Recap: Chris Brown – One Hell of Nite Tour

Der mehrfach platinausgezeichnete US-Superstar und Gesicht der neuen Snipes-Collection Chris Brown ist derzeit auf Europa-Headline-Tour. Wir waren gestern in Hamburg in der Barclaycard Arena am Start und haben uns das Spektakel aus nächster Nähe angeschaut.

536852Vorab sollte erwähnt werden, dass ich – als weiblicher Part von Hypesrus – schon immer eine Schwäche für Chris Brown hatte und wohl jeden Track rauf und runter gehört habe. Kein Wunder also, dass ich diesem Event nahezu entgegenfieberte.

Auch wenn wir feste Plätze hatten, wollten wir rechtzeitig auftauchen, um nichts zu verpassen. Der Einlass wurde laut Barclaycard Arena auf 17.30 Uhr angesetzt, der Beginn des Konzertes war für 19.30 Uhr geplant. Als wir dann um 18:45 uhr eintrudelten, waren die Menschenmassen noch überschaubar. Nach einer kurzen Pommes-Pause suchten wir dann relativ zügig unsere Plätze auf. Untergebracht waren wir in der Penalty Box der Arena. Was soll ich sagen?! Es hätte uns schlimmer treffen können, denn obwohl wir im Innenraum fast ebenerdig untergebracht waren, hatte man beste Sicht auf die Bühne.

Mit leichter Verzögerung starteten gegen 20:00 Uhr die insgesamt vier Voracts. OHB mit Hoody Baby, Wizkid und Casey Veggies sind hierzulande eher weniger bekannt. Demnach war die große Masse nur mäßig zu begeistern. Dabei sind gerade die Tracks von Wizkid, mit ihrem afrikanischen Einfluss, mega animierend. Naja, insgesamt zog sich die Zeit ein wenig – doch dann kam R’n’B Star August Alsina auf die Bühne. Für den Moment konnte ich sogar Chris Brown vergessen. August überzeugte mit einer wahsinnigen Stimme und Songs wie „No Love“ und „I luv this Shit“. Gänsehaut pur! Ganz klar, wenn August Alsina selbst für eine Tour nach Deutschland kommt, wirds ein Pflichttermin.

Nachdem August gegen 21:20 Uhr alles gegeben hat – und das hat er wirklich – wurde das Publikum mit den Worten, dass Chris Brown um 21:45 Uhr starten würde, in eine kleine Pause verabschiedet. Bedenkt: Beginn des Konzerts sollte 19:30 Uhr sein!

Nun gut, um 21.55 Uhr war es dann soweit und Breezy betrat die Bühne. Endlich! Von Anfang an zeigte der R’n’B Rüpel was in ihm steckt, denn er überzeugte nicht nur mit einer überragenden Stimme, sondern aus seinen Dance Moves. Entschuldigt den Vegleich, aber Breezy tanzt besser und heißer als ein junger Usher. Seinen Tanzeinlagen war allerdings wohl das Halb-Playback geschuldet, was mich aber bei den Choreos auch nicht wundert. In insgesamt 90 Minuten brachte Chris eine Vielzahl seiner Hits, wechselte dreimal sein Outfit (ich zähle die shirtlose Zeit nicht dazu :-)) und zeigte wie ein Mann sich zu bewegen hat. Die Stimmung war für die nicht ausverkaufte Halle relativ ausgelassen.

Insgesamt war das Konzert richtig richtig gut, auch wenn sich die Wartezeiten teilweise wirklich zogen. Ich persönlich konnte Breezy’s Electro-Einlage nicht ganz nachvollziehen und gehe ganz stark davon aus, dass das Line-Up dem europäischem Geschmack angepasst wurde. Aber auch da gibt es schlimmeres! Chris Brown ist live absolut empfehlenswert!