TripCenter: Die Geschichte eines jungen Business-Modells

Ihr wisst ja: Ich reise hin und wieder ganz gerne. Und ich interessiere mich sehr für digitales Zeug und neue Ideen. Wisst ihr doch, oder?

TripCenterWenn sich dann jemand noch eine gute Idee hat, die beide Themen vereint, dann werde ich darauf aufmerksam. So wie auf diese neue Plattform TripCenter. Erdacht und entwickelt von einem Mann: Chirag Golwala.

Chirag ist ein Mann, der sich im Tourismus auskennt. Seit über 16 Jahren arbeitet er in der Branche. Wie hart der Wettbewerb dieser Branche mittlerweile geworden ist, bekommen wir als normale Urlauber gar nicht mit. Chiarg schon – und eine Sache nervte ihn besonders: Dass die Buchung von Bustouren und Reiseführern in den unterschiedlichsten Ländern einen schier unendlichen Buchungsprozess erforderten.

„Endlose Recherche und Kommunikation über die Kontinente hinweg fraßen immer mehr Zeit“, so Golwala. „Ich wollte ein Tool entwickeln, das diesen Prozess vereinfacht.

Im November 2013 entwickelte er eine entsprechende Technologie – und realisierte, dass diese nicht nur im Kleinen funktionierte, sondern weltweite Buchungsprozesse vereinfachen kann. TripCenter war geboren.

TripCenterTripCenter ist nicht nur eine Buchungsplattform, die die Art, wie Gruppenreiseveranstalter zukünftig arbeiten, revolutionieren könnte – es ist vor allem eine Geschichte über das, was heute möglich ist, wenn Probleme analysiert werden und mit Hilfe einer Software optimiert werden können. TripCenter ist die Geschichte mit einer Message: Danke Digitalisierung ist alles ist möglich – wenn du nur die richtige Idee hast. Zero Gravity-Produkte nennt man Services wie TripCenter im Digital-Neu-Deutsch.

TripCenter funktioniert wie genau?

Ganz gleich wie die Anforderung lautet: Ob ein Reiseveranstalter einen Busservice für einen einfachen privaten Transfer benötigt oder eine mehrtägige maßgeschneiderte Reiseroute durch mehrere Länder inklusive Reiseführer plant, TripCenter bietet eine Echtzeit-Lösung.

Zum einen können Reiseveranstalter, Reisebüromitarbeiter, Incoming-Agenturen und Organisationen für Gruppenreisen ihre Transportanforderungen für Gruppenreisen buchen. Zum anderen können sich Busunternehmen registrieren und TripCenter als Absatzmöglichkeit nutzen und ihre Präsenz bei Gruppenreise-Organisatoren steigern. Durch die aktuelle Arbeitsweise der Busunternehmen liegt die  Auslastungsrate über das Jahr hinweg bei rund 62%. TripCenter kann helfen, dies zu optimieren. Und schließlich haben Reiseleiter die Möglichkeit, sich auf der Webseite gebührenfrei zu registrieren, um ihre Dienste anzubieten.

TripCenterUnd was ist das Schönste, wenn man nach mehr als zwei Jahren Entwicklungszeit sieht, wie das eigene Baby endlich online ist?

„Es ist schlicht unglaublich“, sagt Chirag. „Für mich ist es aber erst der Anfang. Wir wollen TripCenter konstant weiterentwickeln und uns an der Spitze der Technologie bei Gruppenreisen behaupten“.

Eigene Ideen kosten viel Zeit und Nerven

Falls das jetzt für einen von euch Motivation genug ist, ebenfalls mal eine eigene digitale Idee einmal umzusetzen, dann könnte das ein kleiner Dämpfer sein: Das ist eine ganze Menge Arbeit. Da ist Durchhaltewille gefragt. Aktuell sind Chiarg und seine Leute mit über 230.000 Reiseveranstaltern und Reisebüromitarbeitern weltweit in Kontakt. Derzeit sind etwas über 1.000 Reisebusse live online in Europa über TripCenter buchbar. Mehr als 500 Busunternehmen mit einem Fuhrpark von mehr als 8.000 Bussen unterziehen sich derzeit dem Qualitätssicherungsverfahren. Darüber hinaus wurde TripCenter von mehr als 8.000 Reiseleitern kontaktiert, die sich derzeit ebenfalls in der Qualitätskontrolle befinden.

„Spezielle Programmschnittstellen für Anbieter sind in Planung“, so Golwala. „Unser Team steht hierfür in Kontakt zu einigen der weltweit größten Fuhrparkbetreiber.“

Ich werde dieses Projekt zukünftig im Auge behalten. Es steht stellvertretend für alle die mutigen Ideen und gelungenen Umsetzungen. Vielleicht profitiere ich ja sogar irgendwann einmal davon, dass jemand TripCenter genutzt und mir dadurch entweder einen schöneren und besser organisierten Trip geboten – oder mir einfach Geld gespart hat. Werden wir sehen.

Von welcher Start-Up oder Gründer-Idee wart ihr in letzter Zeit begeistert oder hattet ihr selbst mal eine Idee, die ihr gerne umgesetzt hättet? Bei mir sind das gleich mehrere … aber dazu gerne später mehr.


Chef hier. Kind der 70er. Blogs und Content seit Ende der 90er. Viele eigene Projekte und Dienstleister für andere. Immer schon "irgendwas mit Medien". #digitalnative #blogger