Yes, I survived mother`s day – oder vielleicht doch eher mein Sohn?

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Der Tag hätte so schön sein können… Allerdings standen die Vorzeichen für den Muttertag schon einen Abend vorher auf Alarmrot, nachdem Lukas mich beim Abendessen dauerprovozierte (eine Phase – so hoffe ich doch). Bereits seit ein paar Tagen war sein Verhalten verhältnismäßig bescheiden und so anders (eigentlich ist er wirklich ein lieber, aufgeweckter Wirbelwind). Aber als er mich dann am Samstag bei Pizza und Salat ständig mit der Gabel piekte, in den Oberarm kniff, mit den Füßen gegen die Bank knallte oder sein Wasser ins Essen spuckte (um nur einige Punkte zu nennen), wurde meine Laune von Minute zu Minute schlechter. Ihr kennt das sicherlich auch: Euer Kind tut etwas, von dem es genau weiß, dass es nicht gut oder erlaubt ist, und lacht euch fröhlich provokant ins Gesicht, während es doch das Verbotene tut. Wohlwissend natürlich, dass es eine Rüge gibt. Egal. Interessiert den kleinen Terroristen nicht. Gutes Zureden oder Erklären ist das erste. Wegnehmen der Dinge wie zum Beispiel der Gabel das nächste. Tränen trocknen das dritte. Ruhe für 3 Minuten, dann geht es von vorne los… Durchatmen und ebenfalls von vorne mit den erzieherischen Maßnahmen beginnen. Das Ganze dauerte eine gute Stunde. Ein Glück kam mein Mann kurz darauf von der Arbeit, der sich nun mit dem kleinen Racker rumärgern durfte. Mutti musste erst mal durchatmen.

Wenn aus dem Engel ein Terrorist wird…

Auf den Mond schießen?

Ja, wir hatten auch Spaß am Muttertag ;-).

Der nächste Tag, Muttertag, begann eigentlich schön. Frau hat da ja auch immer ganz romantische Vorstellungen, wie toll und süß das Kind heute an so einem Tag wohl sein wird. Facebook und Instagram waren ja schon früh morgens voll mit tollen Bildern kreativer Geschenke, Gedichte, Gemälde. Aber egal, wird schon der Tag. Bis wir nach unten gingen, um zu frühstücken. Traditionell gibt es am Wochenende bei uns Melone. Mmmhhh, wir alle lieben sie. Wir hatten uns auch alle darauf gefreut – bis Lukas schön sein Wasser in den Melonenteller spuckte. Und das Provozieren ging den ganzen lieben langen Tag so weiter – mal mehr, mal weniger. Auch am Abend. Und bei mir ist es mit dem Ende des Tages wie beim Ende eines Films. Ist das Finale schlecht, so finde ich den Rest auch nicht mehr toll. Typisches Schwarz-Weiß-Sehen einer Frau. Also kommen wir zum Tagesende: Lukas und ich fuhren vom Grillen bei meinen Schwiegereltern nach Hause (mein Mann war seit mittags bei einem Tennis-Punktspiel im Einsatz). Kaum im Haus angelangt, trat Luki unseren Hund Emma. Und wurde so wütend, weil ich ausgiebig mit ihm schimpfte, dass er alles Mögliche durch die Gegend pfefferte. Ich überlegte kurz, ihn auch durch die Gegend zu pfeffern. Mir fielen auch noch etliche andere Dinge ein… Kind auf den Mond schießen, zurücktreten, einfach Koffer packen und ausziehen, in die Mülltonne stecken. Halt so Dinge, die einem durch den Kopf gehen. Und bevor ich eines dieser Dinge tun kann, gehe ich erstmal an die frische Luft. Raus aus der Situation. Durchatmen. Danach hielt ich ihm eine ellenlange Ansprache, von der ich nicht weiß, ob irgendetwas angekommen ist (ich glaube irgendwie schon). Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt. Ja, als Mutter hat man es nicht immer leicht. Auch nicht am Muttertag. Aber. Alles nur Phasen. Auch da stirbt die Hoffnung zuletzt. Ebenso wie die Hoffnung, dass aus dem ungehobelten Wildfang einst wirklich mal ein höflicher, liebenswerter Mensch wird. Manchmal darf man Zweifeln, an sich, am Kind, an der Welt. Dafür sind wir Frauen. Wir dürfen das sozusagen ganz offiziell.

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