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AWS Störung: Auch Snapchat betroffen

Heute Morgen lief bei vielen Snapchat-Nutzern erst einmal gar nichts. Anstatt Snaps zu verschicken oder Storys zu posten, bekamen sie nur Fehlermeldungen zu sehen.

„Serververbindung fehlgeschlagen“ oder schlicht „Etwas lief schief“ – solche Meldungen lasen Nutzer auf der ganzen Welt frustriert auf ihren Displays. Besonders ärgerlich war dies am Montagmorgen, dem Zeitpunkt, an dem viele ihren Tag mit einem schnellen Blick auf die App starten oder ein erstes Update in ihre Story packen wollten.

Wie sich mittlerweile zeigt, liegt das Problem nicht direkt bei Snapchat selbst, sondern bei einem seiner wichtigsten technischen Partner, Amazon Web Services (AWS). Diese Cloud-Infrastruktur bildet für viele große Plattformen das Rückgrat – darunter Snapchat, aber auch Dienste wie Prime Video, Venmo oder Alexa, die in den letzten Stunden ebenfalls Probleme meldeten. Wenn AWS wackelt, hat das schnell weltweite Folgen.

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Laut ersten Berichten aus den USA und Europa kam es bereits in den frühen Morgenstunden zu Ausfällen. Nutzer konnten weder Snaps senden noch empfangen und bei einigen ließ sich die App gar nicht erst starten. Auf Portalen wie Downdetector schnellten die Meldungen innerhalb weniger Minuten in die Höhe und in den sozialen Netzwerken machte sich schnell Frust in Form von Memes breit.

Inzwischen hat Snapchat das Problem selbst bestätigt und über den offiziellen Support-Account auf X (ehemals Twitter) mitgeteilt, dass man an einer Lösung arbeite. AWS wiederum meldete „vermehrte Fehlfunktionen in einzelnen Regionen“ und versprach eine schnelle Wiederherstellung. Wie so oft bei großen Infrastrukturproblemen gilt auch hier: Geduld ist gefragt.

Ein solcher Ausfall zeigt vielen Unternehmen und Content-Creator aber auch, wie abhängig sie von solchen Diensten geworden sind. Wenn zentrale Plattformen oder Cloud-Services ausfallen, stehen nicht nur Privatnutzer vor leeren Timelines, sondern auch Marketing-Teams, Agenturen und Social-Media-Manager müssen plötzlich improvisieren.

Bei mir zu Hause läuft es übrigens auch nicht rund: Unsere Alexa verweigert seit heute Morgen konsequent jeden Befehl und tut so, als würde sie mich nicht hören. Ein Neustart half nur kurz, danach war wieder Funkstille – vermutlich liegt das gleiche Problem zugrunde.

Es bleibt also nur zu hoffen, dass Amazon die Störung bald vollständig behebt und Snapchat wieder wie gewohnt läuft. Bis dahin heißt es: kurz durchatmen, andere Wege finden, um in Kontakt zu bleiben – oder einfach mal einen Morgen ohne Snaps genießen.


Weltweite Störung: Prime Video, Amazon, Alexa oder Fortnite

Heute Morgen war das Internet für viele Nutzer weltweit deutlich langsamer, fehleranfälliger oder gar nicht verfügbar.

Grund dafür war eine größere Störung bei Amazon Web Services (AWS), der Cloud-Sparte von Amazon, auf die ein erheblicher Teil der globalen Internet-Infrastruktur aufbaut. Betroffen waren unter anderem Prime Video, Alexa und zahlreiche weitere bekannte Dienste, wie zum Beispiel dem Video- und Computerspiele Fortritte oder Social-Media-Apps.

AWS Logo Störung Alexa Fortnite Apps
Logo: Amazon

Ich selbst merkte es zuerst, als Alexa auf meine Sprachbefehle nicht mehr reagierte – kurz darauf streikte auch Prime Video. Was sich zunächst nach einem lokalen Problem anhörte, stellte sich schnell als großflächige Störung heraus. Laut den Statusmeldungen von AWS war vor allem die Region US-East-1 (Nord-Virginia) betroffen – ein Knotenpunkt, über den unzählige Dienste weltweit laufen. Wenn dort etwas ausfällt, zieht das Kaskadeneffekte nach sich, da viele Systeme direkt oder indirekt auf diese Server zugreifen.

Mehrere internationale Medien wie Reuters und Business Insider berichteten, dass die ersten Ausfälle in den frühen Morgenstunden (US-Zeit) gemeldet wurden. Neben Amazon-eigenen Diensten hatten auch Zahlungsanbieter wie Venmo, Messenger wie Signal und sogar Spiele wie Fortnite mit massiven Ausfällen zu kämpfen. Die betroffenen Unternehmen meldeten Fehlermeldungen bei Logins, Verbindungsabbrüche oder gar die komplette Nichtverfügbarkeit ihrer Plattformen.

AWS selbst sprach von „erhöhten Fehlerraten und Latenzen“ und verwies auf ein Problem im Zusammenhang mit der Datenbank Amazon DynamoDB. Das ist insofern kritisch, weil DynamoDB bei vielen Anwendungen als zentrales Backend fungiert – fällt sie aus, stehen nicht nur einzelne Funktionen, sondern ganze Plattformen still.

Im Laufe des Vormittags gelang es Amazon offenbar, den Fehler schrittweise zu beheben. Gegen Mittag deutscher Zeit waren viele Dienste wieder erreichbar, wenn auch teilweise mit Einschränkungen. Wie lange die Nachwirkungen tatsächlich spürbar bleiben, ist unklar. Erfahrungsgemäß dauert es nach einem so großflächigen Vorfall oft noch Stunden, bis alle Systeme wieder stabil laufen. Auch bei uns zu Hause scheint Alexa noch nicht wieder ganz fit zu sein, denn sie hat weiterhin Probleme damit, Befehle anzunehmen oder korrekt umzusetzen.

Solche Ausfälle sind zwar selten, zeigen aber, wie abhängig unser Alltag mittlerweile von wenigen großen Cloud-Anbietern ist. Ein Fehler in einer einzelnen Region kann schnell Millionen Nutzer weltweit betreffen. Besonders für Unternehmen mit sensiblen Daten – etwa Banken oder Online-Shops – ist das ein ernstes Thema. Wer seine Infrastruktur vollständig in die Cloud ausgelagert hat, muss sich darauf verlassen können, dass dort Redundanzen und Notfallszenarien einwandfrei funktionieren.

Der aktuelle AWS-Ausfall ist also mehr als nur eine technische Panne: Er ist ein Weckruf. Cloud-Dienste bieten zwar enorme Flexibilität und Skalierbarkeit, machen uns aber auch verletzlich. Für Privatnutzer bedeutet das vielleicht nur einen Abend ohne Streaming, für Firmen kann es jedoch Umsatzverluste, Reputationsschäden oder Vertrauensprobleme bedeuten.

Kurz gesagt: Die heutige Störung zeigt einmal mehr, dass digitale Stabilität kein Selbstläufer ist. Selbst die größten Anbieter der Welt sind nicht unfehlbar – und wer sich auf sie verlässt, sollte immer einen Plan B parat haben.


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