Need For Speed [Games]

Need For Speed. Wem da als Konsolenbesitzer und Rennspiel-Fan nicht das Herz aufgeht, der hat sich in den letzten 12 Jahren offenbar nur wenig mit dem Genre befasst.

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Ich erinnere mich an erste Need For Speed – Sessions mit unserem Nachbarn, damals, die so ausarteten, dass wir die Zeit vergassen und ganze Sonntage durchspielten. Hach, das war cool.

Need For Speed ist kein klassisches Rennspiel, eines, das hoch korrekt und detailliert den Alltag eines Rennstalls oder einer Rennserie widerspeigelt. NEed for Speed ist ein Arcade-Racer. So wie man sie früher aus den Speilhallen kannte. Irgendwie eine massive Weiterentwicklung von z.B. Out Run – wenn man den Bogen sehr weit spannen möchte.

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In den letzten Jahren gab es immer wieder Versuche, an den Erfolg der ersten Games der „Underground“-Serie anzuknüpfen. Immer wieder gab es neue Versuche, das Gefühl zurückzubringen, welches die ersten Spiele der Serie transportierten.

Und das wurde auch so umgesetzt. Das Spiel bringt viel mit, das einen an „früher“ erinnert. Es geht ausschließich bei Nacht oder im Morgengrauen auf die Straßen der fiktiven und optisch eindrucksvollen Los Angeles – Kopie, Venture Bay und der Umgebung. Ein bisschen leer ist es dort, zugegeben. Und auch ist die Spielwelt nicht unendlich groß. Für „die hard“-Fans sicher sogar ein wenig zu klein.

Ich als normaler Gelegenheitsspieler, der sich aber gerne mal hinreißen lässt, auch die eine oder andere Stunde mehr zu spielen, habe damit aber gar kein Problem gehabt. Für mich war das Gebotene genau richtig.

Auch aus älteren Spielen der Serie bekannt: Man fährt durch die Stadt von Event zu Event. Zwischendurch gilt es Challenges oder spontante 1:1 Rennen zu bewältigen. Diese Events lockern das Spielgeschehen auf. Wer darauf keine Lust hat, der kann sich auch „teleportieren“ lassen. Von Event zu Event.

d71dac6b11ca04df2695bbac54223c04Cool und so wie früher: Die Optionen. Man kann das Auto tunen, färben, Felgen und Bofykits tauschen und sogar den Text auf dem Nummernschild ändern – Yeah! Hinzu kommt eine ganze Palette an Werkzeugen, mit denen man die Lackierung und das Design optisch anpassen kann.

Wem das zu lange dauert, der nimmt quasi fertige Bodykits, eingefärbt und beklebt – um direkt auf dicke Hose machen zu können. Mir zumindest mach das Anpassen meines Wagens richtig Spaß. Hat es immer schon.

Aber auch richtiges Tuning ist möglich. Upgrades für die Nockenwellen, den Ladeluftkühler, das Fahrwerk und das Differential, die Auspuffanlagen, das Nitrosystem, den Turbolader, die Bremsen, die Reifen und weitere Bauteile sind natürlich auch kauf- bzw. erspielbar.

Je nachdem welches Tuning angewendet wurde, umso mehr kann man am Setup des Wagens und an seinen Fahreigenschaften herumbasteln. Den Reifendruck an verschiedenen Reifen oder den Lenkeinschlag ändern etc. Geht alles.

Aufgepasst! Denn das eine Setting ist super für Drifts, aber nicht für Sprints. Und was bei klassischen Rennen wichtig ist, passt so gar nicht zu Drifts und Donuts. Also, immer schön alle Settings speichern oder merken. Das Tauschen dieser fertigen Einstellungen ist übrigens schnell erledigt.

Spätestens seit Filmen wie Fast & The Furious, Days Of Thunder oder Rush sind auch immer wieder Storys Teil der Spiele auf dem Markt. auch bei Need for Speed „Most Wanted“ zogen diese Geschichten in das Spielgeschehen ein. Aber bei Need For Speed ist das Ganze nicht so ausgeartet wie z.B. bei The Fast & The Furious. Im passt der Storymodus gut zum Spiel. Das hier keiner laut „Yeah!“ schreit, das liegt wohl daran, dass es einfach schon viele Spiele zuvor gab, die das Ganze zu weit getrieben haben.

Optisch ist Fast & The Furios ein Leckerbissen. Die Stadt, die Autos, die Action-Sequenzen haben uns gut gefallen. Die Rennen selber wirken manchmal etwas unrealistisch, da man selten von einzelnen Verfolgern gejagt wird, sondern meist vom kompletten Mob – also von allen Autos gleichzeitig. Also entweder man ist so schnell, dass man von denen allen nix mitbekommt – oder aber sie sind immer alle hinter einem. Erinnert ein wenig an „Most Wanted“, damals.

Da wir das Spiel bisher nur wenige Stunden spielen konnten, möchten wir hiermit nur ein kurzes und nicht finales Fazit abgeben.

Uns hat Need For Speed bisher viel Spaß gemacht. Die Leistung der Xbox One wurde auch ordentlich in Anspruch genommen, optisch. Das Arcade-Feeling inkl. optischem und technischem Tuning gefallen uns. Teleportieren ist cool, cooler aber das Fahren durch den Ort, über den Highway oder die Bergpässe – immer auf der Suche nach einem schnellen Rennen oder einer Herausforderung. Der Sound ist cool, die Sprecher mal nicht nervig und so weiter.

3f28ff4bba47e176cb8daedd8fcb9d59Leider ist der Fuhrpark nicht so groß und die Spielwelt von Venture Bay ebenfalls nicht. Die Cops halten sich für Verfolgungsjagden selten zur Verfügung, was ich sehr schade finde. Andererseits stehen in anderen Spielen an jeder ecke Polizeiwagen herum, was auch eher unrealistisch ist.

Wie auch immer. Wer auf coole Renn-Action steht und Lust auf ein neues Spiel hat, der sollte Need For Speed defintiv genauer anschauen und feststellen, ob es zu einem passt.

Ich kann mir vorstellen, dass einige krasse Rennsport-Fans noch das eine oder andere kritisieren werden. Für mich, den aktiven Gelegenheitsspieler, reicht es bis hier mehr als aus.

Weitere Informationen: Electronic Arts

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