Counter Strike – König der Ego-Shooter?

Bei Videospielen gibt es zwei Genres, die besonders hervorstechen.

Zum einen hat man hier die Strategiespiele, die große Titel wie Age of Empires oder Civilization vorweisen können. Zum anderen gibt es hier die Ego-Shooter, die Spieler mit ihrem Actionreichtum begeistern. Hierzu zählen Titel wie Call of Duty, Battlefield und auch Counter Strike. Counter Strike selbst ist die älteste und traditionsreichste Shooterserie, der Entwickler Valve hatte den ersten Ableger schon im Jahr 2000 auf den Markt gebracht. CS war auch häufig das wichtigste Spiel auf privaten LAN-Partys, einem indirekten Vorgänger des heutigen E-Sports. Im E-Sport selbst schaffte es der aktuellste Titel Counter Strike: Global Offensive zu einem der wichtigsten Shooter überhaupt zu werden. Trägt CS GO also die Krone der Ego-Shooter?

Counter Strike - König der Ego-Shooter?
‚x6tence vs gBots, Gamergy 2014‘ – Flickr via artubr (CC BY 2.0)

Überzeugendes Spielkonzept

Das Konzept von CS war von Anfang an recht einfach gehalten und schnell zu erlernen. Hier hatte man zwei Seiten, die Anti-Terroreinheit sowie die Terroristen. Beide Fraktionen haben klar definierte Aufgaben. So müssen die Terroristen eine Bombe an einem bestimmten Ort platzieren und die Explosion sicherstellen, während die Counter-Terroristen genau dieses Ziel verhindern müssen. Damit bietet das Spiel klare Instruktionen, fällt allerdings nicht flach aus. Hier gibt es nämlich eine taktische Tiefe, die das Spiel von der Konkurrenz abhebt. Zu Beginn jeder Runde erhält man ein Budget, das man für den Kauf verschiedener Ausrüstungsgegenstände ausgeben kann. Somit werden verschiedene Kombinationen möglich, die das Teamspiel fördern.

Kommerzielle Erfolge

Als CS GO 2012 auf den Markt kam, schaffte das Spiel es auf die Liste der meist verkauften Spiele auf der Spieleplattform Steam und konnte lange Zeit seine Topposition beibehalten. Der Umsatz steigerte sich jährlich und erreichte 2017 ganze 341 Millionen US-Dollar. Der Erfolg spiegelte sich auch in den Spielerzahlen wider. 2017 schaffte das Spiel es, den dritthöchsten Wert gleichzeitig aktiver Spieler auf Steam zu erreichen. Hierbei handelte es sich um beeindruckende 815.000 Spieler. Diese Beliebtheit und Nachfrage war sicherlich mit dafür verantwortlich, dass Counter Strike Global Offensive seine E-Sport-Beliebtheit ausbauen konnte. Hier halfen auch die Zuschauerzahlen auf der Streamingplattform Twitch. Allein 2017 wurden hier 420 Millionen Stunden Gameplay von CS GO angeschaut. Bedenkt man diese Zahlen, ist es nicht mehr verwunderlich, dass der höchste Preispool für die WESG 2017 bei satten 1,5 Millionen US-Dollar lag. Aus diesem Grund wird Das Spiel auch im Wettgeschäft immer beliebter. Bei CS GO Wetten abzugeben lohnt sich dabei für all diejenigen, die das Spiel selbst spielen und sich dadurch gut auskennen oder einfach nur Interesse haben. Aufgrund des anfangs erläuterten einfachen Spielkonzepts ist die Lernkurve zum Verständnis der taktischen Details hier sehr niedrig.

Technische Gründe

Sicherlich haben das Spielkonzept und der E-Sport CS GO geholfen, in den Topcharts aller Spiele zu stehen. Allerdings fließen hier auch andere Faktoren mit ein, die das Spiel erst groß machten. Schon das erste Counter Strike verfügte über einen sehr gut entwickelten Netcode. Dadurch wurde das Anvisieren sehr präzise, da Verzögerungen der Charakterbewegungen praktisch bei Null lagen und man damit eine viel flüssigere Spielerfahrung hatte. Sicherlich ist dies heute zum Standard der meisten Shooter geworden, aber in der Community hat sich dieser Fakt anerkennend ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Wichtig war aber auch die Tatsache, dass die Systemvoraussetzungen der CS-Spiele immer unter dem Durchschnitt lagen. Dies ermöglichte auch Spielern mit einem Low-End-System den Zugang zum Spiel.

Nimmt man alle Faktoren – das Spielkonzept, die kommerziellen Erfolge und technischen Eigenschaften zusammen -, kann Counter Strike seine Konkurrenz abschütteln und hat sicherlich die Krone der Ego-Shooter verdient.