hypesRus.com goes Tough Mudder Süddeutschland 2015

Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder an den Tough Mudder Süddeutschland in Wassertrüdingen getraut.

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2014 feierte der Tough Mudder in Deutschland seine Premiere. Zum Event in Süddeutschland, genauer gesagt im beschaulichen Wassertrüdingen, feierten wir damals unsere Premiere in Sachen „Obstacle Run“. Was als spontane Idee begann, entwickelte sich über die letzten Monate zu einem Hobby. So war von Anfang an klar, dass wir auch 2015 wieder beim Tough Mudder antreten würden.

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Die Zielsetzung war dabei natürlich um einiges konkreter. Aus dem „Rantasten“ im vergangenen Jahr, plus einem dezidierten Training, sollte 2015 eine akzeptable Zeit im Team gelingen. So war zumindest der Plan.

Denn wie auch 2014 wartete der Samstag erst einmal mit wirklich ungemütlichem Wetter auf. 14°C und Regen sind nicht wirklich verlockend, auch wenn man auf der Strecke sowie irgendwann nass wird. Doch genau wie vor einem Jahr kam pünktlich zum Start um 12 Uhr die Sonne raus und es herrschten angenehme 24°C. Dazu noch ein motiviertes Team, eine Menge Matsch und angeblich 700 Höhenmeter – der Tough Mudder Süddeutschland 2015 war angerichtet.

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Zu Beginn legten wir erst einige Meter durch den Öttinger Forst zurück, bevor es an die ersten Hindernisse ging. Klingt beschaulich, war aber ein klassischer Trailrun, welcher nur eine Richtung kennt – nach oben. Man springt über Stock und Stein, weicht Pflanzen und Teilnehmern aus und sehnt sich nach einem Wasserhindernis. Doch es kam keins und der Lauf gingen weiter und weiter und weiter …

Bald kamen die ersten Hindernisse auf der 18km langen Strecke und waren im Vergleich zum Rest noch relativ harmlos – was wir aber natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Ein bisschen klettern hier, ein bisschen drüberspringen da – schon hatten wir die ersten 3-4 Kilometer locker hinter uns gebracht.

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Doch von da an wurde es anstrengend, matschig, nass und ekelig! Denn Hindernisse, wie „Kiss of Mud 2.0“ oder „Berlin Walls“, klingen erst einmal harmlos, doch sind in dem Moment, in dem man sie bewältigt, enorm kraftraubend. Während man bei Kiss of Mud unter echtem Stacheldraht im schönsten Matsch über den Boden krabbelt, erklimmt man bei den zwei Berlin Walls meterhohe Wände zusammen mit seinem Team. Mag nicht so kompliziert klingen, ist aber aufgrund der Höhe der Wände (über 3 Meter) sowie dem dort abgelagerten Matsch mehr als anstrengend. Ohne Teamwork geht nix!

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Wer sich danach nach einer Pause sehnte, hatte leider Pech – denn nach dem Matsch kam der Matsch und es ging richtig los. Die zahlreichen Mud Miles kombiniert mit Hindernissen wie Artic Enema 2.0 (4°C kaltes Wasser!), Cage Crawl (unter einem Bauzaun im Matschwasser „schwimmen“) oder Electric Eel (Ich hasse Elektroschocks!) wurden nur von mindestens genau so anstrengenden Bergläufen unterbrochen. Obwohl man immer nur bergauf lief, ging es irgendwie nie bergab? Bis heute unerklärlich! Zwischendrin wartete dann wieder eine hohe Holzmauer mit einem Seil auf die Athleten, um auch die letzten Kräfte zu rauben.

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Gegen Ende des Laufes, als man wirklich mehr braunen Schlamm als Kleidung an sich trug, durften wir als sog. Legionäre (d.h. Starter, die im Vorfeld bereits mind. einmal den Tough Mudder erfolgreich absolviert hatten) ein neues und exklusives Hindernis testen – den Dead Ringer. In gefühlten 2 Meter Höhe musste man sich mit zwei Metallringen seitlich an einem Holzbalken entlang bewegen. Dabei hakte man die Ringe in Metallstifte ein, welche aus dem Holz ragten. Klingt kompliziert – ist es auch. Denn nicht nur werden die Metallringe irgendwann sehr rutschig, auch die Metallstäbe können verdammt weit auseinanderstehen, wenn die Kraft ausgeht.

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So kamen wir erschöpft, dreckig, fertig und überglücklich ins Ziel. Dort gab es zur Begrüßung neben dem Tough Mudder Stirnband auch endlich etwas zu trinken sowie das obligatorische Finisher T-Shirt.

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Es war auch in diesem Jahr wieder ein tolles Event. Selten liegen Spaß und Verzweiflung so nahe zusammen. Erst freut man sich über das geschaffte Hindernis und verzweifelt schon am nächsten. Doch als Team kann man alles schaffen, das zeigte sich auch 2015. Auch der Zusammenhalt aller Teilnehmer auf der Strecke war wieder einmal grandios. Egal ob man die Person kennt oder nicht – man hilft sich gegenseitig über das Hindernis! Das ist ein Tough Mudder Gesetz und wird auch so praktiziert.

Wir versprechen auch 2016 wieder am Start zu seinen! Danke Tough Mudder!

Unterstützt wurden wir 2015 von Olympus mit einer TG-4 Outdoorkamera, welche speziell für solche Outdoor-Events, wie z.B. den Tough Mudder, entwickelt wurde. Am Anfang waren wir etwas skeptisch, ob die Tonnen von Matsch der Kamera zusetzen würden. Doch das Ergebnis spricht für sich – alle Bilder stammen aus unserer TG-4. Die Kamera hat alles problemlos überstanden und sieht nach einer kleinen Dusche auch wieder fast wie neu aus! Respekt.

Aus eigener Erfahrung können wir übrigens den adidas Kanadia 7 Trailschuh empfehlen. Er sorgt für den richtigen Grip auf allen Bodenbelägen, hält jedem Wasserhindernis stand und sieht noch verdammt funky aus.