides nicht. Ehrlich gesagt will er das auch gar nicht. Während die Yeezy Slides für mich der perfekte Schuh zum Entspannen sind, fühlt sich der Nike Mind 001 deutlich technischer und experimenteller an. Jeder Schritt vermittelt ein anderes Laufgefühl und genau das macht ihn so interessant. Ich finde es spannend, dass Nike nach Jahrzehnten klassischer Performance-Schuhe den Mut hat, ein komplett neues Konzept auf den Markt zu bringen. Ob sich die Idee langfristig durchsetzt, wird man sehen. ch weiß nur eins: Ich wollte diesen Schuh seit der ersten Vorstellung unbedingt haben. Jetzt steht er endlich bei mir und ich bereue den Kauf keine Sekunde. Nicht, weil ich dadurch plötzlich konzentrierter oder entspannter werde. Sondern weil der Nike Mind 001 genau das ist, was Sneaker für mich ausmacht: ein ungewöhnliches Design, eine spannende Geschichte und der Mut, etwas völlig Neues auszuprobieren.
DFB Away 2026 im Check: Retro, Trefoil und der Hype ums blaue Deutschland-Trikot
DFB Away 2026: Warum das neue blaue Deutschland-Trikot so viel Aufmerksamkeit bekommt
Habt ihr den Wirbel um das neue blaue adidas Away Jersey 2026 des DFB mitbekommen? Das hat mich direkt an das pinke Trikot von 2024 erinnert. Anfangs wurde es von vielen, die unbedingt ihre Meinung dazu abgeben mussten, noch als hässlich und völlig daneben abgestempelt. Am Ende wurde es aber zum absoluten Hype-Produkt und echten Kassenschlager. Selbst meine Tochter, die damals als Zwölfjährige nichts mit Fußball an der Mütze hatte, wollte dieses Trikot von Musiala unbedingt haben. Im Sommer 2024 sah man das pinke Teil überall auf Deutschlands Straßen. Auch vor und nach dem eigentlichen Fußball-Event.
Wie sollte es auch anders sein: Zum Ende der Partnerschaft mit dem DFB liefert adidas noch einmal richtig ab und präsentiert mit dem Away Jersey zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ein optisch wirklich starkes Trikot. Mein Sohn Felix war natürlich sofort Feuer und Flamme und wollte sich das gute Stück nur Tage nach dem Release sichern. Meine Freunde von Solebox waren so nett und haben uns einen fairen Discount eingeräumt, um das Ding schnell hier auf den Tisch zu bekommen.
Jetzt aber noch ein wenig über das pinke und das neue Trikot aus meiner Sicht und nach einer intensiven Recherche.

Das neue blaue DFB-Trikot 2026
Als Adidas und der DFB im März 2026 das neue Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft vorstellten, war sofort klar, dass es sich hierbei nicht um ein reines Pflichtprogramm handelt. Das dunkelblaue Shirt mit hellblauen Akzenten und dem Trefoil-Logo setzt deutlich stärker auf Retro-Fußballästhetik als auf die klassische Nationaltrikot-Routine. Laut DFB wurde das Design von legendären adidas-Momenten, historischen Trainingsoberteilen und sogar alten adidas-Schuhkartons inspiriert. Das Trikot wurde am 20. März 2026 vorgestellt und sollte erstmals im Länderspiel gegen die Schweiz am 27. März 2026 getragen werden.
Genau das ist der erste Grund, warum das Trikot mehr ist als nur ein neues Jersey. Es wirkt nicht wie ein schneller Turnier-Release, sondern wie ein bewusst inszeniertes Stück adidas-Fußballkultur. Das passt auch deshalb, weil ab 2027 nicht mehr Adidas, sondern Nike die deutschen Nationalteams ausrüstet. Der DFB hatte den Wechsel bereits 2024 bestätigt. Damit erhält das blaue Auswärtstrikot automatisch eine zusätzliche Bedeutungsebene: Es ist eines der letzten großen DFB-Trikots aus der langen adidas-Ära.

Der Schockeffekt ist dieses Mal geringer, dafür ist der Archiv-Vibe stärker.
Der vielleicht spannendste Punkt am neuen Shirt ist, dass der Hype diesmal anders funktioniert als bei dem pinken EM-Auswärtstrikot von 2024.
Das Trikot von 2024 sorgte bei seiner Vorstellung für Aufsehen. adidas und die deutschen Fußballmedien beschrieben es damals als bewussten Bruch mit der Tradition: Pink und Lila sollten eine neue Generation von Fans ansprechen und die Vielfalt des Landes widerspiegeln. Genau dieser Ansatz hat das Trikot sofort zur Diskussionsfläche gemacht. Das Trikot für die Saison 2024 war bei seiner Vorstellung ein Aufreger: Adidas und die deutschen Fußballmedien beschrieben es damals als bewussten Bruch mit der Tradition. Mit den Farben Pink und Lila sollte eine neue Generation von Fans angesprochen und die Vielfalt des Landes widergespiegelt werden. Genau dieser Ansatz machte das Trikot zur Diskussionsfläche.
2026 ist die Stimmung eine andere. Das neue blaue Trikot provoziert nicht so offensiv wie sein pinker Vorgänger, fällt aber trotzdem auf, da Deutschland mit diesem Navy-Look erneut nicht den einfachsten Weg geht. In den Berichten zum Release stehen vor allem der Retro-Charakter, die ungewöhnliche Farbwahl und die spürbare 90er-Anmutung im Mittelpunkt. Dazu kommen die hellblauen Muster und die Anleihen an alte Adidas-Verpackungen. Dadurch wirkt das Trikot fast mehr wie ein Lifestyle-Piece als wie ein reines Auswärtsshirt für 90 Minuten Fußball.

Das pinke Trikot von 2024 war erst Meme, dann Bestseller.
Dass man die Wirkung des neuen blauen Trikots automatisch mit dem pinken Trikot von 2024 vergleicht, ist logisch. Das pink-lila EM-Shirt wurde bei seinem Release im März 2024 zunächst belächelt, kritisiert und in den sozialen Medien teilweise komplett zerlegt. Genau daraus entstand jedoch eine Dynamik, die am Ende größer war als die Kritik selbst. Im Juni 2024 berichteten mehrere Medien unter Berufung auf Adidas beziehungsweise AFP, dass das pinke Trikot zum meistverkauften Auswärtstrikot in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft geworden sei und sich zeitweise fast auf dem Niveau des weißen Heimtrikots befunden habe.
Und genau da wird es für 2026 interessant. Erste Berichte zum neuen blauen Trikot sprechen von einer sehr starken Nachfrage. Teilweise ist sogar die Rede davon, dass der Ansturm noch größer sei als bei dem pinken Trikot von 2024. Das ist bemerkenswert, weil dem neuen Trikot der große Kulturkampf-Moment zunächst fehlt. Sein Momentum entsteht vielmehr durch Design, Sammlerwert, Abschiedsstimmung und die Tatsache, dass Fußballtrikots heute längst nicht mehr nur auf dem Platz getragen werden.

Es geht nicht nur um Fußball, sondern auch um Stil.
Wenn man beide Trikots nebeneinanderlegt, kann man viel über die Veränderungen von Nationalmannschafts-Shirts erfahren. Das pinke Trikot von 2024 wollte sichtbar sein. Es war laut, digital, sofort memetauglich und perfekt für eine Zeit, in der Fußballtrikots auf TikTok, Instagram und in Streetwear-Kontexten genauso zirkulieren wie im Stadion. Das blaue Trikot von 2026 wirkt dagegen kontrollierter. Es ist weniger internet-schockierend und mehr archiv-ästhetisch. Es ist weniger ein Statement über maximale Sichtbarkeit als über Herkunft, Marke und Stil. Diese Einordnung ist zwar eine Interpretation, wird aber durch die Designbeschreibung, die medialen Reaktionen und den historischen adidas-Abschied stark gestützt.
Gerade deshalb hat das neue Trikot Potenzial, auf eine andere Art groß zu werden. Nicht unbedingt als das Trikot, über das sich alle erst einmal streiten, sondern als das Trikot, an das man sich in ein paar Jahren als letztes wirklich markantes Adidas-Deutschland-Trikot erinnert. Das Trefoil, die Blaupalette, die 90er-Codes und der Zeitpunkt kurz vor dem Wechsel zu Nike geben dem Release etwas, das über einen normalen Produktdrop hinausgeht.

Warum der Hype real ist
Der Hype um das neue blaue Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft kommt also aus mehreren Richtungen gleichzeitig. Erstens sieht es anders aus als das, was man klassisch mit Deutschland verbindet. Zweitens ist es visuell stark genug, um auch außerhalb des Fußballs zu funktionieren. Drittens ist es als eines der letzten relevanten Adidas-DFB-Trikots automatisch historisch aufgeladen. Und viertens hat das pinke Trikot von 2024 bereits gezeigt, dass kontroverse oder ungewöhnliche Deutschland-Shirts heute nicht mehr scheitern müssen, sondern gerade deshalb zu Verkaufserfolgen werden können.
Am Ende könnte genau das die eigentliche Geschichte sein: 2024 war das Trikot, das erst belächelt und dann gekauft wurde. 2026 könnte das Trikot das sein, das von Anfang an wie ein Sammlerstück behandelt wird. Das pinke Shirt war Hype durch Reibung. Das blaue ist Hype durch Haltung.
Disclaimer: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Solebox. Das Trikot konnten wir zu einem reduzierten Preis erwerben.
HUF x Seiko 5 Sports SRPM09 – Retro-Vibes mit Street-Attitude
Seiko 5 Sports SRPM09 – Seiko trifft auf Keith Hufnagels Brand, huf.
Manchmal bringt eine Uhr genau das mit, was man sich von einem täglichen Begleiter wünscht: Charakter, Geschichte und genug Eigenständigkeit, um nicht im Einheitsbrei unterzugehen. Die Seiko 5 Sports SRPM09 ist genau so ein Modell. Sie ist Teil der beliebten 5-Sports-Reihe von Seiko und entstand in Zusammenarbeit mit HUF – einer Marke, die tief in der Skate- und Street-Kultur verwurzelt ist. Und genau diesen Vibe spürt man auch am Handgelenk.

Design: 70er-Jahre neu gedacht
Die SRPM09 greift ein klassisches Seiko-Design aus den 1970er-Jahren auf und interpretiert es modern. Das Gehäuse misst 39,4 mm – eine Größe, die heute extrem angenehm tragbar ist. Nicht zu groß, nicht zu klein. Einfach stimmig.Das Zifferblatt sticht sofort ins Auge: kräftige Farbgebung, klare Indizes und das HUF-Branding als dezentes, aber selbstbewusstes Detail. Dazu kommt die typische Day-Date-Anzeige bei 3 Uhr – ein Markenzeichen der 5-Sports-Linie. Mit 100 Metern Wasserdichtigkeit ist sie absolut alltagstauglich. Duschen, Schwimmen, Sommerurlaub – alles kein Problem.
Technik: Solide, ehrlich, mechanisch
Im Inneren arbeitet das bewährte Seiko-Kaliber 4R36. Ein Automatikwerk mit:
* ca. 41 Stunden Gangreserve
* Handaufzugsmöglichkeit
* Sekundenstopp zum präzisen Einstellen
* Tag- und Datumsanzeige
Das Werk ist durch den verschraubten Glasboden sichtbar. Kein High-End-Manufakturwerk, sondern ehrliche, robuste Technik, die seit Jahren zuverlässig ihren Dienst tut. Genau das macht den Charme dieser Uhr aus.

Tragegefühl & Alltag
Mit rund 11,6 mm Höhe bleibt die Uhr angenehm flach. Das Edelstahlband wirkt sportlich und solide, lässt sich aber problemlos gegen ein NATO- oder Lederband tauschen, wenn man Lust auf einen anderen Look hat. Gerade durch die Limitierung auf 7.000 Stück weltweit bekommt das Modell zusätzlich einen gewissen Sammler-Charakter, ohne abgehoben zu wirken. Sie bleibt eine Uhr zum Tragen – nicht zum Wegsperren.
Fazit
Die SRPM09 ist keine protzige Statusuhr. Sie ist eine ehrliche, mechanische Sportuhr mit kulturellem Hintergrund. Retro-Design trifft Street-Ästhetik, kombiniert mit solider Seiko-Technik. Wer mechanische Uhren mag, aber keine Lust auf sterile Perfektion hat, findet hier ein Modell mit Seele. Und genau das macht sie interessant.
Die Marke HUF wurde Anfang der 2000er-Jahre von Keith Hufnagel ins Leben gerufen – einem amerikanischen Profi-Skater aus New York, der in den 1980er- und 90er-Jahren zur prägenden Figur in der Skate-Szene wurde. Er war bekannt für seinen urbanen Stil und seine Verbindung aus Skate-Kultur, Hip-Hop und Streetwear, lange bevor diese Mischung weltweite Mode-Trends setzte.

2002 eröffnete Hufnagel in San Francisco den ersten HUF Boutique-Store, in dem er schwer zu findende Sneaker, Skate-Labels und schließlich seine eigenen Produkte anbot. Schnell entwickelte sich daraus eine internationale Marke, die heute als feste Größe im Streetwear-Bereich gilt – mit klaren Designs, urbanem Look und engen Verbindungen zur Skate-Community. HUF steht für Authentizität, Kreativität und einen Lifestyle, der Skate-Culture und Mode verbindet.
Auch wenn Keith Hufnagel 2020 im Alter von 46 Jahren verstarb, lebt sein Einfluss in der Marke weiter: HUF bleibt ein Symbol für echten Street-Style, kreative Kollaborationen und die Verbindung von Subkultur und Fashion, die Hufnagel immer vorgelebt hat.
Weitere informationen:
Seiko
Stone Island „Denim Research“ – die Zukunft des Jeansstoffs
Kaum eine Marke verbindet Tradition und Experimentierfreude so gut wie Stone Island. Mit dem neuen Projekt "Denim Research" geht das Label neue Wege.
Es wagt sich an ein Material, das wie kaum ein anderes für Alltag und Authentizität steht – und interpretiert es komplett neu. Statt nostalgischer Blue Jeans hat Stone Island eine Hightech-Version von Denim entwickelt. Die beweist, dass Forschung und Mode längst keine Gegensätze mehr sind.

Schon als ich mir die ersten Bilder ansah, war mir klar: Mit "Denim Research" will Stone Island kein Comeback alter Jeansklassiker feiern, sondern einen neuen Weg gehen. Es ist eine Mischung aus Materialforschung, Design und Bezug zur Tradition. Die Kollektion für Herbst/Winter 2025 wirkt weniger wie bloße Bekleidung, sondern eher wie ein Experiment in tragbarer Form.
Mir fällt sofort auf, dass Stone Island Stoffe verwendet, die man nicht typischerweise mit Denim in Verbindung bringt. Hier haben wir Polypropylene Denim, David Light Indigo-TC und Micro Corduroy. Die kombinieren wir mit klassischem japanischem Raw Selvedge. Das ist quasi eine Brücke zwischen Avantgarde und Jeansgeschichte. Jedes Teil hat so seine Besonderheiten: Da ist die Robustheit von Selvedge, da ist technische Leichtigkeit und experimentelle Textilbehandlung.
Was den Schnitt angeht, geht man hier sogar über die Hose hinaus. Die Kollektion hat Outerwear, Overshirts und Utility Vests am Start. Hier ist Denim nicht nur Basisstoff, sondern wird auch aktiv für die Gestaltung eingesetzt. Besonders interessant: Neben den klassischen Jeans setzt Stone Island auf "Penta Jeans". Das wirft Fragen auf: Fünf Nähte, fünfte Dimension, modulare Elemente? Es ist noch nicht klar, wie es genau aussehen wird, aber es sieht so aus, als ob man mit dem Standard bald brechen will. Auch die Details zeigen das: Statt des klassischen grünen Badges gibt es ein schwarzes Abzeichen mit blauem Kompasslogo, und als Knöpfe sind Nickel-Stift-Badges dran – subtile Referenzen an Denim-Ikonen.

Der Kontext ist echt spannend, historisch betrachtet: Stone Island hat schon 1984 mit Denim gearbeitet, später kam die eigenständige "Stone Island Denims"-Linie, die ab Herbst/Winter 2001 auf den Markt kam und dann eingestellt wurde. Mit "Denim Research" schließt sich jetzt sozusagen der Kreis – aber nicht, um in der Vergangenheit zu schwelgen, sondern um ganz neu zu denken.
Auch die Preisgestaltung zeigt, worauf hier gesetzt wird: Mit 64.900 bis 154.000 Yen (etwa 440 bis 1.040 US-Dollar) liegt das Ganze klar im Premiumsegment. Über Vorbestellungen im Stone Island Store in Tokio (Aoyama) und einem Pop-Up im Isetan Shinjuku läuft der Einstieg – bis zum 7. Oktober. Ab dem 16. Oktober gibt's die Kollektion dann auch in weiteren Flagship-Stores und im offiziellen Online-Shop. Für Deutschland ist noch kein genauer Termin bekannt, aber bei Drops ist das nicht überraschend. Man kennt es.
Was macht "Denim Research" so interessant?
Es ist ein echter Balanceakt: Stone Island zeigt seine DNA – Materialinnovation, technische Finesse – und übersetzt diese in ein Gewebe, das lange für Tradition stand. Das Spiel zwischen Vertrautem und Unerwartetem, zwischen Ursprung und Zukunft, macht das Projekt echt spannend. Klar, man zahlt nicht nur für Stoff, sondern auch für Idee, Exklusivität und Markenvision. Deshalb ist es interessant zu sehen, wie der Markt reagiert. Werden Sammler zugreifen, Fashion-Kenner oder auch jene, die einfach nur guten, ungewöhnlichen Denim wollen? Wir werden es erleben.



