Nintendo Switch 2 wird teurer: Wer noch kaufen will, sollte Gas geben
Nintendo dreht in Europa an der Preisschraube. Ab dem 1. September soll die Switch 2 offiziell 499,99 Euro kosten. Bislang liegt der Preis im My Nintendo Store bei 469,99 Euro. Das sind zwar „nur“ 30 Euro Unterschied, aber bei einer Konsole, die ohnehin nicht gerade als Schnäppchen gestartet ist, merkt man den Aufschlag dann doch.
Wer die Switch 2 sowieso schon auf der Einkaufsliste hat, bekommt damit einen ziemlich konkreten Grund, nicht mehr ewig zu warten. Zumal rund um neue Konsolen oft das Gegenteil passiert: Nach einigen Monaten erwartet man erste Bundles, bessere Straßenpreise oder Aktionen. Nintendo geht hier zunächst in die andere Richtung.

30 Euro mehr ab September
Der neue offizielle Preis von 499,99 Euro gilt ab dem 1. September. Damit kratzt die Switch 2 nun ganz offiziell an der 500-Euro-Marke. Psychologisch ist das schon ein Unterschied. 469 Euro wirken noch wie eine teure, aber halbwegs klassische Nintendo-Konsole. 500 Euro bewegen das Gerät endgültig in einem Preisbereich, in dem Käufer automatisch anfangen, mit PlayStation, Xbox oder einem Gaming-Handheld zu vergleichen.
Natürlich ist der reine Hardwarepreis nicht die ganze Geschichte. Wer Mario Kart, Zelda und Co. spielen möchte, landet ohnehin bei Nintendo. Genau das ist die große Stärke des Unternehmens: Die eigenen Marken sind so stark, dass Nintendo nicht ausschließlich über technische Daten konkurrieren muss.
Trotzdem dürfte die Erhöhung Diskussionen auslösen. Gerade Familien, die eine Switch 2 vielleicht als Weihnachtsgeschenk eingeplant haben, müssen künftig etwas tiefer in die Tasche greifen. Dazu kommen Spiele, Zubehör, eventuell eine Speicherkarte und ein zweiter Controller. Aus 500 Euro werden so ziemlich schnell 600 oder 700 Euro.
Warum wird die Switch 2 überhaupt teurer?
Preiserhöhungen bei Hardware sind inzwischen leider nichts Ungewöhnliches mehr. Wechselkurse, höhere Produktionskosten, Speicherpreise und allgemein gestiegene Kosten in der Lieferkette haben in den vergangenen Jahren bei fast allen großen Herstellern Spuren hinterlassen. Selbst Konsolen, die schon länger auf dem Markt sind, wurden teilweise nachträglich teurer.
Für Käufer ist das trotzdem gewöhnungsbedürftig. Bei Unterhaltungselektronik war man lange darauf konditioniert, dass ein Produkt nach dem Start langsam günstiger wird. Heute kann es durchaus passieren, dass ein Gerät Monate später plötzlich mehr kostet. Das macht den richtigen Kaufzeitpunkt schwieriger.
Bei der Switch 2 kommt hinzu, dass Nintendo mit der Konsole gerade erst richtig Fahrt aufnimmt. Das Spieleangebot wächst und mit jedem großen Exklusivtitel wird das Gerät interessanter. Wer bisher gewartet hat, weil die erste Euphorie rund um den Launch vorbei sein sollte, bekommt nun ausgerechnet eine Preiserhöhung serviert.
Lohnt sich der Kauf noch vor dem 1. September?
Wenn ihr ohnehin sicher seid, dass eine Switch 2 ins Haus soll, spricht wenig dafür, freiwillig die zusätzlichen 30 Euro zu bezahlen. Interessanter wird es bei allen, die noch unsicher sind. Für sie würde ich nicht allein wegen der Preiserhöhung spontan 470 Euro ausgeben. 30 Euro Ersparnis sind nett, aber kein Grund für einen Kauf, den man eigentlich noch gar nicht machen wollte.
Spannender ist die Frage, wie der Handel reagiert. Offizielle Preissteigerungen bedeuten nicht automatisch, dass jedes Angebot sofort auf 499,99 Euro springt. Händler können mit Bundles, Gutscheinen oder kurzfristigen Aktionen gegensteuern. Gerade Richtung Black Friday und Weihnachtsgeschäft dürfte es interessant werden.
Ich würde deshalb unterscheiden: Wer die Konsole jetzt haben möchte, sollte die letzten Tage vor der Erhöhung im Auge behalten. Wer problemlos noch einige Monate warten kann, dürfte auch später wieder gute Angebote finden. Nintendo kann eine UVP festlegen, den tatsächlichen Straßenpreis bestimmt am Ende trotzdem der Markt.
Die 500-Euro-Grenze verändert die Wahrnehmung
Für mich ist vor allem diese Marke interessant. Eine Nintendo-Konsole für knapp 500 Euro fühlt sich anders an als die Switch-Generationen davor. Nintendo bewegt sich damit stärker in Richtung Premium-Hardware, auch wenn das Konzept weiterhin deutlich anders ist als bei klassischen stationären Konsolen.
Die Switch 2 lebt von ihrer Mischung aus Handheld und Wohnzimmerkonsole, vor allem aber von Nintendos Spielen. Genau deshalb wird sie sich vermutlich auch für 499,99 Euro gut verkaufen. Begeisterung löst eine Preiserhöhung trotzdem selten aus.
Wer also ohnehin kurz vor dem Kauf stand, hat jetzt einen kleinen Countdown laufen. Alle anderen können entspannt bleiben und auf die nächsten Bundles und Aktionen warten.
Offizielle Produkt- und Bildquelle: https://www.nintendo.com/
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