Dark Matter, Serie, Apple TV

Dark Matter ist zurück: Staffel 2 startet bei Apple TV und macht direkt wieder Lust auf Multiversum-Chaos

Falls ihr Dark Matter auf Apple TV gesehen habt, kennt ihr wahrscheinlich dieses Gefühl: Eigentlich ist die Serie ziemlich simpel gestartet und plötzlich sitzt man da und diskutiert darüber, welche Version eines Menschen überhaupt noch die „echte“ ist. Genau dieses Spiel geht jetzt weiter. Staffel 2 ist gestartet und Apple veröffentlicht die neuen Folgen wieder Woche für Woche.

Dark Matter, Serie, Apple TV

Die erste Staffel basierte auf dem Roman von Blake Crouch und hat die Geschichte rund um Jason Dessen ziemlich konsequent eskalieren lassen. Aus einer klassischen Was-wäre-wenn-Idee wurde irgendwann ein ziemlich emotionales Multiversum-Drama. Staffel 2 setzt genau dort an und versucht gar nicht erst, wieder kleiner zu werden.

Die Serie lebt nicht von Science-Fiction allein

Was Dark Matter für mich besser macht als viele andere Multiversum-Geschichten, ist eigentlich gar nicht die Technik dahinter. Natürlich ist die Box, mit der verschiedene Realitäten betreten werden können, das zentrale Science-Fiction-Element. Aber interessant wird die Serie erst durch die Frage, was passiert, wenn unterschiedliche Versionen derselben Person plötzlich dieselben Menschen lieben, dieselben Erinnerungen haben und trotzdem nicht mehr dieselbe Person sind. Das klingt kompliziert, funktioniert aber erstaunlich gut, weil die Serie das Ganze nicht wie eine Physikvorlesung behandelt. Am Ende geht es um Familie, Entscheidungen und die Frage, ob ein anderes Leben automatisch ein besseres wäre. Staffel 2 hat jetzt die schwierige Aufgabe, diese Idee weiterzuspinnen, ohne einfach nur noch mehr Parallelwelten auf den Bildschirm zu werfen.

Apple bleibt beim Wochenrhythmus

Die neue Staffel umfasst zehn Episoden. Nach dem Auftakt erscheint jeden Freitag eine weitere Folge, das Finale ist für Ende Oktober geplant. Ich mag diesen Rhythmus bei Serien ehrlich gesagt inzwischen wieder ziemlich gern. Netflix hat uns jahrelang darauf trainiert, eine komplette Staffel in zwei Nächten durchzuziehen. Das macht Spaß, aber nach drei Tagen redet oft niemand mehr darüber. Bei Serien wie Dark Matter hilft eine Woche Pause sogar. Man kann Theorien bauen, Details noch einmal durchdenken und sich fragen, welche Version von wem eigentlich gerade wo herumläuft. Gerade bei einer Serie mit so vielen Varianten und Entscheidungen ist das fast angenehmer, als zehn Folgen direkt hintereinander zu verschlingen.

Die Erwartungen sind jetzt deutlich höher

Die erste Staffel hatte den Vorteil, dass viele Zuschauer gar nicht genau wussten, worauf sie sich einlassen. Staffel 2 hat diesen Bonus nicht mehr. Jetzt kennt man das Konzept, man kennt die Figuren und man erwartet, dass die Geschichte wirklich einen Schritt weitergeht. Das ist bei Multiversum-Stoffen immer gefährlich. Irgendwann wird jede Entscheidung beliebig, wenn theoretisch unendlich viele Versionen existieren. Wenn alles möglich ist, verliert manches automatisch an Gewicht. Genau deshalb hoffe ich, dass Staffel 2 den Fokus weiter auf die Figuren legt. Die Serie war immer dann stark, wenn sie nicht mit ihrer eigenen Idee angegeben hat, sondern gezeigt hat, was diese Idee mit Menschen macht.

Apple TV hat sich bei Science-Fiction ziemlich gut aufgestellt

Man kann Apple TV vieles vorwerfen, aber bei hochwertiger Science-Fiction hat der Dienst inzwischen wirklich eine gute Hand. Severance, Silo, Foundation und eben Dark Matter bedienen komplett unterschiedliche Ecken des Genres, wirken aber alle deutlich ambitionierter als typische Streaming-Massenware. Dark Matter ist dabei wahrscheinlich die zugänglichste Variante. Man braucht keine zehn Folgen, um die Welt zu verstehen, und muss auch kein Hardcore-Sci-Fi-Fan sein. Die Grundidee ist sofort nachvollziehbar: Was wäre, wenn du irgendwo falsch abgebogen bist und plötzlich sehen könntest, wie dein Leben mit einer anderen Entscheidung ausgesehen hätte? Das ist so ein Gedanke, den vermutlich jeder schon einmal hatte.

Lohnt sich der Einstieg noch?

Wenn ihr Staffel 1 nicht gesehen habt, würde ich auf keinen Fall direkt mit Staffel 2 anfangen. Das hier ist keine Serie, bei der man sich schnell eine Zusammenfassung durchliest und dann einfach einsteigt. Zu viele Beziehungen und Entscheidungen hängen direkt an den Ereignissen der ersten Staffel. Wer Staffel 1 mochte, dürfte dagegen ziemlich schnell wieder drin sein. Die Serie setzt auf genau die Mischung, die schon vorher funktioniert hat: Thriller, Drama und Science-Fiction, ohne in irgendeiner Ecke komplett zu verschwinden. Ich bin vor allem gespannt, ob Dark Matter es schafft, das Multiversum diesmal noch größer wirken zu lassen und gleichzeitig persönlicher zu bleiben. Genau das wäre eigentlich die perfekte zweite Staffel.

Offizielle Serien- und Bildquelle: https://tv.apple.com/


LANKELEISI KETT-8

Lankeleisi KETT-8: Dieses E-Bike ist halb Citybike, halb SUV und irgendwie ziemlich interessant

Es gibt Fahrräder, bei denen man nach drei Sekunden weiß, in welche Schublade sie gehören. Rennrad? Klar. Gravelbike? Ebenfalls. Beim Lankeleisi KETT-8 ist das deutlich schwieriger. Das Ding sieht aus, als hätte jemand ein bequemes Citybike, ein SUV-E-Bike und ein kleines Alltags-Lastentier zusammengeworfen und anschließend gesagt: passt schon, bauen wir so.

LANKELEISI KETT-8Genau das macht es aber interessant. Das KETT-8 richtet sich nicht an Leute, die ihr Rad nach möglichst wenig Gewicht auswählen oder jedes Gramm am Flaschenhalter diskutieren. Es will komfortabel sein, robust wirken und im Alltag möglichst viele Situationen abdecken.

Bequem statt sportlich

Der tiefe Einstieg, der Gepäckträger und die entspannte Sitzposition schreien ziemlich eindeutig Alltag. Gleichzeitig stehen da breite 26-Zoll-Reifen, Vollfederung und eine deutlich massivere Bauweise, als man sie von einem typischen Citybike kennt. Dadurch wirkt das KETT-8 fast wie ein kleines SUV auf zwei Rädern. Das ist natürlich kein Zufall. Viele E-Bike-Käufer wollen heute eben nicht mehr nur ein klassisches Trekkingrad, sondern ein Rad, das bequem über schlechte Radwege rollt, Kopfsteinpflaster wegsteckt und auch mal einen Feldweg mitnimmt, ohne direkt nach Abenteuerurlaub auszusehen. Genau dort setzt das KETT-8 an. Es will nicht besonders elegant oder minimalistisch sein. Es will funktionieren.

Warum solche Räder gerade so gut funktionieren

Ich glaube, der Erfolg solcher Modelle hat viel damit zu tun, dass E-Bikes inzwischen nicht mehr nur als Sportgerät oder Seniorenrad gesehen werden. Für viele Menschen ersetzt ein E-Bike inzwischen kurze Autofahrten. Einkaufen, zur Arbeit, Freunde besuchen, kleine Touren am Wochenende – genau dafür braucht man nicht zwangsläufig ein ultraleichtes High-End-Bike. Ein stabiler Gepäckträger, breite Reifen, Federung und ein Motor sind im Alltag oft mehr wert als ein paar Kilo weniger Gewicht. Gerade wenn man nicht jedes Schlagloch umfahren möchte, merkt man schnell, warum komfortorientierte E-Bikes so beliebt sind. Natürlich hat die massive Bauweise auch Nachteile. So ein Rad trägt man nicht mal eben entspannt in den dritten Stock. Wer oft Zug fährt oder sein Bike regelmäßig auf einen Fahrradträger hebt, wird sich über jedes zusätzliche Kilo ärgern. Aber wer es überwiegend fährt und nicht trägt, sieht die Sache wahrscheinlich entspannter.

Kein Bike für Puristen

Das KETT-8 ist ganz klar kein Fahrrad für Menschen, die Radfahren möglichst puristisch sehen. Es ist groß, schwer und technisch ziemlich vollgepackt. Genau das könnte für andere Nutzer aber der Reiz sein. Die Kombination aus tiefem Einstieg und robuster Optik wirkt ein bisschen ungewöhnlich, ist im Alltag aber ziemlich logisch. Ein tiefer Rahmen macht Auf- und Absteigen leichter, während breite Reifen und Federung für Komfort sorgen. Wer Taschen, Einkäufe oder anderes Zeug transportiert, dürfte den Gepäckträger ebenfalls schnell zu schätzen wissen. Ich finde solche Konzepte inzwischen ehrlicherweise spannender als den hundertsten Versuch, ein E-Bike möglichst futuristisch aussehen zu lassen. Ein Fahrrad darf ruhig einfach praktisch sein.

Der eigentliche Punkt ist Vielseitigkeit

Man sollte das KETT-8 nicht mit einem echten Mountainbike verwechseln. Breite Reifen und Federung machen aus einem Alltagsrad noch lange kein Trail-Bike. Aber das ist auch gar nicht der Anspruch. Die Stärke liegt eher darin, dass man nicht ständig darüber nachdenken muss, ob der Weg jetzt noch zum Rad passt. Asphalt, schlechter Radweg, Schotter, Feldweg – genau diese Mischung begegnet vielen Menschen im Alltag sowieso ständig. Und da wirkt das KETT-8 ziemlich schlüssig. Es versucht gar nicht erst, in einer Disziplin perfekt zu sein, sondern möchte möglichst viele Dinge ordentlich können.

Für mich ist das am Ende auch die spannendste Seite an dem Rad. Es ist kein E-Bike, das man wegen einer einzelnen technischen Zahl kauft. Es ist eher so ein Modell, bei dem man nach ein paar Tagen merkt, dass man es ständig nimmt, weil es bequem und unkompliziert ist. Genau das ist bei einem Alltagsrad wahrscheinlich wichtiger als irgendein Datenblatt-Rekord.

Offizielle Produkt- und Bildquelle: https://lankeleisi.com/


GTA 6 Grand Theft Auto VI Netflix

GTA 6 auf Netflix: 26 Minuten Vice City und viel Atmosphäre

Rockstar hat geliefert. Nicht mit einem klassischen Fünf-Minuten-Gameplay-Trailer, sondern mit einem 26 Minuten langen „Extended Look“ zu GTA 6, der am 27. August zuerst exklusiv auf Netflix lief.

Das Interessante ist aber gar nicht nur, wie viel Rockstar gezeigt hat, sondern wie bewusst wenig erklärt wurde. Es gab keine Sprecherstimme, die uns jedes neue Feature verkauft. Keine eingeblendeten Entwickler-Statements. Keine lange Liste mit Mechaniken. Stattdessen bekam man eine Art atmosphärischen Rundgang durch Vice City und die Welt von GTA 6 – komplett mit In-Game-Material, aufgenommen auf einer normalen PlayStation 5. Und genau dieser letzte Punkt sorgt bei vielen Fans gerade fast für noch mehr Begeisterung als das eigentliche Gameplay.

 

GTA 6 Grand Theft Auto VI Netflix

Alles lief auf einer normalen PS5

Rockstar beziehungsweise Netflix bestätigten, dass das gesamte gezeigte Material direkt aus der PS5-Version stammt. Nicht aus einer High-End-PC-Fassung, nicht aus irgendeinem Render-Setup und auch nicht von einer PS5 Pro. Genau deshalb war die Reaktion vieler Zuschauer so deutlich: Wenn GTA 6 auf einer normalen PS5 tatsächlich so aussieht, ist das technisch ziemlich beeindruckend. Vor allem Beleuchtung, Animationen, Verkehr, Menschenmengen und die allgemeine Dichte der Welt fallen sofort auf. Vice City wirkt nicht wie eine hübsche Kulisse, die nur dann lebt, wenn eine Mission startet. Überall passiert etwas. Leute stehen herum, reden miteinander, treiben Sport, fahren Boot oder verschwinden irgendwo im Nachtleben. Fahrzeuge wirken schwerer und detaillierter, Innenräume dichter und die Beleuchtung ist teilweise fast absurd gut. Natürlich sollte man nicht vergessen, dass Rockstar hier 26 Minuten Material ausgewählt und geschnitten hat, das das Spiel möglichst gut aussehen lässt. Trotzdem: Dass all das auf einer Standard-PS5 läuft, ist ein starkes Statement.

Was gab es konkret zu sehen?

Das Special beginnt relativ ruhig. Jason und Lucia bewegen sich durch ein Apartmentgebäude beziehungsweise ein ziemlich heruntergekommenes Umfeld auf der Suche nach einem Kontakt. Schon hier sieht man kleinere Interaktionen, etwa dass Jason einen Hund streicheln kann oder an Türen klopft. Danach wird es schnell typischer GTA. Es gibt einen Drogendeal, der nicht ganz nach Plan läuft, Schießereien mit Polizei, Fluchtsequenzen, Autodiebstähle und Verfolgungsjagden. Jason hängt während einer Flucht aus einem fahrenden Auto und feuert auf Polizeifahrzeuge. An anderer Stelle sieht man Deckungssystem, Rollen und schnelle Bewegungen zwischen einzelnen Positionen.

Interessant ist auch, dass das Fahndungssystem offenbar wieder bis zu sechs Sterne reicht. GTA 5 hatte maximal fünf. Das klingt nach einer Kleinigkeit, dürfte aber viele Fans freuen, weil sechs Sterne in früheren Teilen für maximale Eskalation standen. Dazu kamen viele ruhigere Szenen. Jason spielt Basketball, Lucia trainiert, es wird geschwommen, getaucht, Kajak gefahren, Airboat gefahren und Fallschirm gesprungen. Man sieht Nachtclubs, Straßenrennen, verschiedene Outfits und deutlich mehr Alltag als in einem typischen Action-Trailer. Genau dadurch entsteht der Eindruck, dass Rockstar diesmal noch stärker darauf setzt, die Welt zwischen den Missionen interessant zu machen.

Lucia und Jason funktionieren überraschend gut zusammen

Ein großer Teil des Specials konzentriert sich auf die beiden Hauptfiguren Lucia Caminos und Jason Duval. Rockstar hatte ihre Beziehung schon in früheren Trailern angedeutet, jetzt bekommt man deutlich mehr davon zu sehen. Es gibt Szenen, in denen die beiden gemeinsam unterwegs sind, sich schreiben und offenbar auch in unterschiedlichen Missionen und Lebenssituationen landen. Besonders interessant: Das Wechseln zwischen den beiden Figuren ist sichtbar im Interface integriert. In einer Szene springt Lucia mit dem Fallschirm von einem Hochhaus, danach erscheint eine R1-Einblendung zum Wechsel auf Jason.

Das erinnert natürlich an GTA 5 mit Michael, Franklin und Trevor. Hier wirkt es aber deutlich persönlicher, weil die beiden Figuren als Paar beziehungsweise als sehr eng verbundenes Duo angelegt sind. Ob Rockstar diese Beziehung emotional wirklich tragen kann, wird am Ende entscheidend sein. Technisch kann das Spiel noch so spektakulär aussehen – GTA 6 wird langfristig auch daran gemessen werden, ob Jason und Lucia als Figuren funktionieren.

Die Welt könnte das eigentliche Highlight werden

Was nach 26 Minuten am stärksten hängen bleibt, ist für mich gar nicht eine bestimmte Mission oder ein einzelnes neues Feature. Es ist die Welt selbst. Vice City sieht nicht einfach nur größer aus. Es wirkt dichter. Autos, Menschen, Geschäfte, Boote, Clubs, Strände, Rennstrecken, Apartments, Nebenaktivitäten – alles wirkt so, als wolle Rockstar den Spieler ständig mit kleinen Ablenkungen beschäftigen.

Genau das passt zu einigen der Reaktionen nach dem Special. Viele Zuschauer sprechen weniger über neue Gameplay-Systeme und mehr darüber, wie lebendig die Stadt wirkt. Ein Redakteur von Tom's Guide fasste es sinngemäß so zusammen: Die Atmosphäre springt direkt aus dem Bildschirm, und es wirkt, als gäbe es zwischen Missionen deutlich mehr zu tun. Auch die Fahrzeugkultur fällt auf. Rockstar zeigt Tuning, Straßenrennen, verschiedene Fahrzeugtypen und Szenen, die fast wie ein eigener kleiner „GTA trifft Forza“-Bereich wirken. Für eine Serie, bei der Autos schon immer zentral waren, scheint GTA 6 dieses Thema noch stärker auszubauen.

Die Reaktionen: Begeisterung, aber nicht nur

Die Stimmung nach dem Netflix-Special ist insgesamt sehr positiv. GameStar fasste die ersten Reaktionen ziemlich treffend zusammen: Viele Leute können kaum glauben, wie gut das Spiel aussieht – vor allem mit Blick auf die Standard-PS5 als Plattform. Im Netz tauchten Kommentare auf, die den Extended Look als eines der beeindruckendsten Gaming-Reveals überhaupt bezeichneten. Andere schreiben sinngemäß, sie würden nach Release wahrscheinlich monatelang nichts anderes spielen. Aber es gibt auch Kritik. Einige Zuschauer erwarteten nach der langen Wartezeit einen klassischeren Gameplay-Deep-Dive mit klar erklärten Systemen. Also etwa: Wie funktioniert das Inventar genau? Wie frei sind Missionen? Wie komplex ist die Polizei-KI? Welche Rollenspiel-Elemente gibt es? Wie stark unterscheiden sich Jason und Lucia spielerisch? Davon zeigte Rockstar nur kleine Ausschnitte. Esquire kritisiert genau diesen Punkt: Optisch sei das Material beeindruckend, spielerisch sehe man aber vor allem bekannte GTA-Bausteine – Fahren, Schießen, offene Welt, Minispiele. Wer auf die große Revolution gehofft hatte, bekam noch keine eindeutige Antwort.

Auch einige Fans fanden das gezeigte Movement stellenweise relativ langsam oder etwas steif. Jason bewegt sich in manchen Szenen sehr schwerfällig. Andere kritisierten seine Stimme beziehungsweise Charakterisierung als eher flach. Das ist nach 26 Minuten natürlich schwer endgültig zu beurteilen, zeigt aber, dass nicht jeder komplett im Hype versinkt.

Vielleicht war genau das Rockstars Plan

Rockstar hätte problemlos jede neue Mechanik erklären können. Stattdessen zeigt das Studio gerade genug, damit Fans monatelang jedes einzelne Bild analysieren können. Das ist wahrscheinlich Absicht. GTA 6 braucht keine klassische Marketing-Präsentation mehr. Jeder kleine Ausschnitt wird ohnehin zerlegt, vergrößert und auf Reddit, TikTok, YouTube und X hundertfach diskutiert.

Ein Interface-Icon reicht, um zehn Theorien zum Inventarsystem zu starten. Eine kurze Szene auf einer Rennstrecke wird sofort als Hinweis auf ein komplettes Motorsport-System interpretiert. Rockstar muss nicht alles sagen. Das Internet erledigt den Rest freiwillig. Insofern war der Netflix-Deal ziemlich clever. Das Special fühlte sich eher wie eine exklusive TV-Premiere an als wie ein normaler Games-Trailer. Für Netflix bringt es Aufmerksamkeit von einem Publikum, das vielleicht gar nicht wegen Serien oder Filmen eingeschaltet hätte. Für Rockstar macht es aus einem Gameplay-Video ein Event.

Mein Eindruck: 26 Minuten und trotzdem fühlt es sich nach zu wenig an

Das Verrückte an diesem Special ist eigentlich: Rockstar zeigt uns fast eine halbe Stunde GTA 6 – und danach hat man trotzdem das Gefühl, kaum etwas gesehen zu haben. Das meine ich positiv. Die Welt wirkt riesig, die Details sind teilweise absurd und fast jede Szene wirft neue Fragen auf. Gleichzeitig verstehe ich die Leute, die sich mehr echtes, ungeschnittenes Gameplay gewünscht hätten. Ein paar Minuten am Stück, in denen jemand einfach eine Mission spielt, fährt, aussteigt, improvisiert und mit der Welt interagiert, hätten wahrscheinlich noch besser gezeigt, wie GTA 6 sich wirklich anfühlt. Aber vielleicht kommt genau das noch.

GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Eine PC-Version ist weiterhin nicht offiziell terminiert. Bis dahin dürfte Rockstar noch genug Material zurückhalten, um den Hype weiter hochzuhalten. Und nach diesem Netflix-Special ist klar: Die Erwartungen sind nicht kleiner geworden. Eher das Gegenteil.

Offizielle Spiel- und Bildquelle: https://www.rockstargames.com/VI
Extended Look / offizieller Rockstar-Kanal: https://www.youtube.com/@RockstarGames


GeForce Now Apple Mac

GeForce NOW wird auf dem Mac immer mehr zur echten Gaming-Alternative

Gaming auf dem Mac bleibt ein merkwürdiges Thema. Apple baut extrem leistungsfähige Chips, trotzdem erscheinen viele große Spiele weiterhin ausschließlich für Windows und Konsolen. Cloud Gaming umgeht genau dieses Problem.

Nvidia baut GeForce NOW weiter aus

Nvidia erweitert GeForce NOW um mehrere Funktionen, von denen auch Mac-Nutzer profitieren. Besonders interessant ist die kommende Unterstützung für Valves neuen Steam Controller. Das Gamepad soll zunächst mit Steam Deck und Steam Machine funktionieren und anschließend auch unter macOS und Windows direkt unterstützt werden.

GeForce Now Apple Mac

Der Mac braucht dadurch weniger native Spiele

Das Grundprinzip bleibt gleich: Das Spiel läuft nicht auf dem eigenen Mac, sondern auf leistungsfähiger Nvidia-Hardware im Rechenzentrum. Der Mac bekommt den Videostream und schickt Controller-Eingaben zurück. Mit einer schnellen Internetverbindung funktioniert das inzwischen erstaunlich gut.

Darin liegt eine gewisse Ironie. Apple versucht Entwickler davon zu überzeugen, Spiele nativ auf macOS zu bringen. Gleichzeitig werden Cloud-Dienste so gut, dass viele Nutzer darauf irgendwann gar nicht mehr angewiesen sind.

Meine Einschätzung

Ich sehe Cloud Gaming inzwischen deutlich positiver als noch vor ein paar Jahren. Für Gelegenheitsspieler ist es eigentlich perfekt: kein Gaming-PC, keine riesigen Downloads und trotzdem aktuelle Titel. Für kompetitive Spiele würde ich weiterhin lokale Hardware bevorzugen. Für ein paar Stunden Singleplayer auf dem MacBook finde ich GeForce NOW inzwischen aber ziemlich überzeugend.

Fazit

Nvidia baut GeForce NOW weiter aus und macht den Mac damit indirekt zu einer immer besseren Gaming-Plattform. Nicht weil plötzlich jedes Spiel für macOS erscheint, sondern weil das Betriebssystem für die eigentliche Berechnung zunehmend egal wird.


Apple Mac mini M6

Mac mini bestellt? Apple schenkt manchen Kunden einfach den M6

Lange Lieferzeiten nerven normalerweise. Bei einigen Mac-mini-Käufern verwandelt sich die Wartezeit gerade allerdings in einen ziemlich guten Deal. Apple stellt offenbar offene Bestellungen des bisherigen Mac mini teilweise automatisch auf die neue Generation um.

Neuer Mac zum alten Preis

Wer einen M4 bestellt hatte, bekommt dadurch einen M6. Aus einem M4 Pro wird ein M5 Pro. Einen Aufpreis verlangt Apple dafür nicht. Besonders interessant ist das wegen der kräftigen Preiserhöhung der neuen Generation: Der neue Mac mini mit M6 startet offiziell bei 1.049 Euro, die M5-Pro-Version bei 1.999 Euro. Apple informiert betroffene Kunden per E-Mail. Technisch gibt es ebenfalls einiges dazu: mehr CPU- und Grafikleistung sowie WLAN 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gigabit-Ethernet.


Apple Mac mini M6
Quelle:Apple

Das Geschenk kann einen Haken haben

Bei manchen Käufern verkürzt sich durch das Upgrade sogar die Lieferzeit. Andere berichten vom Gegenteil. Dort verschiebt sich der erwartete Termin durch den Wechsel auf die neue Generation um mehrere Wochen. Eine Möglichkeit, das automatische Upgrade abzulehnen, scheint Apple teilweise nicht anzubieten.

Meine Einschätzung

Wenn ich einen M4 bestellt hätte und plötzlich ohne Aufpreis einen M6 bekomme, würde ich mich definitiv nicht beschweren. Leider ist meine letzte Bestellung des M4 Mac mini. einfach schon zu lange gerade. Gerade weil Apple den Einstiegspreis auf über 1.000 Euro angehoben hat, ist das für manche Käufer ein richtig gutes Upgrade.

Fazit

Wer noch auf einen bestellten M4-Mac-mini wartet, sollte einen Blick ins Postfach und in den Apple-Bestellstatus werfen. Mit etwas Glück steht dort inzwischen ein deutlich neuerer und teurerer Rechner, ohne dass Apple einen Cent mehr verlangt.


Photoshop Adobe

Photoshop bekommt Markup: Adobe lässt uns KI-Edits jetzt einfach ins Bild zeichnen

Adobe baut Photoshop weiter um KI-Funktionen aus, aber diesmal geht es nicht nur um noch mehr Generieren per Textprompt. Mit dem neuen „Markup“ bekommt Photoshop eine Funktion, die eigentlich erstaunlich naheliegend ist: Statt der KI umständlich in Worten zu erklären, was genau im Bild verändert werden soll, kann man einfach direkt hineinzeichnen.

Photoshop Adobe

Ein Pfeil hier, eine grobe Skizze dort, ein markierter Bereich für eine neue Farbe – und Photoshop versucht anschließend, diese visuellen Hinweise zusammen mit dem Prompt zu verstehen. Gerade wer schon einmal zehnmal versucht hat, einer generativen Bildfunktion zu erklären, dass bitte wirklich nur das eine Objekt verändert werden soll, dürfte ziemlich schnell verstehen, warum das interessant ist.

Markup macht Prompts konkreter

Textprompts funktionieren gut, solange die Aufgabe eindeutig ist. „Mach den Himmel dramatischer“ versteht eine KI meistens problemlos. Schwieriger wird es, wenn mehrere ähnliche Objekte im Bild sind oder eine Änderung an einer ganz bestimmten Stelle passieren soll.

Mit Markup kann man genau dort ansetzen. Adobe nennt Beispiele wie Bereiche markieren, die umgefärbt werden sollen, Pfeile zeichnen, um Positionen vorzugeben, oder grobe Formen ins Bild malen, die anschließend durch neue Elemente ersetzt werden.

Das erinnert ein bisschen daran, wie man einem Kollegen eine Bildkorrektur erklären würde. Statt fünf Sätze zu schreiben, malt man schnell einen Kreis und sagt: „Hier bitte ändern.“ Für generative Bildbearbeitung ist das vermutlich eine der sinnvollsten Arten, KI weniger zufällig wirken zu lassen.

Instruct Edit mit Masken schützt den Rest des Bildes

Parallel dazu führt Adobe „Instruct Edit with Masks“ ein. Hier geht es darum, Änderungen per Prompt innerhalb einer definierten Maske vorzunehmen, während nicht markierte Bereiche unberührt bleiben sollen.

Das klingt banal, löst aber ein echtes Problem generativer Bildbearbeitung. Wer nur eine Mütze auf einem Kopf ergänzen möchte, will nicht plötzlich ein leicht anderes Gesicht, veränderte Logos oder neue Details im Hintergrund bekommen.

Adobe verspricht, dass Firefly Image 5 den gesamten Bildkontext berücksichtigt, aber die Bearbeitung trotzdem auf den ausgewählten Bereich beschränkt. Wenn das zuverlässig funktioniert, dürfte das für professionelle Workflows deutlich wichtiger sein als spektakuläre Komplett-Generierungen.

Gerade in Marketing, Produktfotografie oder Social Media muss ein Ergebnis schließlich nicht nur hübsch aussehen. Logos, Produkte, Gesichter und Markenfarben müssen exakt bleiben.

Der AI Assisted Editor wird eine eigene Arbeitsfläche

Adobe geht noch einen Schritt weiter und führt einen „AI Assisted Editor“ als Beta ein. Dabei handelt es sich um eine alternative Oberfläche innerhalb von Photoshop, die stärker auf natürliche Sprache und generative Werkzeuge ausgelegt ist.

Dort lassen sich Funktionen wie Hintergrund entfernen, Generative Expand, Generative Fill, Upscaling und verschiedene Bearbeitungen über Prompts anstoßen. Auch AI Markup gehört dazu.

Wichtig ist: Der klassische Photoshop-Workflow verschwindet dadurch nicht. Wer weiterhin mit Ebenen, Masken, Auswahlwerkzeugen und dem normalen Pro Editor arbeiten möchte, kann das tun. Adobe stellt die KI-Oberfläche eher als zusätzliche Option daneben.

Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich wichtig. Photoshop ist mächtig, weil man unglaublich präzise arbeiten kann. Wenn Adobe daraus einfach nur einen großen Prompt-Kasten machen würde, wäre das für viele Nutzer eher ein Rückschritt.

Auch der klassische Editor bekommt Prompt to Edit

Wer nicht in den neuen AI Assisted Editor wechseln möchte, bekommt „Prompt to Edit“ direkt in der Contextual Task Bar des normalen Editors. Damit lassen sich komplette Bildänderungen per natürlicher Sprache anstoßen.

Die Ergebnisse landen als generative Ebenen im Ebenenstapel. Das ist ein kleines Detail, aber ein gutes. Änderungen bleiben dadurch nachvollziehbar und zerstören nicht einfach das Originalbild.

Photoshop bleibt also zumindest in der Theorie das, was es immer war: ein nicht-destruktiver Werkzeugkasten. Die KI ist eine neue Ebene darin und nicht zwangsläufig der Ersatz für alles andere.

Neue Lichtkorrektur und Adobe Stock direkt in Photoshop

Neben den KI-Funktionen gibt es auch klassischere Neuerungen. Eine neue Light Adjustment Layer bringt unter anderem Belichtung, Kontrast, Highlights, Schatten, Weiß und Schwarz als nicht-destruktive Einstellungsebene direkt in den Photoshop-Workflow.

Wer häufig zwischen Photoshop und Camera Raw springt, dürfte das begrüßen. Außerdem integriert Adobe den Stock-Katalog stärker direkt in Photoshop. Laut Adobe stehen dort mehr als 900 Millionen Assets zur Suche und Vorschau bereit, ohne dass man ständig zwischen Browser und Anwendung wechseln muss.

Dynamic Text wird ebenfalls erweitert und kann sich künftig an eigene Formen und Pfade anpassen. Für Layouts, Poster und Social-Design ist das eine dieser kleinen Funktionen, die im Alltag schnell mehr Zeit sparen können als irgendeine große KI-Demo.

KI wird in Photoshop langsam zum normalen Werkzeug

Was mir an diesem Update gefällt: Adobe scheint langsam wegzukommen von der Phase, in der KI vor allem über beeindruckende „Schau mal, ich habe einen Elefanten in die Straße generiert“-Demos verkauft wurde.

Markup, Masken und generative Ebenen sind weniger spektakulär, aber viel näher an echter Arbeit. Es geht darum, schneller zu dem Ergebnis zu kommen, das man ohnehin im Kopf hat.

Genau dort wird KI in Kreativsoftware meiner Meinung nach wirklich nützlich. Nicht wenn sie die komplette Gestaltung übernimmt, sondern wenn sie lästige Zwischenschritte reduziert.

Natürlich bleibt die Qualität entscheidend. Wenn Markup nur in jeder zweiten Situation versteht, was gemeint ist, landet man wieder beim klassischen Freistellen und Maskieren. Aber die Richtung stimmt.

Für mich ist Markup wahrscheinlich die spannendste Neuerung des Pakets. Eine KI nicht nur mit Worten, sondern direkt visuell anweisen zu können, fühlt sich bei einem Programm wie Photoshop einfach logisch an.

Offizielle Presse- und Bildquelle: https://blog.adobe.com/en/publish/2026/08/27/new-photoshop-innovations-bring-you-more-choice-control-at-every-stage-of-your-creative-process


Plaud One: Diese KI-Earbuds wollen Gespräche nicht nur aufnehmen, sondern direkt verstehen

Plaud packt seine KI jetzt ins Ohr. Mit den Plaud One Explorer Edition bringt das Unternehmen neue Earbuds auf den Markt, die deutlich mehr können sollen als Musik abspielen und telefonieren. Die Idee: Gespräche aufnehmen, transkribieren, zusammenfassen und anschließend mit KI weiterverarbeiten – direkt aus einer Form, die sowieso längst selbstverständlich im Alltag angekommen ist.

Plaud kennt man bisher vor allem durch kleine KI-Recorder wie den Plaud Note. Mit den neuen Earbuds geht die Firma jetzt einen ziemlich logischen Schritt weiter. Statt noch ein zusätzliches Gerät in die Tasche zu stecken, soll die Aufnahmefunktion direkt in etwas landen, das viele Menschen ohnehin jeden Tag tragen.

Earbuds, Recorder und KI-Assistent in einem

Die Plaud One Explorer Edition besteht aus zwei Ohrhörern und einem ungewöhnlich gut ausgestatteten Ladecase. Jeder Earbud besitzt mehrere Mikrofone und kann Gespräche aus kurzer Distanz aufnehmen. Das Case selbst bringt ebenfalls Mikrofone mit und soll Gespräche aus mehreren Metern Entfernung erfassen können.

Interessant wird das Ganze vor allem deshalb, weil man die Earbuds nicht zwingend tragen muss. Für ein Meeting kann man beispielsweise einfach das Case auf den Tisch legen und darüber aufnehmen. Genau das macht das System flexibler als klassische Kopfhörer.

Plaud gibt für die Earbuds bis zu sechs Stunden kontinuierliche Aufnahmezeit an. Das Case soll deutlich länger durchhalten und insgesamt bis zu 36 Stunden Wiedergabe ermöglichen. Aufgeladen wird per USB-C.

4G direkt im Case

Der auffälligste Unterschied zu normalen Bluetooth-Earbuds sitzt im Case: Es besitzt eine eigene 4G-LTE-Verbindung mit eSIM. Dadurch kann Plaud One bestimmte Funktionen nutzen, ohne dauerhaft mit einem Smartphone oder WLAN verbunden zu sein.

Das ist ziemlich clever. Wer unterwegs eine Idee festhält oder ein Gespräch aufnimmt, ist nicht zwingend darauf angewiesen, dass das Smartphone gerade verbunden ist. Gerade für berufliche Nutzer, Journalisten, Vertrieb, Beratung oder Menschen, die viele Meetings haben, könnte das spannend sein.

Plaud positioniert das Produkt auch genau in diese Richtung. Es geht weniger um einen Lifestyle-Kopfhörer und mehr um ein tragbares Arbeitswerkzeug.

Die KI macht aus Audio direkt verwertbare Inhalte

Wie bei den bisherigen Plaud-Produkten liegt der eigentliche Mehrwert nicht nur in der Aufnahme. Plaud Intelligence übernimmt Transkription und Zusammenfassung und soll Informationen aus Gesprächen strukturieren.

Aus einem Meeting können so beispielsweise Aufgaben, Zusammenfassungen oder Notizen entstehen. Plaud bewirbt außerdem sogenannte Agent-Funktionen, über die aus Gesprächen weitere Aktionen angestoßen werden sollen.

Genau hier wird der Ansatz interessant. Ein normaler Recorder speichert eine Audiodatei. Plaud möchte, dass nach dem Gespräch möglichst wenig Nacharbeit übrig bleibt.

Wer schon einmal eine Stunde Meeting aufgenommen und danach versucht hat, aus der Datei die drei wirklich wichtigen Punkte herauszusuchen, versteht ziemlich schnell, warum solche Funktionen attraktiv sind.

Auch als normale Earbuds brauchbar

Plaud One ist trotzdem kein reines Aufnahmegerät. Die Earbuds unterstützen aktive Geräuschunterdrückung mit bis zu 40 dB, einen Transparenzmodus und LDAC für höherwertige Audioübertragung. Verbaut sind 12-mm-Treiber.

Mit ausgeschaltetem ANC sollen bis zu sechs Stunden Wiedergabe möglich sein, mit aktivierter Geräuschunterdrückung etwa viereinhalb Stunden. Multipoint und Apple Find My sollen ebenfalls unterstützt werden, wobei einige Funktionen laut Plaud erst mit späteren Firmware-Updates aktiviert werden.

Das Design erinnert bewusst eher an klassische Half-in-Ear-Kopfhörer als an ein typisches KI-Gadget. Genau das dürfte Absicht sein. Ein Gerät, das den ganzen Tag genutzt werden soll, darf nicht jedes Mal aussehen wie ein Prototyp aus einem Forschungslabor.

249,90 Euro und zunächst nur 2.000 Stück

Die Explorer Edition kostet in Deutschland 249,90 Euro. Laut Plaud ist die erste Serie weltweit auf 2.000 Einheiten begrenzt. Der Verkauf läuft als Vorbestellung beziehungsweise Wartelistenmodell, je nach Verfügbarkeit.

Im Lieferumfang ist ein Starter-Plan für Plaud Intelligence enthalten. Darüber hinaus verkauft Plaud kostenpflichtige Abos für zusätzliche beziehungsweise unbegrenzte Transkriptionsminuten. Das sollte man beim Preis unbedingt mitdenken.

Das eigentliche Geschäftsmodell ist also nicht nur Hardware. Wie bei vielen KI-Produkten hängt langfristig ein Teil des Nutzens an einem Software-Abo.

Datenschutz bleibt das große Thema

So praktisch die Idee ist, sie bringt natürlich auch Fragen mit sich. Earbuds, die jederzeit Gespräche aufnehmen können, sind datenschutzrechtlich deutlich sensibler als normale Kopfhörer.

In Deutschland darf man Gespräche nicht einfach heimlich mitschneiden. Wer Plaud One nutzt, muss also sehr bewusst damit umgehen und Beteiligte informieren. Das ist kein kleines Detail, sondern wahrscheinlich die wichtigste Regel rund um das Gerät.

Technisch kann Plaud noch so viele Sicherheitsstandards nennen: Die Verantwortung dafür, wann aufgenommen wird, bleibt am Ende beim Nutzer.

KI-Hardware wird endlich etwas konkreter

Viele sogenannte AI-Gadgets der letzten Jahre fühlten sich wie Lösungen auf der Suche nach einem Problem an. Plaud geht einen etwas anderen Weg. Aufzeichnen, transkribieren und Meetings zusammenfassen ist ein klarer Anwendungsfall, den Menschen schon heute nutzen.

Die Earbuds machen daraus einfach eine bequemere Form.

Ich finde das deutlich interessanter als den nächsten KI-Anhänger, den man sich extra um den Hals hängen soll. Kopfhörer tragen wir sowieso. Wenn die Software wirklich zuverlässig arbeitet, könnte genau das der entscheidende Unterschied sein.

Ob ich dafür dauerhaft ein weiteres Abo bezahlen möchte, ist eine andere Frage. Aber als Produktidee wirkt Plaud One erstaunlich schlüssig.

Offizielle Produkt- und Bildquelle: https://de.plaud.ai/products/plaud-one


Sonos App Apple

Sonos läuft auf dem Mac jetzt nativ auf Apple Silicon

Sonos hat seiner Mac-App ein Update spendiert, das auf dem Papier ziemlich unspektakulär klingt, für Nutzer moderner Macs aber längst überfällig war: Die Sonos-App für macOS unterstützt Apple Silicon jetzt nativ und ist nicht mehr auf Rosetta angewiesen. Das bestätigt Sonos in den aktuellen Release Notes vom 25. August 2026.

Wer einen Mac mit M1, M2, M3, M4, M5 oder inzwischen M6 nutzt, kennt Rosetta wahrscheinlich eher als unsichtbaren Übersetzer im Hintergrund. Genau dafür ist Apples Kompatibilitätsschicht gedacht: ältere Intel-Programme laufen damit auch auf den neuen ARM-basierten Macs. In vielen Fällen merkt man davon kaum etwas. Trotzdem ist native Software auf Dauer immer die sauberere Lösung.

Sonos zieht bei Apple Silicon endlich nach

Apple hat den ersten M1-Mac bereits Ende 2020 vorgestellt. Seitdem hatten Entwickler ziemlich viel Zeit, ihre Programme auf Apple Silicon umzustellen. Viele große Apps waren entsprechend früh angepasst, andere brauchten länger. Sonos gehörte bei der Desktop-Anwendung eindeutig zur zweiten Gruppe.

Mit dem aktuellen Update ist das Thema nun erledigt. Die Sonos-App läuft direkt auf Apples eigener Prozessorarchitektur. Rosetta muss die Intel-Version also nicht mehr übersetzen. Das spart theoretisch etwas Overhead, reduziert Abhängigkeiten und macht die App zukunftssicherer.

Im Alltag sollte man allerdings keine Wunder erwarten. Wer gehofft hat, dass seine Sonos-Lautsprecher plötzlich doppelt so schnell reagieren, wird vermutlich enttäuscht. Der eigentliche Vorteil liegt eher darin, dass die Software technisch endlich dort angekommen ist, wo aktuelle Macs seit Jahren stehen.

Sonos App Apple
Warum native Apps trotzdem wichtig sind

Rosetta 2 ist beeindruckend gut. Viele Intel-Programme laufen auf Apple-Silicon-Macs so unauffällig, dass Nutzer überhaupt nicht wissen, dass eine Übersetzungsschicht aktiv ist. Genau das ist gleichzeitig der Grund, warum manche Entwickler den Umstieg offenbar nicht besonders dringend fanden.

Langfristig möchte man sich auf so eine Zwischenlösung aber nicht verlassen. Apple hat das ursprüngliche Rosetta nach dem PowerPC-zu-Intel-Wechsel irgendwann ebenfalls eingestellt. Wann dasselbe mit Rosetta 2 passiert, wissen wir nicht. Klar ist nur: Apple wird die Kompatibilitätsschicht nicht für immer pflegen wollen.

Für Sonos ist die native Version deshalb weniger ein spektakuläres neues Feature als notwendige Wartungsarbeit. Und ehrlich gesagt finde ich genau solche Updates ziemlich sympathisch. Nicht jedes Software-Update braucht fünf neue KI-Funktionen, eine komplett neue Oberfläche und drei animierte Menüs. Manchmal reicht es vollkommen, wenn eine App technisch sauberer wird.

Sonos arbeitet weiter an seiner App

Die Sonos-App hat in den vergangenen Jahren bekanntlich eine etwas turbulente Geschichte hinter sich. Der große App-Neustart 2024 sorgte bei vielen Nutzern für Frust, weil Funktionen fehlten oder Systeme nicht zuverlässig reagierten. Seitdem arbeitet Sonos Schritt für Schritt daran, die Software wieder zu stabilisieren und Funktionen zurückzubringen.

Auch 2026 folgen regelmäßig kleinere und größere Verbesserungen. Im August hatte Sonos unter anderem die Live Activity auf iOS wieder stärker integriert, sodass sich die Wiedergabe vom Sperrbildschirm und über die Dynamic Island steuern lässt. Auf dem iPad wurde die Bedienung für größere Displays angepasst.

Dass nun auch die Mac-App modernisiert wird, passt in dieses Bild. Es ist kein Feature, das Sonos auf einer großen Bühne präsentieren muss, aber eines, das zeigt, dass die Desktop-Anwendung nicht einfach vergessen wurde.

Für Nutzer moderner Macs ändert sich vor allem unter der Haube etwas

Wer die Sonos-App regelmäßig am Mac nutzt, muss nichts Besonderes tun. Das Update wird wie gewohnt verteilt. Sonos weist darauf hin, dass neue Versionen und Funktionen über mehrere Tage ausgerollt werden können. Es kann also sein, dass die aktuelle Fassung nicht auf jedem System exakt gleichzeitig auftaucht.

Spannend dürfte das Update vor allem für Nutzer sein, die möglichst wenig Intel-Altlasten auf ihrem Mac haben möchten. Über die Aktivitätsanzeige beziehungsweise Systeminformationen lässt sich bei vielen Apps schnell erkennen, ob sie nativ oder über Rosetta laufen. Sonos sollte dort künftig als Apple-Silicon-Anwendung auftauchen.

Für mich ist das so ein typisches „endlich“-Update. Kein Grund, deswegen einen neuen Sonos-Lautsprecher zu kaufen und auch kein revolutionäres Feature. Aber wenn man heute mehrere Tausend Euro für einen modernen Mac ausgibt, ist es einfach gut, wenn die Programme darauf auch wirklich nativ laufen.

Und vielleicht ist das die angenehmste Art von Update: installieren, nichts neu lernen müssen und wissen, dass im Hintergrund ein Stück alte Technik verschwunden ist.

Offizielle Quelle und Bildquelle: https://support.sonos.com/en/article/release-notes-sonos-app-updates


TERREX FREEHIKER SL GORE-TEX

adidas Terrex Freehiker SL Gore-Tex: Wanderschuh? Think again!

Es gibt Schuhe, die kauft man, weil man gerade welche braucht. Und dann gibt es Modelle, bei denen man schon beim ersten Bild weiß: Den will ich haben.

Beim adidas TERREX FREEHIKER SL GORE-TEX war es bei mir ziemlich eindeutig die zweite Kategorie. Ich habe ihn heute gekauft – und zwar nicht, weil plötzlich eine Alpenüberquerung ansteht, sondern weil TERREX für mich schon lange mehr ist als nur die Outdoor-Abteilung von adidas.

Meine Begeisterung für die Linie begann mit dem Skychaser GTX. Seitdem finde ich spannend, wie adidas technische Wanderschuhe entwickelt, die auf dem Trail funktionieren, aber auch im Alltag nicht wie klassische Hiking-Boots wirken.

Vom Skychaser zum FREEHIKER SL

Der Skychaser war für mich damals der Einstieg in die TERREX-Welt: stabil, wetterfest, griffig und deutlich dynamischer als viele traditionelle Wanderschuhe. Der FREEHIKER SL führt diese Idee in eine noch alltagstauglichere Richtung weiter.

Das „SL“ passt dabei ziemlich gut zum Charakter des Schuhs. Er wirkt schlanker und weniger massiv als andere Modelle aus der Freehiker-Familie. Trotzdem sieht er nicht aus wie ein normaler Sneaker, dem adidas nachträglich eine Outdoor-Sohle verpasst hat. Die technischen Details sind klar erkennbar, ohne das Design zu überladen.

Gerade die weiße Version trifft für mich den richtigen Punkt zwischen Outdoor und Streetwear. Sie wirkt modern und technisch, lässt sich aber problemlos zu Jeans, Cargo oder einer weiteren Stoffhose tragen. Mehr muss man über die Farbe eigentlich gar nicht sagen – der Schuh funktioniert am Fuß.

TERREX FREEHIKER SL GORE-TEX

Ein Wanderschuh mit Sneaker-Gefühl

Das Interessante am FREEHIKER SL ist der Spagat zwischen Komfort und Funktion. adidas positioniert ihn sowohl für Wanderwege als auch für längere Strecken in der Stadt. Genau das merkt man beim ersten Anziehen.

Die DREAMSTRIKE-Zwischensohle fühlt sich angenehm weich an, bietet aber genug Stabilität, damit der Schuh nicht schwammig wirkt. Das ist wichtig, denn reine Weichheit ist auf unebenem Untergrund kein Vorteil. Der Fuß braucht Halt und die Dämpfung muss kontrolliert bleiben.

Mein erster Eindruck ist deshalb ziemlich eindeutig: Der FREEHIKER SL ist unglaublich bequem. Nicht nur bequem für einen Wanderschuh, sondern grundsätzlich komfortabel. Die Dämpfung nimmt Härte aus jedem Schritt, während der Fuß trotzdem sicher im Schuh sitzt. Gerade an langen Tagen ist das eine echte Wohltat für die Füße.

Die Technik ist sinnvoll gewählt

Beim Obermaterial setzt adidas auf Textil, je nach Ausführung ergänzt um widerstandsfähiges Ripstop und synthetische Verstärkungen. Dazu kommt eine Schnellschnürung, mit der sich der Schuh zügig und gleichmäßig fixieren lässt.

Die GORE-TEX-Membran schützt vor Nässe. Das ist nicht nur beim Wandern praktisch, sondern vor allem dann, wenn man den Schuh im Herbst und Winter täglich trägt. Regen, nasse Wege oder eine Pfütze verlieren damit einen großen Teil ihres Schreckens.

Unter dem Schuh sitzt eine Continental-Gummiaußensohle. Sie gehört für mich seit Jahren zu den überzeugendsten Argumenten für TERREX. Das Profil bietet deutlich mehr Reserven als eine normale Sneaker-Sohle und sorgt auf wechselndem Untergrund für zuverlässigen Grip.

adidas gibt für die aktuelle deutsche Herrenvariante ein Gewicht von 335 Gramm und eine Sprengung von 10 Millimetern an. Das ist leicht genug, damit der FREEHIKER SL im Alltag nicht unnötig schwer wirkt, und zugleich solide genug für einen Schuh mit echtem Outdoor-Anspruch.

Genau der richtige Spagat

Der FREEHIKER SL ist kein Lifestyle-Sneaker, der nur nach Outdoor aussieht. GORE-TEX, Continental-Sohle, DREAMSTRIKE-Dämpfung und das funktionale Obermaterial ergeben ein Paket, das auch abseits der Stadt ernst genommen werden kann.

Gleichzeitig muss man mit ihm nicht so aussehen, als wäre man auf dem Weg zum Eiger. Er passt zu einem normalen Alltags-Outfit und bietet dabei mehr Schutz, Halt und Traktion als die meisten klassischen Sneaker.

Genau diese Mischung macht TERREX für mich so interessant. Die Funktion ist nicht bloß Dekoration, bestimmt aber auch nicht komplett den Look.

Mein erster Eindruck

Ich habe den FREEHIKER SL GORE-TEX heute erst gekauft. Deshalb wäre es Quatsch, jetzt schon einen Langzeittest daraus zu machen. Über Haltbarkeit, Verhalten auf längeren Touren und Komfort nach vielen Kilometern kann ich erst später seriös urteilen.

Der erste Eindruck überzeugt mich aber. Der Schuh sitzt stabil, lässt sich mit der Schnellschnürung unkompliziert anpassen und fühlt sich vom ersten Schritt an bemerkenswert komfortabel an. Vor allem die Kombination aus weicher Dämpfung und sicherem Stand gefällt mir.

Für mich wirkt der FREEHIKER SL weniger wie ein klassischer Wanderschuh und mehr wie ein sehr bequemer, wetterfester Sneaker mit ernst zu nehmender Outdoor-Technik. Genau deshalb dürfte er bei mir wahrscheinlich deutlich mehr Zeit in der Stadt als auf dem Wanderweg verbringen.

TERREX bleibt für mich eine der spannendsten adidas-Linien

Seit meinem ersten Skychaser GTX hat sich bei TERREX einiges verändert. Die Modelle sind modischer und vielseitiger geworden, ohne ihre eigentliche Funktion zu verlieren.

Der FREEHIKER SL GORE-TEX ist dafür ein gutes Beispiel. Er versucht nicht, der extremste Wanderschuh im Sortiment zu sein. Stattdessen konzentriert er sich auf das, was viele Menschen tatsächlich brauchen: Komfort, Wetterschutz, Grip und ein Design, das auch im Alltag funktioniert.

Ob er meinen alten Skychaser irgendwann als persönlichen TERREX-Favoriten ablöst, muss sich noch zeigen. Beim Tragekomfort hat er sich auf Anhieb ziemlich weit nach vorne geschoben.


Samsung Galaxy S26 E

Samsung Galaxy S26 FE: Viel S26, weniger Flagship - und 50 Dollar teurer

Samsung hat das Galaxy S26 FE offiziell vorgestellt. Die FE-Reihe ist seit Jahren so etwas wie Samsungs Mittelweg für alle, die möglichst viel Galaxy-S-Feeling wollen, aber nicht den vollen Flagship-Preis bezahlen möchten. Beim neuen S26 FE bleibt dieses Prinzip erhalten, nur wird der Abstand nach oben langsam etwas komplizierter. In den USA startet das Smartphone bei 699,99 Dollar und damit rund 50 Dollar über dem Vorgänger. Dafür gibt es ein 6,7-Zoll-Display mit 120 Hz, einen Exynos-2500-Prozessor, eine Dreifachkamera, 4.900 mAh Akku und direkt Android 17 mit One UI 9.

6,7 Zoll und 120 Hz

Das Display misst 6,7 Zoll, löst in FHD+ auf und arbeitet mit bis zu 120 Hz. Samsung gibt eine maximale Helligkeit von 1.900 Nits an. Das ist ordentlich, auch wenn aktuelle Topmodelle inzwischen noch deutlich höhere Spitzenwerte erreichen.

Genau hier zeigt sich das typische FE-Konzept. Samsung spart nicht an den Dingen, die man im Alltag sofort bemerkt. Ein großes, schnelles OLED-Display gehört dazu. Bei Prozessor, Kameras und einigen Details liegt das Gerät dagegen unterhalb der regulären S26-Modelle.

Im Inneren steckt Samsungs Exynos 2500. Dazu kommen mindestens 8 GB RAM. Bei den Speichergrößen sind je nach Markt 128 und 256 GB vorgesehen, in Europa soll zusätzlich eine Variante mit 512 GB angeboten werden.

Drei Kameras und mehr Software-Tricks

Auf der Rückseite sitzt eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung. Ergänzt wird sie von einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einem 8-Megapixel-Tele mit dreifachem optischen Zoom. Digital geht es bis 30-fach. Auf dem Papier klingt das nicht nach einer Revolution. Samsung versucht deshalb, vor allem über Software Mehrwert zu schaffen. Die ProVisual Engine aus den Galaxy-S-Modellen kommt erstmals auch in einem FE-Gerät zum Einsatz. Dazu gibt es Funktionen wie Horizon Lock für stabilere Videos, FanCam und diverse KI-Werkzeuge zur Bildbearbeitung.

Galaxy AI spielt erwartungsgemäß ebenfalls eine große Rolle. Samsung integriert unter anderem Googles Gemini-Funktionen und bewirbt Features zum Bearbeiten, Suchen und Organisieren von Inhalten. Das ist inzwischen fast schon Pflichtprogramm bei neuen Android-Smartphones.

Samsung Galaxy S26 E
Quelle: Samsung

4.900 mAh und schnelleres Laden

Der Akku besitzt eine Kapazität von 4.900 mAh. Kabelgebunden lädt das S26 FE mit bis zu 45 Watt. Laut Samsung sollen damit ungefähr 69 Prozent in 30 Minuten möglich sein. Kabellos sind 15 Watt drin. Das Gerät ist außerdem nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Damit fehlen im Alltag zumindest keine der typischen Komfortfunktionen, die man von einem Smartphone dieser Preisklasse erwartet.

Das eigentliche Problem ist der Preis

Spannend wird es bei 699,99 Dollar. Die FE-Serie war ursprünglich besonders attraktiv, weil sie viele Flagship-Funktionen deutlich günstiger angeboten hat. Je näher sich der Preis aber an reguläre Premium-Smartphones heranschiebt, desto schwieriger wird die Rechnung. Vor allem ältere Topmodelle werden schnell zum Konkurrenten. Ein Galaxy S25 oder ein anderes Premium-Smartphone aus dem Vorjahr kann im Angebot ähnlich viel kosten und teilweise die bessere Hardware bieten. Genau deshalb würde ich beim S26 FE nicht sofort zum Marktstart zuschlagen. Samsung-Smartphones sind bekannt dafür, relativ schnell in Aktionen, Bundles und Cashback-Angeboten aufzutauchen. Der offizielle Preis ist deshalb oft nur der Anfang. Sobald das S26 FE hundert Euro günstiger wird oder zusammen mit Buds, Watch oder Tarif angeboten wird, sieht die Sache schon wieder anders aus.

FE bleibt eine gute Idee

Grundsätzlich mag ich Samsungs FE-Konzept. Nicht jeder braucht das teuerste Ultra-Modell, und viele Nutzer wollen einfach ein gutes Display, vernünftige Kameras, lange Software-Unterstützung und die wichtigsten Funktionen der S-Serie. Das S26 FE scheint genau das zu liefern. Nur der Preis muss dazu passen. Für 700 Dollar beziehungsweise einen vermutlich ähnlich ambitionierten europäischen Preis ist die Konkurrenz groß. Ein paar Monate später könnte das Gerät dagegen einer der interessanteren Samsung-Deals werden. Wer also nicht unbedingt am ersten Tag ein neues Smartphone braucht, sollte vermutlich warten. Technisch sieht das S26 FE solide aus. Der spannendste Wert wird am Ende aber nicht die Displayhelligkeit oder die Anzahl der KI-Funktionen sein, sondern der tatsächliche Straßenpreis.

Offizielle Presse- und Bildquelle: https://news.samsung.com/


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