Unterschätzte Orte der Kultur!

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Casinos – unterschätzte Orte der Kultur!

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Sind Casinos eigentlich irgendwie relevant für moderne Kultur? Inspirieren sie die Mode? Haben sie für Schauspieler und Regisseure irgendeine Bedeutung? Für Bands und Solo-Interpreten? Man ist eventuell versucht, nein zu sagen, weil der Besuch von Casinos vielleicht nie ein echtes Massenphänomen gewesen ist. Aber dann denkt man an Las Vegas. Und einem fallen Songs über Casinos und Glücksspiele ein. Man denkt an Filme und Bücher, in denen Casinos eine Rolle spielen. Und da ist plötzlich die Erkenntnis: Irgendwie sind Casinos ja doch relevant für die Kultur. Oder?

Casinos sind … a) kulturell irrelevant?

Blickt man auf die nackten Zahlen, kann der kulturelle Einfluss von Spielbanken auf Kultur und Gesellschaft zumindest in Deutschland eigentlich nur als gering bezeichnet werden. Warum? Weil der Anteil der deutschen Wohnbevölkerung, der ein Spielbank besucht hat, ebenfalls ziemlich  gering ist.

Laut Studie „Der Glücksspielmarkt in Deutschland des Handelsblatt Research Institute aus dem März 2017 hatten im Jahr 2007 insgesamt 2,6% der deutschen Wohnbevölkerung im Laufe des Jahres eine Spielbank besucht. 2015 waren es nur noch 1,7%. Und noch eine Zahl: 2016 gaben 16,1% der Befragten an, mindestens einmal in ihrem bisherigen Leben in einem Casino gewesen zu sein. Das … ist auch nicht wirklich viel. Die nackten Zahlen sprechen also eher nicht für einen größeren Einfluss von Casinos auf Kultur. Aber es gibt da ja noch eine andere Seite der Medaille.

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Casinos locken Stars an.

Die meisten Menschen haben zumindest eine gewisse Vorstellung von Casinos, auch wenn sie selbst nie eins besucht haben. Spielbanken stehen für Glamour, für herausragende Siege und tragische Verluste, manchmal für eine Prise Erotik, für Leidenschaft und Sucht, für riesige Vermögen und große Schulden.

Und Casinos haben sich schon immer gerne mit Stars geschmückt. Bereits in den 50er Jahren trat beispielsweise Frank Sinatra im Sand Casino in Pennsylvania (USA) auf. Elvis spielte ab Ende der 60er und in die 70er hinein zahlreiche Shows in Las Vegas. Über 600 sollen es insgesamt gewesen sein, berichtet das Magazin „Der Spiegel“ in seinem Artikel „Fron auf dem Thron

In Casinos Konzerte gegeben haben auch Stars wie Britney Spears, Cher, Celine Dion  … und viele, viele mehr. Andere Stars wie Lady Gaga und Ben Affleck sollen durch nicht unerhebliche Spielverluste aufgefallen sein. Wahr? Falsch? Auf jeden Fall sind das Geschichten, die erzählt werden und in denen Casinos eine nicht unerhebliche Rolle spielen. So entstehen Mythen. Und Legenden. Und beides ist ein nicht unerheblicher Teil der Kultur.

Spieler, die Stars wurden.

Etwas weniger bekannt als die bisher genannten Starts sind die Stars, die erst durch ihr Spiel in Casinos ein wenig berühmt geworden sind. Viele Menschen kennen sie bis heute nicht. Aber wer sich etwas mit der Geschichte von Casinos und den modernen Onlinecasinos beschäftigt, lernt irgendwann auch die Geschichte der großen Spielerlegenden. Ein Beispiel für solch eine Legende ist William Darnborough, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts häufig im Casino Monte Carlo aufhielt und seine Chancen beim Roulette durch eine besondere Gabe deutlich steigern konnte. Während die Kugel noch rollte und man noch setzen durfte, konnte er nämlich bereits abschätzen, wo die Kugel in etwa landen würde. Das brachte ihm einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Spielern, den er gut zu nutzen wusste.

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Die moderne Onlinecasino-Kultur hat ebenfalls Legenden hervorgebracht. Der Artikel „Casino in der Popkultur“ auf Betway Casino nennt als ein Beispiel den Spieler Jon Heywood, der 2015 die Weltrekordsumme von 17,9 Millionen Euro gewonnen hat. Und noch eine Legende: Der als Boku87 bekannte Onlinepoker-Spieler Thomas Boekoff. Er startete 2009 in einer Challenge mit 100 US-Dollar und wettete, aus dem Geld in 15 Tagen 10.000 US-Dollar zu machen.

Dabei durfte er nur an SNG Spielen mit einem Buy-In von maximal 16 US-Dollar teilnehmen. Buy In nennt man das Startgeld, mit dem Spieler in ein Pokerspiel einsteigen können. Und SNG steht für sit n go. Diese Poker- oder Onlinepoker-Turniere starten, sobald eine ausreichende Zahl an Spielern teilnimmt. Die Wetten standen damals bei der Challenge deutlich gegen Boku87. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, sein Ziel zu erreichen: innerhalb von nur 14 Tagen.

Casinos inspirieren!

Nicht nur durch Stars spielen Casinos in der Popkultur und teils in der Hochkultur immer wieder eine Rolle, die ihre Bedeutung im Alltagsleben der meisten Menschen übersteigt. Casinos inspirierten Lieder- und Filmemacher sowie Autoren zu ihren Werken. Sie bildeten immer wieder die Kulisse für Songs und Geschichten und spielten bisweilen in ihnen auch eine Hauptrolle. Elvis sang einst „Viva Las Vegas“. Es gibt den Casino Boogie von den Rolling Stones, den Las Vegas gewidmeten Song „Sin City“ von den Hardrockern AC/DC sowie den Song „Der Spieler“ von Achim Reichel und zahlreiche weitere Songs. Umgekehrt sind Casinos bisweilen Orte der Erinnerung an verstorbene Künstler, die bis heute berühmt sind und von denen weiter reichlich Musik verkauft wird. Michael Jackson ist ein gutes Beispiel.

Im September 2017 wurde das „neue“ Michael Jackson Album „Scream veröffentlicht, das sich gut verkaufen dürfte. Jackson inspiriert bis heute zudem zu Shows in Casinos wie etwa zur „I Am King – The Michael Jackson Experience“ Show im Clearwater Casino Resort im Bundesstaat US-Bundesstaat Washington. Casinos inspirieren Stars. Stars inspirieren Casinos.

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Als Filmkulisse dienen Casinos beispielsweise im James-Bond-Film „Diamantenfieber“, in „Ocean’s Eleven“, wo es um einen Tresorraub in einem Casinohotel geht, oder in dem mit vier Oscars prämierten Film Rain Man. In ihm spielt Dustin Hoffman den mathematisch hochbegabten Autisten Raymond Babbitt und Tom Cruise seinen anfangs sehr selbstsüchtigen Bruder Charlie Babbitt. Im Film gibt es eine Szene im Casino, in dem Charlie mithilfe von Raymond viel Geld beim Blackjack gewinnt. Gut für ihn. Schlecht für das Casino.

Zu den Klassikern der Literatur gehört „Der Spieler“ von Fjodor Dostojewski. Dostojewski soll den Roman 1866 in nur 26 Tagen seiner Stenografie beherrschenden Frau diktiert haben. Die Eile war nötig, weil der Autor seinem Verleger eine Geschichte schuldete. Den Vorschuss für das Buch hatte er nämlich bereits kassiert und in Wiesbaden beim Roulette verspielt, heißt es.

Poker hat übrigens auch in der Modewelt schon Akzente gesetzt. Das gilt etwa für den deutschen Pokerprofi Pius Heinz. Er startete seine Karriere zunächst als MastaP89 beim Onlinepoker und gewann 2011 die Poker-WM. Er gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Pokerspieler. Sein Preisgeld wird auf insgesamt etwa neun Millionen Euro geschätzt. Bekannt war er 2011 aber nicht nur für sein Spiel, sondern auch für die weißen Kapuzenjacken, die er stets am Pokertisch trug.

Bei der Siegerehrung der Poker-WM war dann auch eine ganze Reihe seiner Fans anwesend. Und sie alle trugen … weiße  Kapuzenjacken,  berichtete die Sächsische Zeitung 2011. Pokerturniere kreieren Helden. Casinos auch

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Chef hier. Kind der 70er. Blogs und Content seit Ende der 90er. Viele eigene Projekte und Dienstleister für andere. Immer schon "irgendwas mit Medien". #digitalnative #blogger

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